Haus & Garten Praxistipps

Moos im Rasen: 5 wirkungsvolle Mittel zur Bekämpfung

Lesezeit: 2 Minuten Wenn sich der schöne englische Rasen in eine Mooslandschaft verwandelt, sind viele Gartenbesitzer ratlos. Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von Nährstoffmangel bis zu Staunässe.

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Moos im Rasen: 5 wirkungsvolle Mittel zur Bekämpfung

Moos im Rasen: 5 wirkungsvolle Mittel zur Bekämpfung

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Doch mit einigen einfachen Tipps ist es möglich, die grüne Oase wieder in ein gepflegtes und optisch ansprechendes Paradies zu verwandeln.

1. Die wichtigste Maßnahme gegen Moos im Rasen: vertikutieren

Zunächst einmal müssen Sie das bereits vorhandene Moos aus dem Boden entfernen. Wurde diese Aufgabe früher noch mühsam mit dem Rechen erledigt, stehen Ihnen heute zahlreiche Vertikutiergeräte zur Verfügung, die sich ohne große Muskelkraft bedienen lassen. Wichtig: Vor dem Vertikutieren müssen Sie den Rasen erst einmal so kurz wie möglich mähen. Anschließend führen Sie den Vertikutierer zunächst in Längs- und dann in Querbahnen über den Rasen. Der Boden sollte etwa ein bis zwei Millimeter eingeritzt werden, gute Vertikutierer lassen sich entsprechend einstellen.

2. Spezielle Vernichtungsmittel helfen gegen Moos im Rasen

Im Handel bekommen Sie eine Vielzahl an Moosvernichtungsmitteln, mit denen auch das hartnäckigste Moos nach wenigen Tagen abstirbt. Am besten bringen Sie das Mittel zusammen mit einem guten Dünger auf den Rasen auf. Vorsicht ist geboten bei Moosvernichtern mit Eisen-II-Sulfat. Sie sind zwar effektiv, können aber bei einer zu großzügigen Anwendung den Rasen übersäuern, was wiederum ins Gegenteil umschlagen und den Wuchs von Moos begünstigen kann.

Moosvernichter mit Quinoclamin oder Essigsäure sind dagegen unbedenklicher. Wichtig: Moosvernichter mit Eisen-II-Sulfat und Quinoclamin sollten idealerweise bei feuchter Witterung aufgetragen werden, bei Mitteln mit Essigsäure muss der Boden dagegen trocken sein.

3. Lockern Sie Ihren Boden auf

Ein verdichteter oder zu lehmiger Boden führt früher oder später zu Staunässe. Eine solche Umgebung bietet dem Moos im Rasen perfekte Bedingungen, so dass hier Abhilfe geschaffen werden muss. Nach dem jährlichen Vertikutieren sollten Sie darum eine ordentliche Schicht Sand auf den Rasen auftragen.

Sie darf ruhig zwei bis drei Zentimeter hoch sein, so dass Sie gerade noch die Spitzen der Grashalme sehen. Wer seinen Rasen gerade neu anlegt, arbeitet als Vorbeugung am besten gleich eine größere Menge Sand in den Boden ein. Dies verhindert ebenfalls die Bildung von Moos im Rasen

4. Holzasche, die preiswerte Alternative gegen Moos im Rasen

Wer zu Hause einen Kamin besitzt, sollte die anfallende Holzasche ruhig sammeln und hin und wieder auf den Rasen beziehungsweise auf die von Moos befallenen Stellen auftragen. Sie entzieht dem Boden die für das Mooswachstum erforderlichen Nährstoffe und kann einen sauren Untergrund neutralisieren. Achten Sie jedoch darauf, nur absolut saubere Holzasche zu verwenden.

Nutzen Sie in Ihrem Kamin beispielsweise Papier mit Druckerfarbe, dürfte diese Asche nicht auf den Rasen gelangen. Ansonsten würden schädliche Stoffe in den Boden eindringen, was die Gesundheit der Gräser negativ beeinflusst.

5. Problempunkt Schattenrasen: was Sie hier gegen Moos tun können

Eine sehr schattige Lage fördert das Wachstum von Moos im Rasen. Wählen Sie darum immer eine geeignete Rasensorte aus und mähen Sie den Rasen an schattigen Stellen nicht zu kurz. Eine Länge von 5,0 bis 6,0 Zentimetern sollte nach Möglichkeit nicht unterschritten werden, damit das Gras auch in dunkleren Lagen immer genug Licht einfangen kann. Achten Sie außerdem darauf, den Rasen im Sommer ausreichend zu wässern, auch wenn die Sonne die befallenen Stellen gar nicht erreicht.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördert die Gesundheit des Rasens, so dass er sich im Wettkampf mit dem Moos besser durchsetzen kann und widerstandsfähiger wird. Achtung: Unter Bäumen wie Rosskastanien oder Buchen wächst generell kein Rasen. Möchten Sie hier das Wachstum von Moos verhindern, sollten Sie robuste Bodendecker pflanzen.

Bildnachweis: lpictures / stock.adobe.com

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