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Moos im Rasen: Belüften und Düngen hilft dem Rasen immer

Lesezeit: 2 Minuten Frühjahr: Überall scheint hellgrünes Moos im Rasen durch. Flächen, die im Herbst noch gut aussahen, haben über den Winter stark gelitten. Ich zeige Ihnen anhand vom Moos, was Ihr Rasen braucht, um wieder zu gedeihen und wie Sie Moos wirkungsvoll bekämpfen.

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Moos im Rasen: Belüften und Düngen hilft dem Rasen immer

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Moos im Rasen: Die Ursachen

  • Zu viel Feuchtigkeit oder Staunässe
  • Nährstoffmangel
  • Zu saurer Boden
  • Viel Schatten, wenig Sonnentage

Dies sind die Faktoren, die zu einer raschen Vermehrung des ungeliebten Moos im Rasen führen. Schauen wir sie uns der Reihe nach an. Ich zeige Ihnen, wie Sie erkennen, welche Ursachen bei Ihnen zutreffen und was zu tun ist.

Moos im Rasen entsteht bei viel Feuchtigkeit und Staunässe

Jetzt im Frühjahr sind bei uns die Flächen meist sehr feucht. Problematisch wird es zusätzlich, wenn das Wasser nicht versickern kann oder der Boden unter der obersten Erdschicht verdichtet ist, bei sogenannter Staunässe. Dies tritt häufig auf, wenn nach einem Neubau nicht genug Mutterboden im Garten aufgebracht wurde.

Die erste Maßnahme lautet daher im Frühjahr: Vertikutieren, also belüften

Entweder mit dem Eisenrechen oder maschinell mit dem Vertikutierer. Dabei wird der Rasenfilz aus abgestorbenen Halmen und Wurzeln um die kleinen Graspflänzchen herum entfernt, ebenso relativ viel Moos. Der Rasen kann wieder atmen und die einzelnen Gräser breiten sich aus. Am besten vertikutieren Sie im Frühjahr und/ oder im Herbst.

Moos im Rasen: Extratipp

Eine weitere Methode und auf schweren Böden besonders empfohlen, ist das Aerifizieren. Mit einem Gerät, dem Aerifizierer, oder auf kleineren Flächen von Hand werden in regelmäßigen Abständen Löcher in den Boden gebohrt. Bis zu 10 Zentimeter tief, bis zu 400 Löcher pro Quadratmeter.

Die Erde wird herausgenommen, und stattdessen (Quarz-) Sand eingerecht. Sportplätze oder verdichtete Flächen bekommen oft eine solche Behandlung. Das Wasser fließt leichter ab, der Sand sorgt für eine dauerhafte Durchlüftung.

In unseren Hausgärten können wir es uns leichter machen und eine dünne Schicht Sand direkt nach dem Vertikutieren aufbringen (1-2 l pro qm). Er wird oberflächlich mit einem Eisenrechen eingearbeitet und sorgt für einen lockeren Boden.

Düngen statt Moos

Düngen ist unerlässlich. Normalerweise würde die Natur das Schnittgut in Nahrung umwandeln – aber wir entfernen es, also müssen wir nachdüngen. Am besten mit Qualitätsrasendünger oder eigenem, gut verrotteten Kompost. Blaukorn, Hornspäne und ähnliches sind zu einseitig. Der enthaltene Stickstoff fördert nur das Wachstum der Halme, die Pflanzen werden nicht robust, verwurzeln nicht richtig und sind damit nicht so strapazierfähig.

Rasenfachleute empfehlen zwei bis drei Düngergaben pro Saison. Die erste Düngung erfolgt je nach Witterung ab April. Bei normalen Langzeitdüngern (100 Tage Langzeitwirkung) muss im Sommer noch einmal gedüngt werden. Eine zusätzliche Herbstdüngung dankt der Rasen mit einem gesunden und kraftvollen Start im Frühjahr.

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie über sauren Boden und Schatten als Ursache für Moos im Rasen.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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