Homöopathie Praxistipps

Medusa als homöopathisches Mittel

Lesezeit: 3 Minuten Das homöopathische Mittel Medusa wird gerne als Konstitutionsmittel eingesetzt, wenn das homöopathische Mittel Sepia keine ausreichende Wirkung gezeigt hat. Eine hohe Sensibilität, eine starke künstlerische Neigung und sentimentale Gefühle in Bezug auf eine unerfüllte Beziehung können auf das homöopathische Mittel Medusa hinweisen.

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Medusa als homöopathisches Mittel

Medusa als homöopathisches Mittel

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Das homöopathische Mittel Medusa – Herleitungen von der Qualle

So wie die Qualle eigentlich nicht die Richtung bestimmen kann, in die sie schwimmt, so hat auch der Mensch, der Medusa als homöopathisches Konstitutionsmittel braucht, Schwierigkeiten in seinem Leben etwas aktiv anzugehen.

Häufig lässt er sich nur treiben und hofft, durch eine große Liebe oder durch den Fluss des Lebens zu seinem Ziel zu gelangen. Von seinem starken ästhetischen Empfinden getrieben, versucht der Medusa-Patient (oder die Medusa-Patientin), sein Glück in der Kunst zu finden. Häufig sind es Tänzer oder Musiker, die Medusa benötigen.

Medusa in der Homöopathie – zartes Gemüt, sentimentale Liebesgeschichten

Menschen, die Medusa brauchen, zeichnen sich schon früh durch eine erhöhte Sensibilität aus. Medusa-Jungen mögen zarte Farben und tanzen gern. Häufig sind sie wie Sepia-Jungen nicht für die rauen Spiele der anderen Jungens zu begeistern. Sie mögen in frühen Jahren Klassische Musik oder malen gerne.

Auch Medusa-Mädchen haben ein sehr zartes Gemüt. Hier sind sie schnell mit Pulsatilla oder Silicea-Mädchen zu verwechseln. Bei Problemen ziehen sie sich gerne zurück und lesen ein Buch über eine Liebesgeschichte. Pastell-Farben sind ihre Lieblingsfarben und wenn sie könnten, würden sie alles was sie besitzen in hellblau oder rosa anschaffen.

Das Mittelbild von Medusa – unerfüllte Liebesgeschichten, platonische Lieben

Häufig ist die sexuelle Identität nicht vollständig entwickelt. Liebesgeschichten spielen sich wie bei Staphisagria-Menschen häufig nur auf einer platonischen Ebene ab. Medusa-Menschen sind damit durchaus zufrieden. Aber sie leiden dennoch darunter, nicht zueinander zu kommen. Sie wünschen sich eine seelische Verschmelzung, ein völliges Ineinanderaufgehen.

Sie schmelzen dahin, wenn sich der Partner/ die Partnerin für die gleichen Dinge interessiert, die gleichen Bücher liest oder von der gleichen Musik angesprochen ist. Jegliche seelische Disharmonie führt bei ihnen dazu, dass sie an der Verbindung zweifeln.

Erleben sie einmal eine Enttäuschung in Liebesangelegenheiten, versuchen sie sich von diesem Bereich ihres Innenlebens fern zu halten und gehen keine weitere Beziehung mehr ein. Häufig leiden sie auch unter einem jahrelang anhaltenden Groll auf einen früheren Partner/ eine frühere Partnerin.

Medusa – Bewegung bessert die Beschwerden

Hier haben wir eine große Ähnlichkeit mit dem homöopathischen Mittel Sepia. Medusa-Menschen müssen sich wie die Qualle selbst bewegen. Sie lieben es zu tanzen und ihren Körper zu spüren. Gleichzeitig hat ihr Hang zum Tanz etwas narzisstisches.

Sie erstreben nicht die Anerkennung durch andere. Sie möchten einfach nur schön oder gar perfekt sein. Während Sepia-Menschen sich bewegen, um die Stase aufzuheben, in die sie von Zeit zu Zeit verfallen, möchten Medusa-Persönlichkeit sich und ihre Gefühle ausdrücken. Sie möchten Schönheit und Harmonie schaffen und sie hassen den Stillstand in ihrem Leben.

Medusa und seine körperlichen Beschwerden

Häufig leiden Menschen, die das homöopathische Mittel Medusa brauchen, unter einem Nesselausschlag. Diese Urtikaria kann stark jucken und eine Verschlimmerung durch Wasser erfahren.

Medusa ist außerdem häufig angezeigt bei Problemen mit der Milchbildung. Gerade wenn Frauen zwar Milch haben, aber es zu wenig ist, kann Medusa als Heilmittel eingesetzt werden. Medusa wird auch eingesetzt, wenn bei Kindern eine Milchunverträglichkeit vorliegt und wenn die anderen psychischen Beschwerden auf das homöopathische Mittel Medusa hinweisen. Außerdem können Ödeme im Knöchelbereich und im Gesicht auf Medusa als angezeigtes Mittel hinweisen.

Differenzierung zwischen dem homöopathischen Mittelbild von Sepia und dem von Medusa

Das homöopathische Mittel Medusa ähnelt in vielen Bereichen dem homöopathischen Mittel Sepia. Das reiche Innenleben, die eigene Verletzlichkeit, das Streben nach einer vollkommenen seelischen Übereinstimmung und der lang anhaltende Groll nach einer Enttäuschung gehören auch ins Mittelbild von Sepia.

Medusa-Menschen sind allerdings häufig künstlerisch sehr begabt und lassen sich weniger auf Kämpfe mit ihren Mitmenschen ein. Auch ist es nicht ihre Art, andere bewusst zu verletzen, was wir aber im Sepia-Mittelbild finden. Sepia flieht aus zu engen Beziehungen häufig in ihre Arbeit, während Medusa-Menschen sich in ihre Kunst fliehen.

Insgesamt wirken Medusa-Menschen schutzbedürftiger und unselbständiger als Sepia-Persönlichkeiten. Sie sind weniger in der Lage in ihrem Leben eigene Ziele zu verfolgen und eine befriedigende, reife Beziehung aufzubauen.

Fazit

Das homöopathische Mittel Medusa zeichnet sich aus durch eine erhöhte Empfindsamkeit und durch eine starke künstlerische Neigung. Medusa-Menschen neigen zu sentimentalen Liebesgeschichten, die häufig unerfüllt bleiben. Im körperlichen Bereich treten häufig Nesselausschläge auf. Milch wird generell schlecht vertragen und kann zu heftigen Beschwerden führen.

Bildnachweis: francescopaoli / stock.adobe.com

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