Gesundheit Praxistipps

Medikamenten-Konsum – wenn Arzneimittel die Gesundheit gefährden

Die Temperaturen sinken unter null und der erste Schnee fällt – das sorgt zwar für Weihnachtsatmosphäre, aber damit haben im Winter auch Erkältungen Hochsaison. Wenn der Kopf brummt, die Nase läuft und der Hals schmerzt, greifen viele dann zu Medikamenten. Die Einnahme ist praktisch und einfach: Man nimmt eine Pille ein und muss sich keine großen Gedanken mehr machen.

Medikamenten-Konsum – wenn Arzneimittel die Gesundheit gefährden

Medikamenten-Konsum – wenn Arzneimittel die Gesundheit gefährden

Die Arzneimittel helfen oft schnell und erleichtern einem den Alltag. Über eventuelle Suchtgefahr, Nebenwirkungen oder natürliche Alternativen sind allerdings die Wenigsten informiert.

Die Branche boomt

Pharmakonzerne erzielen jährlich Milliarden-Gewinne mit Arzneimitteln. Besonders ältere Menschen sind auf Medikamente angewiesen. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) nehmen viele Deutsche mehr als zwei verschiedene Medikamente täglich. Die Einnahme von Arzneimitteln wird zur Gewohnheit. Oft wird schon bei den kleinsten Beschwerden zur Hausapotheke gegriffen. Doch die regelmäßige Einnahme kann zu einer psychischen und bei längerem Gebrauch sogar zur körperlichen Medikamentenabhängigkeit führen.

Krank durch zu viele Pillen

Eine Vielzahl der Deutschen nehmen regelmäßig Kopfschmerztabletten. Diese sind meist rezeptfrei in der Apotheke zu haben und seit Generationen bewährt und beliebt. Infolgedessen informieren sich viele Nutzer kaum über die möglichen Nebenwirkungen: Der Beipackzettel wird überflogen oder überhaupt nicht gelesen. Dabei haben zahlreiche Arzneimittel eine Vielzahl an Nebenwirkungen. Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschläge oder langfristige Folgen wie Leber- oder Nierenschäden sind keine Seltenheit. Trotz fortgeschrittener Forschung sterben jährlich bis zu 60.000 Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Antibiotika – ein echtes Wundermittel?

Antibiotika haben Millionen Menschen das Leben gerettet und tun dies weiterhin. Doch viele Bakterien, die das Medikament einst bekämpfen sollte, sind mittlerweile resistent. Das Wundermittel wirkt nicht mehr. Insbesondere in Krankenhäusern wird diese Resistenz zu einer echten Bedrohung für die Patienten. Ärzte in Deutschland verschreiben oft unnötig, und meist schon bei einer leichten Erkältung, Antibiotika. Doch meist wird kein spezifisches Antibiotika verschrieben, das gezielt gegen den jeweiligen Erreger hilft, sondern Breitbandantibiotika. Das hilft in der Regel gegen eine große Zahl an Bakterien, doch wenn einige die Behandlung überstehen, entwickeln sie oft Resistenzen gegen gleich mehrere Antibiotikagruppen.

Ein weiteres Problem ist, dass viele Bauern ihrem Viehfutter Antibiotika beimischen, damit ihre Tiere nicht krank werden. So nehmen wir unbewusst auch Antibiotika über die Nahrung auf und eventuell vorhandene schädliche Bakterien entwickeln Resistenzen, durch die Krankheiten später weitaus schwerer behandelbar werden. So nimmt die Wirksamkeit von Antibiotika allmählich ab, während die Nebenwirkungen (Schwächung der Darmflora oder des Immunsystems) bestehen bleiben.

Natürliche Alternativen

Natürlich gibt es medizinische Notfälle, in denen schnell gehandelt werden muss oder eben auch nur bestimmte Medikamente helfen. In vielen Fällen gibt es aber altbewährte und natürliche Alternativen. Hausmittelchen wie Wadenwickel, Essigsocken oder verschiedene Tees sind gefragt wie nie, denn sie haben keine schädlichen Nebenwirkungen. Auch Heilpflanzen sind eine wirksame Alternative (Ein Onlinelexikon heilsamer Pflanzen finden Sie hier). In Tees, als Salbe oder in Dampfbädern entfalten sie ihre Wirkung. Besonders bei Erkältungen hilft oft Inhalieren. Betroffene können einfach heißes Wasser in eine Schüssel geben und sich mit einem Handtuch über dem Kopf drüberbeugen. Je nach Belieben können Salz, ätherische Öle oder Kräuter dazugegeben werden.

Bildnachweis: brizmaker / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: