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Multikultureller Urlaub? In Malmö ist das möglich!

Lesezeit: 3 Minuten Welche Sprache spricht man in Malmö? Schwedisch natürlich - aber auch 100 weitere Sprachen, denn in Malmö leben Menschen aus 164 Nationen. Außerdem ist Malmö die Stadt mit den meisten Restaurants in Schweden - über 600 gibt es! Sie möchten mehr über die kosmopolitischste Stadt Europas erfahren? Dann lesen Sie hier weiter.

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Multikultureller Urlaub? In Malmö ist das möglich!

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Malmö, die drittgrößte Stadt Schwedens, die im 13. Jahrhundert von den Dänen gegründet wurde, hat in den letzten Jahren, seit sie über die gewaltige Öresundbrücke mit Kopenhagen verbunden ist, einen erstaunlichen Wandel durchlebt.

Während die beiden Städte zu einer der dynamischsten Großstadtregionen Nordeuropas zusammengewachsen sind, hat sich die Innenstadt Malmös zum Meer hin ausgebreitet und das alte Hafengebiet mit dem ganz neuen Stadtteil Västra Hamnen und das daneben liegende Dock "zurückerobert".

Multikulturelles Malmö: Hier sind Menschen aus 164 Nationen zuhause
Nur fünf Gehminuten vom mittelalterlichen Stadtkern Malmös entfernt ist hier (ursprünglich für die europäische Wohnungsmesse Bo01) eine faszinierend moderne Landschaft entstanden, die mit dem Wolkenkratzer "Turning Torso" als Wahrzeichen zum Öresund hin eine Front bildet. Der "Turning Torso", dessen neun Kuben mit insgesamt 54 Etagen sich von unten bis oben um 90 Grad winden, ist mit 190 Metern das höchste Gebäude Schwedens.

Trotz der Weitläufigkeit ist Malmö eine kleine, überschaubare, gemütliche Stadt geblieben, in der alles bequem zu Fuß zu erreichen ist. Einzigartig für Malmö ist zudem, dass in der Stadt 164 unterschiedliche Nationalitäten zuhause sind und über 100 Sprachen gesprochen werden, was sich auf wohlschmeckende Art in einer schier endlosen, kulinarischen Vielfalt widerspiegelt. Mehr als 600 Restaurants gibt es in Malmö – so viele, wie sonst nirgendwo in Schweden.

Der alte Stadtkern der Multikulti-Metropole Malmö
Der alte Stadtkern von Malmö ist klein und gruppiert sich um den großen Marktplatz Stortorget, den kleinen Marktplatz Lilla Torg sowie um den Gustav Adolf und den David Hall Platz. Der Stortorget ist Malmös zentraler Platz, der in den 1530er Jahren angelegt wurde. Mittelpunkt des Platzes ist das 1546 im Stil der niederländischen Renaissance erbaute Rathaus. Hier steht auch die Reiterstatue König Karl X. Gustavs, der Schonen von den Dänen eroberte.

Kein anderer Platz in Malmö hat jedoch so viel Charme wie der Lilla Torg, um den herum sehr viele Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert liegen und der ein beliebter Treffpunkt der Malmöer ist. Hier findet auch der sehr beliebte traditionelle Weihnachtsmarkt statt.

In einer Straße hinter dem Stortorget steht die Kirche St. Petri (St. Petri Kyrka), Malmös Dom und das älteste Gebäude der Stadt, das im frühen 12. Jahrhundert nach dem Vorbild der Lübecker Marienkirche errichtet wurde. Die Festung Malmöhus, 1434 vom König der nordischen Union, Erich von Pommern, errichtet, ist die älteste erhaltene Renaissanceburg Skandinaviens und beherbergt heute Kunstmuseum, Aquarium und Tropikarium.

Schwedens Zentrum der Kunstmuseen und Galerien
Das Malmöer Kunstmuseum, eines der größten Museen Schwedens, das im Malmöhus untergebracht ist, zeigt eine beeindruckende Dauerausstellung von Bildkunst und Kunstgewerbe vom 15. Jahrhundert bis heute. Die Sammlung zeitgenössischer skandinavischer Kunst ist eine der größten der Welt und es gibt zahlreiche andere Höhepunkte wie beispielsweise die beeindruckende Sammlung russischer Kunst vom Anfang des 20. Jahrhunderts.

Das Ausstellungsprogramm ist vielfältig und in der großen Galerie werden wechselnde Ausstellungen von schwedischen und internationalen Künstlern gezeigt.
 


Die 1975 eröffnete Malmöer Kunsthalle "Malmö Konsthall" in der St. Johannesgatan, ist eines von Europas größten und schönsten Zentren für moderne Kunst mit einem imponierenden, abwechslungsreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm, das große Ausstellungen moderner Klassiker, aber auch die extreme Avantgarde umfasst. Rund zehn Ausstellungen finden jährlich statt. Im Mittelpunkt der permanenten Ausstelung steht das Vermächtnis der Sammler Jules und Karin Shyl mit Werken zeitgenössischer Künstler wie Per Kirkeby, Richard Serra und Miroslav Balka.

Auch ohne Kunst zu mögen ist das Gebäude, das für seine Licht durchfluteten, einmaligen weißen Räume berühmt ist, schon deshalb einen Besuch wert. Und das dem Museum angeschlossene Restaurant Smak, in dem ein legendärer Sonntagsbrunch serviert wird, ist eine Attraktion für sich. Aber auch der private Kunstmarkt ist äußerst dynamisch – allein im Stadtzentrum liegen mehr als 50 private Galerien, von denen viele einen hohen internationalen Standard haben.  

Anreise-Tipp: Fliegen Sie bis Kopenhagen und erleben Sie auf diese Weise zwei Städte an einem Wochenende. Von Kopenhagen sind es nur 30 Minuten mit dem Zug über die Öresundbrücke. Schweden und Dänemark gehören nicht der Eurozone an, EC-Karten werden aber überall akzeptiert.

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