Naturheilkunde Praxistipps

Mit Pflanzenkraft gegen Stress und drohenden Burnout

Lesezeit: 3 Minuten Seit Jahrtausenden nutzen die Menschen die Heilkraft der Pflanzen gegen die verschiedensten Erkrankungen. Auch für die Behandlung von Stress kann die Pflanzenkraft genutzt werden. Die Phytotherapie bietet Behandlungsmöglichkeiten gegen Depressionen, Angst- und Erschöpfungszustände, die Anfangssymptome von Burnout sein können.

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Mit Pflanzenkraft gegen Stress und drohenden Burnout

Mit Pflanzenkraft gegen Stress und drohenden Burnout

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Finden Sie mit der Phytotherapie zur inneren Balance zurück

Wenn Sie an Schlafstörungen, Depressionen, Antriebslosigkeit, Erschöpfung und ständiger Müdigkeit leiden, können dies Stresssymptome oder die Anzeichen für eine beginnende Burnout- Erkrankung sein. Hören Sie auf die Warnungen Ihres Körpers!

Mit Entspannungsübungen, Autogenem Training und Meditieren können Sie den Weg zurück in einen entspannten Alltag finden. Helfen können Ihnen auch pflanzliche Wirkstoffe, die nervöse Unruhe- und Angstzustände, Einschlaf- und Durchschlafstörungen und depressive Verstimmungen gezielt bekämpfen.

Die Pflanzenheilkunde ist eine wirksame Therapieform

Auch heute noch zählt die Phytotherapie zu den am meisten angewendeten Behandlungsformen. Aus Blüten, Blättern, Stängel und Wurzeln von Pflanzen können wirksame Arzneimittel hergestellt werden. Teeaufgüsse lösen mit Hilfe von Wasser wertvolle Pflanzeninhaltsstoffe aus den Pflanzenteilen heraus.

Für einen Tee werden meist die getrockneten Pflanzenbestandteile verwendet. Für die Herstellung von pflanzlichen Extrakten verwendet man so genannte Auszugsmittel. Eines der am häufigsten verwendeten Auszugsmittel ist der Alkohol (Ethanol oder Methanol). Er kann wertvolle Inhaltstoffe aus den Pflanzen lösen, die unter Umständen durch Wasser nicht gelöst werden können. Pflanzenextrakte können getrocknet und dann weiterverarbeitet werden. So wird es möglich, dass aus einem Extrakt Tabletten, Kapseln, Tropfen oder Salben entstehen.

Welche Pflanzen eignen sich am besten zur Bekämpfung von Stress?

Die Passionsblume (Passiflora incarnata)

Sie hat sich besonders bei nervösen Unruhe- und Angstzuständen bewährt. In einem Versuchsmodell erreichte die sedierende Wirkung von Passionsblumenextrakt etwa ein Drittel des Effektes von Diazepam. In einem anderen Versuch war die angstlösende Wirkung der Passionsblume mit dem Effekt des chemischen Wirkstoffes Oxazepam vergleichbar.

Ein Tee mit Passionsblumenkraut kann Ihnen gegen Ihre Stresssymptome helfen: Übergießen Sie einen gehäuften Teelöffel Passionsblumenkraut mit etwa 200 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee etwa sieben Minuten ziehen. Dann den Tee durch ein Sieb schütten und schluckweise trinken. Eine große Tasse Passionsblumentee vor dem Schlafengehen getrunken wirkt gezielt gegen Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Wer keinen Tee trinken mag, kann auch Tabletten, Kapseln oder Tropfen mit Passionsblumenextrakt einnehmen.

Die Melisse

Sie lindert Nervosität und Spannungszustände. Die Blätter der Melisse werden wegen ihrer beruhigenden und krampflösenden Eigenschaften sehr geschätzt. Melissentee und Melissenextrakte in Form von Tropfen, Tabletten oder Kapseln wirken gegen nervöse Spannungen und Einschlafstörungen. Die krampflösende Wirkung der Melisse wird auch bei Magen- und Darmbeschwerden geschätzt.

Wer frische Melisse im Garten hat, kann sich damit einen Tee aus frischen Pflanzenteilen herstellen. Dazu einfach die geerntete Melisse unter lauwarmen Wasser gut abwaschen. Die Melissenstängel mit den Blättern nach unten in eine Glaskanne hängen und mit kochendem Wasser überbrühen. Gut eine Viertelstunde ziehen lassen und dann den wohlschmeckenden Tee trinken.

Der Baldrian

Die Wirkung des Baldrians ist recht vielfältig. Er wirkt angstlösend, schlaffördernd, muskelentspannend und beruhigend bei nervöser Anspannung. Baldrian hilft bei Schlafstörungen, Reizbarkeit und innerer Unruhe. Katzen lieben den Geruch von Baldrian. Aus diesem Grund wird er auch als Katzenkraut bezeichnet.

Ein Baldriantee hilft gegen Stress. So können Sie sich einen beruhigenden Baldriantee zubereiten:

1 gehäufter Teelöffel Baldrian mit etwa 200 ml kochendem Wasser übergießen. Nach etwa 12 Minuten können Sie den Sud durch ein Sieb schütten und den Tee schluckweise trinken.

Das Johanniskraut

Eine beginnende Burnout-Erkrankung ist meist von einer depressiven Stimmung begleitet. Johanniskraut hilft bei depressiver Verstimmung und leichten bis mittelschweren Depressionen. Johanniskraut benötigt einige Zeit, bis die antidepressive Wirkung eintritt. Wenn nach 4 Wochen Eigenbehandlung keine Besserung der Symptome eintritt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Die Behandlung von schweren Depressionen gehört immer in die Hand eines Arztes. Dies gilt auch, wenn sich die Stresssymptome und Angstzustände unter der Behandlung mit pflanzlichen Arzneimitteln nicht bessern.

Um eine besonders gute Wirkung gegen Stress und drohenden Burnout zu erzielen, ist die Einnahme von so genannten Kombinationspräparaten mit mehreren der genannten Arzneidrogen sinnvoll. Die Wirkstoffe ergänzen sich und optimieren den Behandlungserfolg.

Bildnachweis: frogstyle / stock.adobe.com

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