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Milch: gesund oder ungesund?

Lesezeit: 2 Minuten Milch in Form von Muttermilch ist in der Regel das Erste, das ein Baby zu trinken bekommt. Auch nach dem Abstillen bekommen Kinder noch lange Zeit viel Milch zu essen und zum Trinken, wie spezielle Kinder-Milchnahrung und Breie, die meistens mit Kuhmilch angerührt werden. Langläufig sagt man auch, Milch sei gut für die Knochen, habe einen hohen Kalziumgehalt und viele Vitamine.

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Milch: gesund oder ungesund?

Milch: gesund oder ungesund?

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Auch im normalen Alltag ist Milch in Kaffee oder Müsli sowie in Form von Käse, Joghurt und vielen anderen Produkten kaum wegzudenken. In Europa vertragen ca. 90 Prozent der Menschen die übliche Kuhmilch, das ist einer Genmutation zu Zeiten menschlicher Vorfahren zu verdanken, denen diese half lange und kalte Winter zu überstehen. Die Fähigkeit Milchzucker auch nach dem Säuglingsalter verdauen zu können, ist also nicht die ursprüngliche Reaktion des Körpers.

Laktoseintoleranz, die als Allergie oder Krankheit behandelt wird, ist demnach die natürliche Reaktion der Menschen. Lässt man Europa außer Acht, vertragen fast 90 Prozent der „restlichen Welt“ Milch im Erwachsenenalter nicht mehr.

Immer häufiger weisen neue Studien darauf hin, dass Milch in der heutzutage konsumierten Form nicht so gesund ist, wie lange behauptet. Das hat verschiedene Hintergründe. Zum einen hat Milch einen hohen Nährwert – das macht sie an sich noch nicht ungesund, ist jedoch in der heutigen Gesellschaft immer problematischer, zumal Milchprodukte wie Joghurts und Pudding, häufig zusätzlich mit viel Zucker gesüßt werden. Diese Kombination kann zu einem schlechteren Hautbild führen.

Tatsächlich positive Korrelationen zwischen einzelnen Krankheitsbildern wie z. B. Krebs und dem Konsum von herkömmlicher Kuhmilch können großteils nicht konkret festgestellt werden. Zusätzlich fördert sie das Wachstum – das kann sich positiv auswirken als auch negativ, denn auch das Wachstum von Tumorzellen wird damit beeinflusst.

Da sich verschiedene Studien bis heute noch nicht einig sind, ist ein endgültiges Urteil über die besonders in Deutschland beliebte Milch noch abzuwarten. Hinzu kommt, dass jeder Mensch eine andere Verträglichkeit und Reaktionen zeigt.

Klar ist allerdings, dass zum Überleben keine Fremdmilch (nicht von Menschen stammend) nötig ist. Ein Verzicht ist also möglich. Des Weiteren scheinen sich die Forscher weitestgehend in einem Punkt einig: Am gesündesten ist die reine und frische Rohmilch mit natürlichem Fettgehalt, nicht die meist in diversen Schritten weiterverarbeitete Variante aus dem Supermarktregal. Ernährungsexperten empfehlen außerdem immer häufiger Soja-, Reis- oder Hafermilch zu konsumieren anstatt der tierischen. Es gibt also durchaus Alternativen.

Bildnachweis: pilipphoto / stock.adobe.com

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