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Mein Kind ist versetzungsgefährdet – Was mache ich?

Lesezeit: 2 Minuten Manchmal kommt es erst mit dem Halbjahreszeugnis ans Tageslicht. Das eigene Kind ist in einem oder mehreren Fächern versetzungsgefährdet. Spätestens jetzt müssen die Eltern handeln. Vorwürfe helfen aber nicht.

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Mein Kind ist versetzungsgefährdet – Was mache ich?

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Mein Kind ist versetzungsgefährdet – Was mache ich?

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Zuerst immer das Gespräch mit dem Kind suchen

Der erste Weg sollte ein Gespräch mit dem Kind sein, um die Ursache für die schlechten Leistungen zu erforschen. Schlechte Noten sind nicht immer auf die Faulheit oder das Unvermögen des Kindes zurückzuführen, sondern können auch in einem schlechten Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler begründet sein. In der Regel haben schlechte Leistungen folgende Ursachen:

  • Das Kind ist überfordert, weil es zum Beispiel überhaupt nicht fürs Gymnasium geeignet war.
  • Das Kind mag ein Fach nicht und gibt sich daher auch keine Mühe.
  • Das Verhältnis zwischen Lehrer und Kind ist angespannt.
  • Das Kind steht psychisch unter Druck. Das kann eine familiäre Situation sein, die es belastet oder aber auch das Verhältnis der Schüler untereinander. Eventuell ist sogar Mobbing im Spiel. Mobbing kann auch von Lehrern ausgehen.
  • Haben Sie Ihr Kind in den letzten Monaten ausreichend bei schulischen Problemen unterstützt?

Auf keinen Fall mit Vorwürfen überhäufen

Es hilft nicht, dem Kind allein die Schuld für die schlechten Leistungen zuzuschieben. Haben Sie die Ursache gefunden, dann überlegen Sie sich, wie Sie Ihr Kind motivieren können, um sich im zweiten Halbjahr ausreichend zu verbessern. Fragen Sie sich, ob Sie selbst genug getan haben, um das Kind zu unterstützen und ob Sie nicht vielleicht hätten früher eingreifen können.

Vereinbaren Sie ein Gespräch mit dem Lehrer

Auf jeden Fall sollten Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind und dem jeweiligen Klassen- oder Fachlehrer zusammensetzen und über eine Lösung nachdenken. Vielleicht bietet Ihnen der Lehrer spezielle Übungsaufgaben an oder empfiehlt Ihnen einen Nachhilfelehrer. Sollte die Ursache ein angespanntes Verhältnis zum Fachlehrer sein, ist es ratsam, die Schulleitung in dieses Gespräch mit einzubeziehen.

Organisieren Sie eine Nachhilfe

Auf jeden Fall muss Ihr Kind mehr Zeit in das Problemfach stecken. Können Sie Ihrem Kind selbst fachlich nicht helfen, sollten Sie sich um eine Nachhilfe kümmern. Wenn Sie sich einen teuren Nachhilfelehrer nicht leisten können, gibt es sicher einen Mitschüler oder ein anderes Familienmitglied, das ihrem Kind helfend unter die Arme greifen kann. Wichtig ist, dass immer eine Abstimmung mit dem Fachlehrer erfolgt, damit Sie eine Rückmeldung haben, ob die Leistungen Ihres Kindes besser werden.

Ziehen Sie selbst Konsequenzen

Sollte Ihr Kind einmal versetzungsgefährdet sein, sehen Sie das als Alarmsignal. Kümmern Sie sich in Zukunft in kürzeren Abständen um die Leistungen Ihres Kindes. Sprechen Sie mit ihrem Kind regelmäßig über schulische Probleme. Gehen Sie zu Elternversammlungen und Elternsprechtagen. Lassen Sie sich vom Klassenlehrer regelmäßig über den Leistungsstand Ihres Kindes informieren.

Bildnachweis: thingamajiggs / stock.adobe.com

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