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Mit kleinen Tricks sich selbst motivieren

Lesezeit: 4 Minuten Selbstmotivation ist eine Kunst, die man erlernen kann. Manchen fällt sie leicht, für andere stellt sie ein unüberwindliches Hindernis dar. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Schritte Ihnen helfen, ein wenig kontrollierter und bestimmter Ihre selbstgesteckten Ziele zu erreichen.

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Mit kleinen Tricks sich selbst motivieren

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Ein Instrument erlernen

Am besten fangen Sie noch einmal ganz von vorn an: Gehen Sie zurück ins Kindesalter und erlernen Sie ein Instrument. Dabei spielt es keine Rolle, welches Sie auswählen – Hauptsache, Sie entscheiden sich und praktizieren möglichst oft. Am Ball zu bleiben ist im Erlernen eines Instruments besonders leicht: Verführt durch die Musik, die Selbstbeobachtung bei jedem kleinen Fortschritt, so ist es hier besonders leicht, regelmäßig zu üben.

Das Instrument gibt Ihnen mit jedem Fingerzeig sofort Rückmeldung. Dabei ist es ganz gleichgültig, ob Sie nun musikalisch oder unmusikalisch, besonders begabt oder unbegabt sind: Irgendein Instrument findet sich für jeden.

Besonders leicht haben es natürlich Kinder: Sie verfügen über Zeit, viele freie Gehirnkapazität und die Neigung, sich leicht von etwas Neuem begeistern zu lassen. Aber auch später ist es nicht ausgeschlossen, ein zumindest mittelmäßiges Niveau zu erreichen. Das Wichtige ist weniger das Ergebnis, sondern der Prozess, Fortschritte zu machen und sich selbst dabei zu beobachten. Wenn Sie also über die nötige Freizeit von etwa einer Stunde pro Tag verfügen, könnten Sie diese Option in Betracht ziehen.

Die eigenen Prioritäten setzen und bewusst neu definieren

Nicht jede Sache muss sofort getan werden – manche sind sogar vollkommen überflüssig. Beobachten Sie sich selbst: Wie gestalten Sie Ihren normalen Tagesablauf? Wann entscheiden Sie, was zu tun und wie konsequent gehen Sie dabei vor? – Fällt Ihnen dabei etwas auf?

Wenn Sie sich auf die Momente konzentrieren, in denen Sie vom geplanten Kurs abweichen und in Zerstreuung oder sonstige Ablenkung abdriften, sollten Sie innehalten und eine bewusste Pause einlegen. Denn der menschliche Organismus und Geist sucht sich nicht aus Schwäche in Pausen zu flüchten, sondern aufgrund mangelnden Interesses und mangelnder Planung. Wer seine eigenen Ziele genau kennt und sich entschieden hat, die wichtigsten davon zuerst zu realisieren, kommt gar nicht erst in die Verlegenheit, von diesem Kurs abzuweichen. Arbeitspausen ergeben sich auch in diesem Prozess von selbst.

Bewusst und regelmäßig Unterbrechungen einlegen und sich erholen

Wie konsequent auch immer Sie sich selbst "programmiert" haben: Nutzen Sie die Pausen zur Neubesinnung, legen Sie eine bewusste Zeit der Ruhe und Meditation ein – und tun Sie dies möglichst unter Ausschaltung jeglicher Ablenkung. Denn wenn Sie sich noch ablenken lassen, verliert die Pause an Bedeutung und Sie gewinnen nicht genügend neue Kraft, die Sie zur Fortsetzung Ihrer Arbeit benötigen.

Finden Sie stattdessen einen Platz in Ihrer Umgebung, der geeignet ist und genügend Ruhe ermöglicht, um einmal kurz an nichts zu denken. Alles Weitere stellt sich von selbst ein, die Konzentration findet Sie automatisch wieder.

Das menschliche Gehirn ist leider nicht fähig, mit andauernd gleicher Aufmerksamkeit eine Sache über Stunden hinweg zu verfolgen. Seinen Körper oder seine eigene Konzentration forciert zu überanspruchen und nicht auf Signale zu achten, die eine Unterbrechung Ihrer aktuellen Tätigkeit fordern, führt letztendlich in eine zu starke Spannung und Entkräftung, von welcher Sie sich viel schwerer wieder erholen, als wenn Sie frühzeitig genug eine kleine Pause einlegen.                     

Jedes Ziel verspricht eine Belohnung

Beim Musikspielen erhalten Sie die Belohnung sofort: Sie hören Ihre Fortschritte und können sich an den immer besser werdenden Klängen erfreuen. Bei der überwiegenden Zahl heutiger Arbeitsumgebungen ist der Belohnungsfaktor jedoch marginal ausgeprägt.

Hier bedarf es einer Strategie, wollen Sie nicht im grauen Alltag Ihrer Selbstausbeutung allmählich an Kraft verlieren. Sich kleine Appetithäppchen zurechtzulegen kann hier Wunder wirken. Damit sind vorrangig keine Süßigkeiten gemeint, sondern Dinge, die Ihnen Freude bereiten.

Planen Sie gewisse Zeitabschnitte der Anstrengung – nicht zu lang, auch nicht zu kurz – und legen Sie eine Pause ein, wenn Sie eine Etappe abgeschlossen haben, ganz gleich, ob die Gesamtarbeit erledigt ist oder nicht. Wichtig ist nur, dass Sie die Zeitabschnitte und die Belohnung vorher festlegen und sich an diese Vereinbarung auch halten.

Ein so geplanter Tagesablauf gibt Ihrer Arbeit Struktur, selbst wenn die Tätigkeit an sich monoton und ohne wirkliche Ziele auskommt. Wenn Sie ein Arbeitspensum abzuarbeiten haben und wissen, wie lang Sie für einen bestimmten Teil benötigen, gibt Ihnen die Einteilung in Belohnungsabschnitte zusätzlichen Zeitdruck: Je früher Sie die Arbeit erledigt haben, umso früher können Sie durchatmen und sich auf Dinge konzentrieren, die Sie gern tun.

Jeder Job hat seine positiven Seiten

So schwer es Ihnen unter Umständen fallen mag: Jede Arbeit hat seine positive Seite. Suchen sie sie, denken Sie darüber nach und stellen Sie sich vor, was sie Ihnen nützt. Denn die Konzentration auf den Nutzen war das Argument, welches Sie zu Ihrer gegenwärtigen Arbeit geführt hat. Wenn Sie nun Ihre frühere Motivation wiederholen und ausschmücken, beleben Sie sich selbst und überzeugen sich in den motivatorisch kritischen Momenten.

Finden Sie Ihre Strategie zur dauerhaften Selbstmotivation

Wenn Sie beginnen, mit Sich selbst und Ihrer Arbeitsweise, Pausenzeiten und Zielplanung zu experimentieren, finden Sie neue Mittel und Wege heraus, welche Ihnen helfen können, konsequenter alle Arbeitsabläufe zu meistern. Das Experiment ist wichtig, damit Sie beobachten können, welche Tricks bei Ihnen funktionieren und welche Strategien wirkungslos sind. Es nützt nichts, sich jeden Tag erneut die alten Ziele zu setzen, welche Sie ohnehin nicht einhalten. Dies führt nur zu Enttäuschung, Frust und Demotivation.

Es ist besser, zeitweise auf eines Ihrer Ziele bewusst zu verzichten, als wiederholt ihre Nichterreichung feststellen zu müssen. Solche Ziele können problemlos auch auf später verschoben werden, denn sie werden sowieso nicht heute oder morgen erreicht. Wenn Sie sich darüber klar werden, wird es Ihnen später leichter fallen, sie mit dem nötigen Schwung in Angriff zu nehmen. Jede Arbeit erfordert ein gewisses Pensum an Kraft und Aufwand – den man nicht immer und zu jeder Zeit für alles hat.

Sich selbst zu kennen, die eigenen Ziele zu überdenken und neu zu strukturieren, dann die passende Strategie auswählen und sich entsprechend entlohnen: Dies sind die wesentlichen Bausteine für eine erfolgreiche Selbstmotivation für die Zukunft.

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