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Mit Enttäuschungen umgehen lernen

Lesezeit: 2 Minuten Enttäuschungen sind wie der Begriff schon nahe legt offenkundig gewordene Täuschungen. Vielfach liegt der Grund auf falschen Annahmen oder einer inkompletten Sichtweise, die letztlich zu einer harten Landung in der Realität führen.

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Mit Enttäuschungen umgehen lernen

Mit Enttäuschungen umgehen lernen

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In der buddhistischen Lehre gibt es den Begriff der „Verblendung“, der eigentlich nichts anderes umfasst als eine Form der Illusion, der der Mensch auferliegt, indem er die Dinge als real gegeben oder seinen eigenen subjektiven Vorstellungen entsprechend annimmt.

Gleichzeitig gibt es Verblendung, da der Mensch durch Gier und Hass daraufhin gepolt ist, Dinge zu wollen oder abzulehnen. Dementsprechend ist die Verblendung nicht nur hinderlich auf dem Weg zur Erleuchtung, sondern vor allem eine wesentliche Hürde im Kontakt mit anderen Menschen.

Verblendung in nahen Beziehungen

Vor allem in nahen und intimen Beziehungen tritt das Prinzip der Verblendung oder der subjektiven Täuschung auf. So ist beispielsweise zu Beginn einer Beziehung die Phase der Verliebtheit nichts anderes als eine massive Form des „Sehen-Wollens“ bestimmter Eigenschaften und des Ausblendens unerwünschter Charakteristika. Unter Psychotherapeuten gibt es vielfach auch die Metapher, dass Verliebtheit eine gesellschaftlich anerkannte Form der Psychose sei.

Wenn der andere einen enttäuscht, ist es eigentlich mehr als die persönliche Enttäuschung zu betrachten, die durch eine Handlung oder Aktion des anderen erlebt wird. Das heißt, der andere kann eigentlich nicht enttäuschen, sondern es ist vielmehr ein Erkennen, dass die subjektive Wahrnehmung nicht (mehr) stimmt. Es ist eine Form von Desillusionierung, dass ein Wunsch nicht wahr wird oder eine Idee nur ein Gedankenkonstrukt ist, die nichts mit der Realität zu tun hat.

Somit ist die Selbstverantwortung gefragt, die eigene Sicht auf den Anderen zu betrachten und zu beobachten, was das Verhalten des Gegenübers in einem auslöst. Es kann natürlich auch passieren, dass jemand bewusst versucht ein bestimmtes Bild darzustellen oder verschiedene Informationen vorenthält, wodurch ein inkomplettes Bild entsteht.

Nicht zur Verfügung gestellte Informationen haben meistens zur Folge, dass in der Interaktion mit Anderen dieses Bild „vervollständigt“ wird und ausgehend von subjektiven Prägungen etwas gesehen wird, was naheliegend erscheint.

Tatsächlich lässt es sich wohl kaum vermeiden, dass es im zwischenmenschlichen Kontakt immer wieder zu Enttäuschungen oder Fehlinterpretationen kommt, es geht jedoch darum in einen achtsamen Umgang damit zu kommen.

Es sollte auch in der Kommunikation darauf geachtet werden, die Eigenverantwortung für die Enttäuschung oder das Missverständnis zu übernehmen im Sinne von: Ich bin enttäuscht! Dem anderen unterzujubeln, dass er Grund der Enttäuschung ist, führt nämlich letztlich nur zu einem vermehrten Opfer- und Täterdenken und ist somit nicht lösungsorientiert.

Bildnachweis: Jochen Schönfeld / stock.adobe.com

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