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Menstruationsbeschwerden? Frauenmantel hilft!

Lesezeit: 2 Minuten Frauenmantel ist die Rose für die Gebärmutter. Von Regelschmerzen über Klimakterium bis Schwangerschaft, Frauenmantel sollte Teil der Behandlung sein. Erfahren Sie, wie vielfältig dieses unscheinbare Rosengewächs wirkt und wie es angewendet wird.

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Menstruationsbeschwerden? Frauenmantel hilft!

Menstruationsbeschwerden? Frauenmantel hilft!

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Frauenmantel: die Rose für die Gebärmutter

Frauenmantel ist DIE Pflanze für alle Frauenangelegenheiten. Sie gehört einfach in jeden Tee, der zur Heilung oder Unterstützung von Frauenthemen gedacht ist. Unschönes wie Regelschmerzen, Krämpfe, hormonelles Durcheinander, ja bis zu Zellveränderungen am Gebärmuttermund, immer sollte frau sich an diese Pflanze erinnern.

Dies gilt natürlich genauso auch für die schönen Seiten des Frauseins: Schwangerschaft und Geburt. Auch die Wechseljahre seien hier erwähnt. Frauenmantel ist die Alchemistin unter den sogenannten Frauenkräutern.

Frauenmantel: die Pflanze selbst

Frauenmantel oder lateinisch Alchemilla vulgaris gehört zur Familie der Rosengewächse, Rosaceen. Sie befindet sich in illustrer Verwandtschaft. Neben den eigentlichen Rosen, wie der Hagebutte, gehören fast alle Obstgehölze in diese Familie: Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche, Mandel, Pfirsich, Aprikose, Quitte, außerdem Brombeere und Himbeere.

Auch Weißdorn und Vogelbeere sind Rosaceen. Wie man sieht, ist die ganze Familie dem Menschen sehr freundlich gesonnen, es gibt viele großzügige Nahrungspflanzen und einige Heilpflanzen. Es gibt aber keine einzige Giftpflanze in der Familie.

Frauenmantel ist ein recht kleines Kraut, je nach Standort bis 15cm hoch, ganz ähnlich einer weiteren Verwandten, der Erdbeere. Die Blüten sind klein und unauffällig, gelbgrün und nur bei genauem Hinsehen als Rosenblüten zu erkennen. Die Blätter sind sehr charakteristisch gefaltet, am Rand gezähnt und unterseitig behaart. In der Mitte findet sich oft ein Wassertropfen. Dieser erscheint auch bei trockenem Wetter und wird von der Pflanze selbst gebildet.

Der Legende nach wurde dieses Pflanzenwasser von den alten Alchemisten gesammelt und da waren die weisen Frauen sicher auch nicht weit. Sie haben wahrscheinlich nur nicht mit dem Versuch Gold zu machen geprahlt, sondern sich um die Frauenbelange gekümmert. Mit tollen Blüten oder Früchten erschöpft sich die Alchemilla also nicht. Sie ist eben eine Heilpflanze, die auf die große Geste verzichtet.

Frauenmantel: die Heilwirkung

Es fällt den Pharmakologen schwer, ein wirksames Inhaltsstoffprinzip in der Pflanze zu isolieren. Es bleibt bei den gleichwohl sehr interessanten grünen Gerbstoffen. Diese haben ja durch den grünen Tee einige Berühmtheit in der Krebsprophylaxe erlangt. Sie wirkt also schleimhautprotektiv, auch und vor allem am Gebärmutterhals.

Alle anderen Inhaltsstoffe tauchen in Spuren auf, tragen aber zur Gesamtwirkung bei. Eine Zulassung seitens der Kommission E hat Alchemilla bei leichten, unspezifischen Durchfallerkrankungen erhalten, ist also offizielle Heilpflanze. Aus der Erfahrung wirkt Frauenmantel außerdem entkrampfend, die Uterusmuskulatur kräftigend (Schwangerschaft!) und hormonell ausgleichend.

Frauenmantel: Anwendung

Frauenmantel kann als Einzelteepflanze getrunken werden. Sie wird aber üblicherweise in einer Mischung verwendet. Da sie ein Polychrest (Vielwirker) für Frauenbelange ist, macht es Sinn, sie entsprechend der Absicht und der individuellen Frau mit anderen Pflanzen zu kombinieren und so der Wirkung eine spezifische Richtung zu geben.

Ein paar Beispiele:

  • Nervlicher Ausgleich: Frauenmantel und Melisse
  • Regelschmerzen: Frauenmantel und Schafgarbe und 10% Wermut
  • Blutung zu stark: Frauenmantel und Hirtentäschel
  • Blutung zu schwach: Frauenmantel und Rosmarin (25%)
  • Schwangerschaft: Frauenmantel und alles was wohl schmeckt

Dabei ist die Liste noch lange nicht zu Ende. Die Möglichkeiten für individuelle maßgeschneiderte Rezepturen fast unbegrenzt. Ein Selbstversuch mit drei Tassen täglich ist unbedenklich, generell sollten aber Arzneipflanzen nicht über längere Zeit ohne Verordnung getrunken werden. Geht es um die Behandlung von Erkrankungen sollte ein Heilpraktiker aufgesucht werden.

Bildnachweis: buritora / stock.adobe.com

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