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Mit Heilpflanzen gegen Blähungen

Lesezeit: 2 Minuten Heilpflanzen bieten wirksame Hilfe gegen Blähungen. Lernen Sie die wichtigsten kennen. Lassen Sie sich dabei davon überraschen, was Ihr Gewürzregal so alles hergibt. Wir entwickeln außerdem Kriterien für die Zusammenstellung und ein einfacher beispielhafter Tee zur Stärkung der Verdauung wird vorgestellt.

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Mit Heilpflanzen gegen Blähungen

Mit Heilpflanzen gegen Blähungen

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Es gibt eine Fülle von Heilpflanzen, die wirksam gegen Blähungen sind. Die meisten sind als Gewürzkräuter altbekannt. In der Pflanzenheilkunde werden sie auch therapeutisch verwendet. Dabei kommt es auf die richtige Zusammenstellung an. Außerdem ist es sinnvoll ein wenig Ursachenforschung zu betreiben. Kümmel ist zwar im Kohl wunderbar, aber alleine oft nicht ausreichend, wenn es um chronische Blähungen geht.

Dreierlei Ursachen für Blähungen

Generell gilt immer, dass die Verdauungsorgane mit der Menge oder der Art von Nahrungsmitteln überfordert sind. In den unteren Darmabschnitten kommt es dann zur Gasbildung:

  1. Störung der Darmflora durch Antibiotikagabe. Es kommt dabei häufig auch zu unspezifischen Durchfällen
  2. Störungen der Kohlehydratverdauung (Zucker!). Die Blähungen sind eher laut, es gibt Gärung und säuerlichen Geruch. In der Darmflora finden sich Hefepilze.
  3. Faulig stinkende Blähungen sind ein Zeichen für Probleme bei der Zerlegung von Eiweißen.

Die drei beschriebenen Ursachen können natürlich auch zusammen vorliegen.

Heilpflanzen bei Störungen der Darmflora

Nach Antibiotikagabe ist vor allem der Einsatz von Milchsäurebakterien sinnvoll. Die Darmflora baut sich schneller wieder auf. Unterstützend wirken Heilpflanzen mit schwefelhaltigen Senfölglykosiden, wie z. B. Meerrettichwurzel, die auch im Tee verwendet werden kann. Bei Durchfall helfen Blaubeeren.

Heilpflanzen zur Verbesserung der Zuckerverdauung

Hier wäre wohl an erster Stelle die Zimtrinde zu nennen. Auch Ringelblumen können unterstützen. Hinzu kommen Doldenblütler wie Anis und Fenchel.

Heilpflanzen zur Stärkung der Eiweißverdauung

Hier können wir Fleisch und Wildgewürze wie Wacholder und  Nelken nennen. Auch der Kümmel findet hier seinen Platz, genauso wie Thymian und Rosmarin. Meerrettich mag noch einen zweiten Auftritt haben und bei Bohnen gibt es das gleichnamige Kraut. Weniger bekannt sind Labkraut und Gänsefingerkraut. Wer es exotischer mag sei an Curcuma und Kardamom erinnert. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Ein kleiner Tee für den aufgeblähten Darm

Die folgende Zusammenstellung ist aromatisch, unproblematisch und entblähend:

  • Ringelblumen 5 g
  • Thymian 10g
  • Bohnenkraut 10g
  • Zimtrinde 10g
  • Kardamom gestoßen 10g
  • Anisfrüchte 10g
  • Kümmel 15g
  • Meerrettichwurzel 20g

Eine letzte Bemerkung: Heilpflanzen von geprüfter Qualität kauft man in der Apotheke.

Bildnachweis: Africa Studio / stock.adobe.com

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