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Mediation: Der Perspektivenwechsel

Lesezeit: 2 Minuten Eine wichtige Technik in einer Mediation ist der Perspektivenwechsel. Egal ob die Mediation für Schüler oder Erwachsene durchgeführt wird, ein Perspektivenwechsel hilft in jedem Fall den Standpunkt und die Gefühle des Konfliktpartners nachzuvollziehen. Und dieses Nachvollziehen ist häufig der erste Schritt zu einer Überwindung des Konflikts.

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Mediation: Der Perspektivenwechsel

Mediation: Der Perspektivenwechsel

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Der Perspektivenwechsel in der Mediation an Schulen

Besonders bei Schülern ist die Intervention des Perspektivenwechsels häufig sehr wichtig, weil das Hineinversetzen in die Gefühle des anderen meist unterentwickelt ist. Viele Schüler sind ganz überrascht, welche Gefühle sie erleben, wenn sie beispielsweise in einem Rollenspiel dazu aufgefordert werden, die Rolle ihres Konfliktpartners einzunehmen und aus seiner Sicht die Ereignisse zu schildern, die zu einem Streit geführt haben.

Durch den Perspektivenwechsel lernen sie, dass ihr eigenes Verhalten bei der Gegenseite auch wieder Gefühle auslöst und verstehen anschließend meist besser, warum sich der oder die andere ihnen gegenüber so verhalten hat und nicht anders.

Perspektivenwechsel in der Mediation erleichtert die Konfliktlösung

Wer sich einmal in einem Konfliktfall in einen anderen hineinversetzt hat, weiß dass man danach nicht mehr so unversöhnlich voreinander steht wie davor. Wenn man fühlt, was den anderen dazu bewegt hat, beispielsweise zum vereinbarten Termin nicht zu erscheinen oder etwas Wichtiges nicht zurück zu geben, dann kann man ihm oder ihr nicht mehr so böse sein und es stellen sich versöhnlichere Gefühle ein.

Perspektivenwechsel in der Mediation mit Erwachsenen

Auch Erwachsene können Probleme damit haben, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen und die Gefühle ihres Gegenübers nachzuvollziehen. Besonders bei der Mediation von Eheleuten ist dies ein häufiges Problem. Konflikte, die zum Teil schon über Jahre bestehen, bei denen die jeweiligen Positionen sehr eingefahren sind und sich kaum noch was bewegen lässt, eignen sich besonders gut dazu, durch einen Perspektivenwechsel eine Auflockerung zu erfahren.

Erlebt einer der Ehepartner, wie sich die Position des anderen anfühlt, mit welchen Gefühlen und auch Einstellungen der andere (oder die andere) zu tun hat, ebben die feindlichen Gefühle normaler Weise schnell ab und die Eheleute können neu aufeinander zu gehen.

Perspektivenwechsel durch Rollenspiel

Eine ideale Methode für die Einnahme der Perspektive des Konfliktpartners ist das Rollenspiel. Hier können beide zunächst ihre Position im Konfliktfall darstellen, die sie in Wirklichkeit einnehmen. Danach werden die beiden Konfliktpartner dazu aufgefordert, die Plätze zu tauschen. Nun muss jeder der beiden Konfliktparteien, den Konflikt noch mal aus der Sicht seines Konfliktpartners erleben und beschreiben. Danach setzt sich jeder wieder auf seinen Platz und berichtet wie es ihm im Rollenspiel ergangen ist.

Bildnachweis: Microgen / stock.adobe.com

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