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Musik beim Joggen: Leistungsfördernd oder ein Risiko?

Lesezeit: 2 Minuten Viele Menschen nutzen die Musik, um sich die Zeit beim Joggen zu vertreiben. Mit Walkmans, MP3-Playern oder anderen tragbaren Musikgeräten wird das Joggen angenehmer gestaltet. Hat die Musik aber vielleicht auch noch einen anderen Vorteil? Wirkt sie sich leistungssteigernd aus? Oder stellt Musik beim Joggen gar ein Risiko dar?

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Musik beim Joggen: Leistungsfördernd oder ein Risiko?

Musik beim Joggen: Leistungsfördernd oder ein Risiko?

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Um den inneren Schweinehund zu besiegen und die gefühlte Laufzeit zu verkürzen, ist Musik hören beim Joggen sicherlich hilfreich. Die Ablenkung von den körperlichen Strapazen kann aber besonders dann zu einem Problem werden, wenn die Warnsignale des Körpers nicht beachtet oder aufgrund der Musikbegleitung falsch eingeschätzt werden. Gerade bei längeren Strecken oder Marathonrennen sollte die Reaktion des Körpers genau im Auge behalten werden.

Wissenschaftlich bewiesen ist jedoch die Tatsache, dass die Musik eine euphorisierende Wirkung auf den Menschen hat. Beim Joggen ist dies natürlich nicht anders. Hört man seinen Lieblingssong und weist dieser noch schnelle Rhythmen auf, dann kann Musik über schwierige Momente hinweghelfen. Der Jogger fühlt sich angetrieben von den schnellen Beats und nimmt die aufputschende Wirkung gerne mit.

Musik kann beim Joggen den Laufrausch noch steigern

Bei vielen Volksläufen haben die Veranstalter diesen positiven Effekt erkannt und postieren an diversen Streckenpunkten Bands, die Livemusik spielen. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass Jogger in eine Art Laufrausch gelangen können. Wenn dann die Musik den Rausch noch zusätzlich steigert, kann dies zu einer brisanten Mischung werden. Erschöpfung oder Verletzungen können die Folge sein.

Testen Sie vor längeren Läufen unbedingt aus, welche Wirkung Musik auf Sie hat oder in Extremsituationen haben könnte. Besonders zu schnelle Musik kann zu einem Problem werden, da das Tempo von Beginn an zu hoch angesetzt ist. Gerade für Laufanfänger ist es daher empfehlenswert, mit einem Pulsfrequenzmesser zu joggen, um Überanstrengung zu vermeiden.

Musik beim Joggen: Lieber Tempo rausnehmen

Hat man das Gefühl, dass ein kritischer Punkt erreicht ist, heißt es sowohl für die Musik- als auch die Laufgeschwindigkeit: lieber Tempo rausnehmen.

Erfahrene Jogger kennen ihren Körper sehr gut und können besser einschätzen, wann eine bestimmte Grenze erreicht ist und sie sich zu sehr von der Musik haben leiten lassen. Auf gar keinen Fall sollten Jogger die Signale des Körpers ausblenden. Nicht zu vergessen sind mögliche Schäden für die Ohren. Viele Jogger hören ihre Lieblingsmusik viel zu laut.

Wenn Sie auf Musik beim Joggen verzichten möchten, dann nehmen Sie beim nächsten Mal Ihren Körper genau unter die Lupe. Welche Reaktion zeigt er in bestimmten Momenten des Trainings? Wie wirkt sich die Atmung aus? Wie ist der Laufstil? Wie nehmen Sie die Umwelt wahr? Auch diese Überlegungen und die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper können eine ablenkende Wirkung haben.

Bildnachweis: silverkblack / stock.adobe.com

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