Gesundheit Praxistipps

Mit welchem Kopflausmittel sollte man Kopfläuse am besten behandeln?

Lesezeit: 2 Minuten Kopflausmittel gibt es viele, einige davon sind wirkungslos oder sogar für den Menschen schädlich. Das Umweltbundesamt hat Wirkstoffe gegen Kopfläuse getestet. Nur die Kopflausmittel, die auch wirklich zur Bekämpfung von Kopfläusen geeignet sind und deren Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte, dürfen von den Gesundheitsämtern empfohlen werden.

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Mit welchem Kopflausmittel sollte man Kopfläuse am besten behandeln?

Mit welchem Kopflausmittel sollte man Kopfläuse am besten behandeln?

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Damit die Behandlung gegen Kopfläuse auch wirksam ist, hat das Umweltbundesamt verschiedene Wirkstoffe in Kopflausmitteln getestet

Ein wirkungsloses Läusemittel macht wenig Sinn und belastet die betroffenen Kinder und Eltern. Aus diesem Grund hat das Umweltbundesamt Wirkstoffe gegen Kopfläuse getestet. Die Kopflausmittel müssen hundertprozentig wirksam sein, ohne jedoch größere Nebenwirkungen zu haben. Jeder Läusebefall muss behandelt werden, denn die Kopfläuse gehen nicht von alleine weg, sie breiten sich ohne Behandlung immer weiter aus.

Welche Wirkstoffe dürfen nach § 18 lfSG für die Behandlung von Kopfläusen eingesetzt und von den Gesundheitsämtern empfohlen werden?

Es gibt zwei Arten von Kopflausmitteln, dies sind die physikalisch wirksamen und die chemisch wirksamen Mittel gegen Kopfläuse. Die Anwendung von chemisch wirksamen Kopflausmitteln ist oftmals nicht unbedenklich, weil die Läuse abtötenden Wirkstoffe auch in den menschlichen Körper gelangen.

Zu den physikalisch wirksamen Kopflausmitteln gehören

  • Kopflausmittel mit Sojaöl, Kokosderivaten, Dimeticon (Silikonöl) oder Neemöl

    Sie sind eine gute Alternative zu den nachfolgend beschriebenen, chemisch wirkenden Mitteln gegen Kopfläuse. Die physikalisch wirkenden Kopflausmittel verschließen in der Regel die Atemöffnungen der Läuse. Bereits nach einer Einwirkzeit von zehn Minuten ersticken die Kopfläuse.Die Nissen werden in ihrer Entwicklung gehemmt. Damit werden die Vermehrung und die Ausbreitung der Kopfläuse verhindert. Resistenzen sind ausgeschlossen, denn gegen den Erstickungstod der Kopfläuse gibt es keine Resistenz.

Zu den chemisch wirkenden Kopflausmitteln gehören:

  • Pyrethrin

    Der Pyrethrumblüten-Extrakt wird aus bestimmten Chrysanthemen gewonnen, die in Kenia beheimatet sind. Der Wirkstoff aus dem Pyrethrumblüten-Extrakt ist das Pyrethrin, das die Nervenzellen der Kopfläuse angreift und sie so vernichtet. Allerdings ist die Anwendung dieses Insektizids nicht unbedenklich und kann zu Resistenzen führen.

  • Permethrin

    Der Wirkstoff Permethrin ist ein synthetisches Pyrethroid. Permethrin ist gegen alle Entwicklungsstadien der Läuse wirksam, denn es tötet die Läuse zuverlässig ab. Permethrin hat eine Langzeitwirkung, deshalb ist ein Behandlungserfolg relativ sicher, wenn die Behandlung gegen die Kopfläuse sachgerecht durchgeführt wurde.Allerdings hat Permethrin eine hohe Resistenzbildung. Genaue Zahlung gibt es nur aus unseren Nachbarländern und dort sind bis zu 70 Prozent der Kopfläuse gegen den Wirkstoff Permethrin resistent geworden.

Die Behandlung mit Kopflausmitteln sollte sofort eingestellt werden, wenn Hautreaktionen auftreten. Es kann sich dabei um eine Allergie gegen einen der Wirkstoffe handeln. In diesem Fall ist ein Arzt aufzusuchen.

Bildnachweis: RFBSIP / stock.adobe.com

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