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Mit Schüßlersalzen Blutungen stoppen und Eisenmangel beheben

Lesezeit: 3 Minuten Wenn man zu heftigen Menstruations-, Nasen- oder Darmblutungen neigt, kann einen schon der Gedanke daran in Panik versetzen. Starker Blutverlust kann zu Eisenmangel und Schwächezuständen führen. Soweit braucht es nicht zu kommen, denn Blutungen lassen sich oft schnell mit Hilfe von Schüßlersalzen eindämmen. Aber auch wenn bereits Eisenmangel besteht, kann man ihn mit denselben Mitteln beheben.

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Mit Schüßlersalzen Blutungen stoppen und Eisenmangel beheben

Mit Schüßlersalzen Blutungen stoppen und Eisenmangel beheben

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Wirksamkeit von Schüßlersalz Nr. 3 bei Blutungen

Das Schüßlersalz Nr. 3, Ferrum phoshoricum D 12, hat sich nach meiner Erfahrung bei unterschiedlichen, starken Blutungen bewährt, die sich wie Wasser, Faden ziehend oder klumpig aus Körperöffnungen ergießen. Häufig sind sie durch die Kombination von einer vermehrten Blutansammlung im Gewebe (Hyperämie), die infolge eines physiologischen, natürlichen Vorgangs oder einer Verletzung auftreten kann, und einem Eisenmangel oder erhöhten Eisenbedarf bedingt.

Bei jeder erhöhten Zellaktivität, z. B. infolge von Sport, Menstruation, einer Entzündung oder Verletzung, steigt der Sauerstoff- und damit einhergehend der Eisenverbrauch. Ferrum phosphoricum, das potenzierte Eisenphosphat hilft nicht selten, diesen erhöhten Bedarf zu decken und insbesondere folgende Blutungen zu regulieren oder zu stoppen:

  • Husten mit blutigem Auswurf
  • Nasenbluten
  • blutiger Durchfall
  • Bluten innerer Schleimhäute
  • starke Menstruationsblutung
  • Blutungen aus Wunden

Fallbeispiele 1: Nasenbluten

Bei verschiedenen Kindern trat, ausgelöst durch äußere, mechanische Einwirkungen, Nasenbluten so heftig auf, dass trotz der angewandten Selbsthilfemaßnahmen (Oberkörper aufrichten und Blut aus der Nase fließen lassen, zusätzlich ein kaltes Tuch auf den Nacken legen und schließlich mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügeln mindestens 5 Minuten zusammenpressen) die wässrige Blutung weiterströmte und nicht zum Stillstand kommen wollte. In manchen Fällen hatte der behandelnde Arzt mit blutstillenden Tupfern versucht, die Nasenblutung zu stoppen und bereits den Müttern empfohlen, die betreffenden Schleimhautgefäße veröden zu lassen.

Diese, für Kinder unangenehme und daher unter Narkose auszuführende Maßnahme erübrigte sich immer dann, wenn sie das Schüßlersalz Ferrum phosphoricum D 12 verabreicht bekamen. Denn wenn sie langsam in etwa bis zu 6 Tabletten im Mund zergehen ließen, hörte das Bluten auf einmal auf.

Fallbeispiele 2: Beeinträchtigende Menstruationsblutungen

Einige Patientinnen bluteten während ihrer Menstruation so stark, dass sie häufig ihren Doppelschutz aus Tampon und Binde wechseln mussten, um ein Auslaufen von Blut verhindern zu können. Eine Patientin musste sich ständig in der Nähe einer Toilette aufhalten, um einem Durchbluten vorbeugen zu können. Ferrum phosphoricum D 12, bis zu 10 Tabletten täglich, halfen diesen Patientinnen, ihre Blutungen auf ein normales Maß zu reduzieren.

Eine immungeschwächte Patientin mit langer Krankenvorgeschichte und überstandenem Krebs benötigte während ihrer Menstruation zusätzlich zu Ferrum phosphoricum D 12 das Schüßlersalz Nr. 2, Calcium phosphoricum D 6, um einem zuvor häufig in diesen Zeiten auftretenden Infekt vorzubeugen und einen Energie- und Mineralienverlust auszugleichen.

Fallbeispiel 3: Blutverlust durch Operation

Eine Frau, Ende 70, bei der man den Bauchspeicheldrüsenkrebs rechtzeitig, bevor es zu Metastasen kam, festgestellt hatte, hatte man, um das Tumorgewebe zu entfernen und um die weitere Ausbreitung dieser gefährlichen Krebsart zu verhindern, in einer gut 10-stündigen Operation den Kopf der Bauchspeicheldrüse und  einen Teil der anschließenden Strukturen entfernt. Schon im Krankenhaus hatte man ihr, um den durch die lange Operation bedingten Blut- und Mineralienverlust auszugleichen, Eisen- und Magnesium-Tabletten gegeben.

Trotzdem schien sie nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus nicht wieder zu Kräften zu kommen und litt unter starken Krämpfen. Daher konnte ich sie dazu bewegen, Ferrum phoshoricum D 12 und Magnesium phosphoricum D 6 auszuprobieren. Ich bat sie, jeweils bis zu 10 Tabletten täglich, außerhalb der Mahlzeiten, langsam auf der Zunge zergehen zu lassen.

Schnell gewann sie wieder an Energie und Vitalität und auch die Krämpfe verschwanden.

Fallbeispiel 4: Eisenmangelanämie

Bei einem Mann trat infolge Colitis ulcerosa (blutiges Dickdarmgeschwür) und schulmedizinischer Immunsuppression wiederholt eine Eisenmangelanämie auf, die sich früher kaum mit oralen (durch den Mund einzunehmenden) Eisenpräparaten hatte beheben lassen, so dass er sich erneut eine intravenöse Eisenfusion verabreichen lassen wollte.

Da er zu Allergien bis hin zu allergischen Schocks neigte, teilte ich ihm mit, dass sich Schweizer Ärzte hierzu kritisch äußern würden, und zitierte den Züricher Arzt Felix Huber: „Eine Infusionsbehandlung ist unverhältnismäßig und ein unnötiges Risiko, denn es besteht die Gefahr eines allergischen Schocks.“

Ebenso warnt der „Gesundheitstipp“-Arzt Thomas Walser vor der unbedachten Infusionsbehandlung: „Sie ist nur angezeigt, wenn die orale Aufnahme nicht möglich ist. Die Tablettentherapie dauert zwar viel länger, weil nur etwa ein Zehntel des Eisens über den Dünndarm aufgenommen werden kann, aber sie hat dafür keine gefährlichen Nebenwirkungen.“
Wie die zuvor erwähnte Frau ließ auch dieser Patient sich darauf ein, Schüßlersalze einzunehmen:

Ferrum phoshoricum D 12, Magnesium phosphoricum D 6 (wegen nervös bedingter Verdauungsstörungen, Verspannungen und Nervenentzündungen) und zusätzlich Calcium phosphoricum D 6 (wegen seiner Allergien, Blutarmut und Schwächezustände) sowie weitere homöopathische Arzneien.

Bei der nächsten Blutuntersuchung einige Wochen später waren seine Eisenparameter im Normbereich und die Darmblutungen hatten aufgehört.

Fazit

Von allen Schüßlersalzen setze ich am häufigsten Ferrum phosphoricum D 12 ein. Ich verwende es bei allen Arten von unerwünschten oder übermäßigen Blutungen, sogar infolge von Verletzungen. Bislang hat es bei allen Patienten, die allerdings kein blutverdünnendes und gerinnungshemmendes Medikament wie Marcumar eingenommen hatten, seinen Zweck erstaunlich schnell erfüllt und weit effektiver gewirkt als andere Eisenpräparate.

Weitere Informationen zur Therapie chronischer Erkrankungen erhalten Sie hier:

Bildnachweis: Monika Wisniewska / stock.adobe.com

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