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Musik macht das Herz gesund

Lesezeit: 2 Minuten Musik berührt uns und geht uns ans Herz. Das dürfen Sie ruhig wörtliche nehmen. Denn wie eine neue Studie ergeben hat, kann angenehme Musik einen großen Einfluss auf unsere Herzgesundheit haben. Dabei ist es egal, was gespielt wird, solange uns die Musik gefällt.

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Musik macht das Herz gesund

Musik macht das Herz gesund

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Wenn schöne Musik gespielt ist, wird uns warm ums Herz. Dieser Eindruck täuscht nicht. Denn wenn wir Musik hören, geschieht auch etwas mit unserem Herzen. Denn wie eine Studie aus Serbien ergeben hat, kann Musik bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung die Gefäßfunktion verbessern. Das heißt, die Elastizität der Gefäßwände effektiviert sich; das Herz wird kräftiger und das Herzinfarktrisiko nimmt ab.

Sport und Musik

„Im Zusammenhang mit kardiovaskulären Risikofaktoren und bei kardiovaskulären Erkrankungen büßt das Endothel, also die Innenwand von Gefäßen, an Funktionsfähigkeit ein“, so Studien-Koautorin Prof. Marina Deljanin Ilic (Universität Nis, Niska Banja, Serbien). „Nachdem insbesondere die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) durch das Endothel für die Gefäße eine wichtige Rolle spielt, ist heute die Verbesserung der Endothelfunktion ein wichtiges Therapieziel bei Koronarpatienten. “ Die besten Ergebnisse erzielten die Forscher, wenn ihre Patienten regelmäßig Musik mit körperlichem Training kombinierten.

Die Studie

Im Rahmen der Studie untersuchten die Mediziner 74 Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit. Diese wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die einen absolvierten ein medizinisch- überwachtes Fitnesstraining, die zweite machte dasselbe Trainingsprogramm und hörte zusätzlich täglich 30 Minuten lang von den Teilnehmern jeweils individuell bevorzugte Musik. Die dritte Gruppe hörte nur Musik.

Das Ergebnis

Schon nach drei Wochen zeigte sich eine Verbesserung bei den Gefäßfunktionen in allen drei Gruppen, wobei die Werte bei der Musik- und Sport-Gruppe die besten waren. Dass Sport die Herzfunktionen verbessert, ist dabei keine Überraschung. Spannend dagegen war, dass alleine das Hören von Musik die Gefäßfunktionen verbessert. Auch wenn die Testteilnehmer nur Musik hörten, profitierten ihre Gefäße. Auch die körperliche Belastbarkeit verbesserte sich bei allen Teilnehmern. Bei der Trainings-Gruppe um 29 Prozent, bei der Trainings- und Musik-Gruppe um 39 Prozent und bei der Musikgruppe immerhin noch um 19 Prozent.

Die Erklärung

„Dass das Hören von als angenehm erlebter Musik zu einer Verbesserung der Endothelfunktion beiträgt, könnte mit der Ausschüttung von Endorphinen und deren Effekt auf die NO-Bildung zu tun haben“, so Prof. Deljanin Ilic. „Welche Musik dafür geeignet ist, hat ausschließlich mit persönlichen Vorlieben zu tun, sie sollte jedenfalls als angenehm und entspannend erlebt werden.“

Quelle: ESC Abstract P5797 – Effects of music therapy on endothelial function in patients with coronary artery disease participating in rehabilitation

Bildnachweis: fizkes / stock.adobe.com

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