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Muskelkater: Nicht der beste Freund des Menschen

Lesezeit: 2 Minuten Jeder Sportler kennt Muskelkater. Manche betrachten ihn als gutes Zeichen, aber genau genommen ist er eine Reaktion des Körpers auf (leicht) übertriebenes Training. Doch wie entsteht Muskelkater? Und warum bekommt man ihn meistens erst Stunden oder gar Tage nach dem Sport?

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Muskelkater: Nicht der beste Freund des Menschen

Muskelkater: Nicht der beste Freund des Menschen

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Wer länger keinen Sport mehr gemacht oder gerade eine neue Sportart ausprobiert hat, wird ihn kennen: Muskelkater. Obwohl er uns in der Regel zwar nur in geringem Maße „peinigt“, sind wir doch froh, wenn wir ihn wieder los sind. Im Folgenden werden die wichtigsten Fragen zum Thema Muskelkater geklärt.

Muskelkater hat nichts mit Katzen zu tun

Vorweg sei eines klar gestellt: Muskelkater hat nichts mit einem besonders männlichen Stubentiger zu tun. Der Begriff „Kater“ geht in diesem Zusammenhang zurück auf das aus dem Griechischen stammende Wort „Katarrh“, das bis ins 19. Jahrhundert hinein auch in Deutschland ganz allgemein als Synonym für Entzündungen verwendet wurde.

Wie entsteht Muskelkater?

Noch bis vor ein paar Jahren glaubte die Sportwissenschaft, dass das Laktat – ein Abfallprodukt des Stoffwechsels, das bei intensiver Langzeitbelastung entsteht – für den Muskelkater verantwortlich ist. Mittlerweile ist jedoch erwiesen, dass Muskelkater nicht direkt mit hoher Laktatproduktion zusammenhängt.

Muskelkater entsteht vielmehr bei muskulärer Überbelastung: Der charakteristische stechende Schmerz wird durch mikroskopisch kleine Risse in den Muskelzellen hergerufen. Vor allem bei Sportarten, in denen man viele abrupte Bewegungen vollführt (wie Handball, Squash, Tennis etc.), ist das Muskelkaterrisiko für Sportler, die nicht mehr ganz „im Saft“ stehen, besonders hoch.

Warum kommt der Muskelkater erst mit Verzögerung?

Muskelkater lässt meistens Stunden oder sogar Tage auf sich warten. Das liegt daran, dass dort, wo er entsteht – nämlich in den Muskelzellen – keine Nerven liegen. Der Schmerz tritt erst dadurch auf, dass die Muskelzelle durch die Verletzung langsam anschwillt. Allerdings gibt es keine Faustregel, wann er genau auftritt. Das hängt von der Schwere der Überbelastung ab.

Hat man sich deutlich übernommen, macht sich der Muskelkater schon kurz nach dem Sport bemerkbar. Manchmal kommt er aber auch erst nach einem oder zwei Tagen. In diesem Fall war die Überbelastung nicht so gravierend. Von dem Ausmaß der Überbelastung hängt auch ab, wie lange man sich mit dem Muskelkater arrangieren muss. In der Regel klingt er aber nach spätestens einer Woche komplett ab – wenn nicht, könnte sich auch ein Muskelfaserriss hinter den Schmerzen verbergen.

Präventionsmaßnahmen gegen Muskelkater

Wer lange nicht trainiert hat oder einen neuen Sport ausprobiert, der ansonsten weniger trainierte Muskelpartien beansprucht, sollte es am Anfang etwas ruhiger angehen. Aufwärmen und Dehnen, lange als „Wunderwaffe“ gegen Muskelkater gepriesen, wirkt laut neuerer Studien im Übrigen nicht vorbeugend.

Wie werde ich den Muskelkater wieder los?

Wie bereits erwähnt, verschwindet Muskelkater auch von allein wieder. Wer es jedoch etwas eiliger hat, sollte die betroffene Muskelpartie etwas schonen. Leichte Belastungen, wie etwa lockeres Training auf dem Ergometer bei geringem Widerstand, können die Heilung zusätzlich beschleunigen. Dadurch wird die Durchblutung angekurbelt, was zu einer schnelleren Regeneration führt. Da auch Wärme die Durchblutung fördert, können Sie die Heilung auch durch einen Saunagang oder ein heißes Bad beschleunigen.

Bildnachweis: Daylight Photo / stock.adobe.com

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