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Mit Hausmitteln Halsschmerzen bei Kindern lindern

Lesezeit: 3 Minuten In der kalten Jahreszeit treten bei Kindern immer wieder Halsentzündungen auf. Warme Tees und Halswickel lindern die Schluckbeschwerden und Halsschmerzen bei Kindern. Lesen Sie, welche Krankheiten eine Halsentzündung verursachen und wann Sie besser einen Arzt konsultieren.

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Mit Hausmitteln Halsschmerzen bei Kindern lindern

Mit Hausmitteln Halsschmerzen bei Kindern lindern

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Was ist eine Halsentzündung

Typisch für eine Halsentzündung sind Schluckbeschwerden. Der Rachenraum mit Gaumen und Zäpfchen schwillt an und rötet sich. Oft sind die Schleimhäute glasig belegt. Beim Tasten der Halslymphknoten ist eine deutliche Schwellung zu fühlen. In der Regel treten Halsschmerzen bei Kindern im Zusammenhang mit einer Erkältung auf. Oft meldet sich die Erkrankung mit einen Kratzen im Hals, dann folgen Schnupfen, Husten und Fieber. Leiden Babys und Kleinkinder unter Halsschmerzen, verweigern sie die Nahrungsaufnahme.

Wie entstehen Halsschmerzen

Die Keime werden durch Tröpfchen- und Schmierinfektionen übertragen. Bei Kindern unter zwei Jahren verursachen meist Viren eine eher harmlose Halsentzündung, an den hellrot verfärbten Schleimhäuten mit dem glasigen Belag gut zu erkennen. Im Kindergarten- und Schulalter treten oft bakterielle Halsentzündungen auf. Bakterien bewirken dunkelrot geschwollene Schleimhäute mit einem schmierigen Belag, eventuell mit kleinen Eiterstellen. Meistens tritt hohes Fieber auf.

Halsschmerzen erkennen

Leuchten Sie mit einer Taschenlampe in den Mund Ihres Kindes. Machen Sie daraus ein Spiel und bitten Sie Ihr Kind, ganz lange „Ahh“ zu rufen. Ist Ihr Kind ängstlich, darf es zuerst in Ihren Mund schauen. Wenn die Zunge die Sicht versperrt, drücken Sie sie vorsichtig mit einem sauberen Löffelstiel herunter. Aber nicht zu tief den Löffel in den Mund stecken, sonst muss Ihr Kind würgen. Wenn Ihrem Kind die Prozedur unangenehm ist, verzichten Sie darauf. Als Laie ist es anhand der Schwellung kaum zu erkennen, durch welche Erkrankung die Halsschmerzen hervorgerufen werden.

Halsschmerzen sind ein Symptom für eine Erkrankung

Wie schon gesagt sind die Halsschmerzen zusammen mit Schnupfen, Husten oder Fieber ein Anzeichen für eine Erkältung. Aber die Schluckbeschwerden können auch andere Ursachen haben:

  • Mandelentzündung: Typisch für eine Mandelentzündung sind geschwollene, eitrige Mandeln, geschwollene Lymphknoten sowie Fieber.
  • Scharlach: Die durch Streptokokkenbakterien verursachte Halsentzündung gehört zu den häufigsten ansteckenden Kinderkrankheiten. Sie tritt oft bei Kindergarten- und Schulkindern auf. Neben plötzlichen hohem Fieber um 39 Grad leidet das Kind unter starken Halsschmerzen. Der Rachenraum färbt sich himbeerrot. Nach ein bis drei Tagen zeigt sich der Scharlachausschlag mit feinflächigen, stecknadelgroßen roten Punkten. Da eine Erkrankung durch Scharlach nicht ungefährlich ist, verschreibt der Arzt ein Antibiotikum.
  • Mumps: Durch Impfungen ist diese typische Kinderkrankheit selten geworden. Auffällig sind die dick aufgeplusterten Wangen. Die Kinder leiden auch unter Fieber.
  • Pseudokrupp: Schluckbeschwerden treten auch bei dieser Erkrankung auf, begleitet von heftigen Hustenanfällen.

Wann mit Halsschmerzen zum Arzt

Klagt Ihr Kind über starke Halsschmerzen oder hat es hohes Fieber, suchen Sie lieber den Kinderarzt auf. Auch wenn die Beschwerden sich nicht wesentlich verbessern, ist ein Besuch beim Arzt wichtig, um Komplikationen beim Krankheitsverlauf auszuschließen. Erkundigen Sie sich bei Halsentzündungen in der Schule oder im Kindergarten nach bekannten Erkrankungen. Sind Kinder an Scharlach oder Mumps erkrankt, liegt der Verdacht nahe, dass sich Ihr Kind angesteckt hat. Gehen Sie im Zweifelsfall bitte sofort mit Ihrem Kind zum Arzt.

Halsschmerzen bei Kindern lindern

Bei Halsentzündungen schmerzt jede Schluckbewegung und quält die Kinder. Jetzt hilft besonders viel Trost, eine liebevolle Umarmung und folgende Hausmittel:

  • Ein weicher flauschiger Schal oder ein buntes Tuch halten den Hals warm und lindern ein bisschen die Beschwerden.
  • Ausreichend Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht. Besonders gut eignen sich nicht zu heiße Kräutertees wie Kamille und Salbei. Wenn Ihr Kind diese Sorten ablehnt, nehmen Sie ruhig einen schmackhafteren Tee, den Sie ein bisschen mit Zucker versüßen. Ihr Kind leidet schon unter den Schluckbeschwerden und möchte nicht noch mit ekeligen Getränken gequält werden.
  • Bei älteren Kindern hilft das Gurgeln mit Salbeitee. Alternativ geben Sie einen Tropfen Teebaumöl in warmes Wasser oder nehmen Zitronensaft zum Gurgeln. Zwei- bis dreimal am Tag wiederholen.
  • Ein tolles Hausmittel sind Zwiebelumschläge. Dafür die Zwiebel frisch in Scheiben schneiden und in einer Pfanne ohne Fett leicht erwärmen. Die Zwiebel in ein dünnes Baumwolltuch oder ein weißes Küchentuch einschlagen und mit Heftpflaster verschließen. Auf den Hals legen und mit einem bunten Tuch umwickeln. Allerdings mag nicht jedes Kind den Gedanken, sich Zwiebeln um den Hals zu wickeln. Vielleicht sagen Sie Ihrem Kind nicht, dass es sich um Zwiebelumschläge handelt sondern benennen die ganze Prozedur als Wunderheilmittel. Schauen Sie ab und zu nach, ob die Zwiebeln keine allergische Reaktion auf der Haut verursachen. Wenn Sie den Wickel wiederholen, stets eine frische Zwiebel verwenden.
  • Manchmal bevorzugen Kinder kalte Halswickel. In diesem Fall helfen Quarkwickel. Einfach den Quark auf ein dünnes Baumwolltuch verteilen und auf den Hals legen. Achten Sie darauf, dass der Quark nicht direkt aus dem Kühlschrank kommt und zu kalt ist. Ihr Kind darf nicht frieren.
  • Bieten Sie Ihrem Kind zum Essen Suppen oder pürierte Speisen an.
  • Manchmal empfinden Kinder den Genuss von Eis oder Eiswürfel angenehm und schmerzlindernd.
  • Halsbonbons für Kinder sind lecker und regen den Speichelfluss an, wodurch die Heilung beschleunigt wird. Wegen der Verschluckungsgefahr eignen sich Bonbons nicht für Kleinkinder.
  • Denken Sie daran, dass Ihr Kind trotz Krankheit regelmäßig die Zähne putzt. Auch die Zahnpasta wirkt antibakteriell und verhindert, dass sich Keime im Mundraum ausbreiten.
  • Wenn sich nicht nach ein bis zwei Tagen eine deutliche Linderung der Beschwerden einstellt, suchen Sie unbedingt den Kinderarzt auf.

Sie beugen Erkrankungen vor, wenn Sie das Immunsystem bei Ihrem Kind und Ihrer Familie mit diesen Tipps stärken.

Bildnachweis: RFBSIP / stock.adobe.com

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