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Mein Kind ist zu dick: Was mache ich?

Lesezeit: 3 Minuten Falsche Essgewohnheiten und Bewegungsmangel sind die Ursachen für Übergewicht bei Kindern. Bereits die Schulanfänger werden immer dicker. Was können Eltern tun, damit aus ihrem moppeligen Nachwuchs später kein dicker Jugendlicher wird?

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Mein Kind ist zu dick: Was mache ich?

Mein Kind ist zu dick: Was mache ich?

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Sie können sich nicht erklären, warum gerade Ihr Kind dicker als die anderen ist. Aber sie möchten alles dafür tun, dass es die überflüssigen Pfunde wieder verliert und nicht zum Opfer von Ausgrenzung oder späteren gesundheitlichen Problemen wird.

Zuerst Ursachen herausfinden

Unbedingte Voraussetzung ist die Analyse des Essverhaltens und des Tagesablaufes. Nehmen Sie sich zwei Wochen Zeit und schreiben Sie alles auf, was Ihr Kind zu sich nimmt und wie lange es sich jeden Tag körperlich bewegt. Nur so finden Sie heraus, was geändert werden muss.

Ersetzen Sie die kalorienhaltigen Lebensmittel

Streichen Sie zuerst stark zuckerhaltige Getränke. Fällt es Ihrem Kind schwer, ganz darauf zu verzichten, bieten Sie verdünnte Fruchtsäfte an. Wenn möglich sollte es aber lieber Wasser oder ungesüßten Tee trinken. So sparen Sie schon eine große Kalorienmenge ein.  Überprüfen Sie Ihre Aufzeichnungen weiterhin auf den Fettgehalt der Lebensmittel. Bei Käse, Wurst und Milchprodukten greifen Sie am besten zu fettarmen Varianten.

Braten können Sie mit Wasser oder wenig Öl in beschichteten Pfannen. Sollen es einmal Pommes sein, dann bereiten Sie diese im Backofen zu. Schränken Sie den Konsum von zu vielen Kohlenhydraten ein. Nudeln sollte es nur einmal in der Woche geben, Kartoffeln und Reis nur in geringen Mengen als Beilage. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, einmal in der Woche gemeinsam mit dem Kind über den zukünftigen Speiseplan zu beraten. Sprechen Sie dabei gleich über gesundes Essverhalten. So hat das Kind neben dem Lerneffekt das Gefühl, dass es mitentschieden kann und ihm nicht ein Diätplan vorgesetzt wird.

Kleine Portionen anbieten

Die Mahlzeiten sollten von allen Familienmitgliedern gemeinsam eingenommen werden. Aus Solidarität essen Sie am besten auch genau die gleichen Lebensmittel. Bieten Sie immer ausreichend Obst und Gemüse an. Es ist besser, wenn sich das Kind damit den Bauch vollschlägt, als mit einem weiteren Wurstbrot.

Mittags machen Sie einfach eine kleinere Portion auf den Teller. Halten Sie das Kind an, langsam zu essen und öfter zu kauen, damit das Sättigungsgefühl schneller einsetzt und nicht noch ein Nachschlag verlangt wird. Fernsehen und andere elektronische Geräte sind beim Essen tabu.

Kind nicht unter Druck setzen

Gewichtsreduktion ist schwere Arbeit und erfordert hohe Disziplin. Vermeiden Sie es, das Kind permanent unter Druck zu setzen, ihm alle Naschereien zu entziehen und drangsalieren es vor allem nicht in der Öffentlichkeit mit ständigen Hinweisen auf seine Körperfülle. Stellen Sie sich vielmehr hinter Ihren Nachwuchs und motivieren ihn mit den bisherigen Erfolgen, wenn die Abnahme mal ins Stocken geraten sollte oder der Heißhunger zu groß wird.

Es gibt keine verbotenen Lebensmittel. An einem Tag in der Woche sollte Naschen erlaubt sein. Horten Sie allerdings keine Süßigkeiten, so dass das Kind in Versuchung kommen könnte, heimlich zu futtern. Gehen Sie mit dem Kind gemeinsam einkaufen und es darf sich dann eine einzige Leckerei aussuchen. Im Sommer darf es auch mal ein Eis sein.

Ernährungsberatung in Anspruch nehmen

Haben Sie selbst Probleme bei der Auswahl der richtigen Lebensmittel für Ihr Kind oder wollen Sie ganz sicher sein, können Sie eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, der kann Ihnen eine Empfehlung geben. Die Kosten dafür werden bei Kindern in der Regel komplett von den Krankenkassen übernommen.

Sportliche Aktivitäten fördern

Eine entscheidende Ursache für Übergewicht ist in der heutigen Zeit fehlende Bewegung. Viele Kinder werden zur Schule gefahren und gehen am Nachmittag kaum noch aus dem Haus. Elektronische Medien aller Art üben eine solche Faszination aus, dass Kinder stundenlang in starrer Haltung davor sitzen. Wenn Sie als Eltern voll berufstätig sind, können sie darüber kaum Kontrolle ausüben.

Nutzen Sie daher die Wochenenden, um gemeinsam mit dem Kind körperlich aktiv zu werden. Planen Sie mindestens eine Unternehmung wie einen Ausflug auf dem Spielplatz oder zum Schwimmen, eine Radtour, eine gemeinsame Wanderung, gehen Sie zum Geocaching oder bringen Sie zu Hause einfach einen Basketballkorb an.

Bildnachweis: Kara / Adobe Stock

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