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Mediation an Grundschulen

Lesezeit: 2 Minuten An vielen Grundschulen sind Lehrer zu Mediatoren ausgebildet worden, die im Falle von Konflikten Mediation anbieten können. Ein wichtiger Grund für viele Grundschulen, Mediation für die Schüler und Schülerinnen anzubieten ist der, dass nur Kinder, die ihre Konflikte friedlich lösen können, den Kopf frei haben, für das, was sie lernen sollen.

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Mediation an Grundschulen

Mediation an Grundschulen

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Mediation an Grundschulen: Bei welchen Konflikten ist sie sinnvoll?

In der Regel kommen die Kinder mit alltäglichen Konflikten. Aus einer Rempelei ist ein Streit geworden. Im Streit hat eines der Kinder Sachen gesagt, die das andere verletzt haben oder ein Kind hat das andere gehauen. Diese Konflikte können mit einer einfachen Mediation schnell beigelegt werden. Manchmal geht es aber auch um tiefere Konflikte, wie betrogene Freundschaften oder Vorurteile gegenüber Mitschülern aufgrund deren Herkunft.

Wenn Mediation in der Grundschule nicht ausreicht

Manchmal ist ein Problem, mit dem ein Kind kommt, mit einer einfachen Mediation nicht aufzulösen. In diesem Fall haben die Mediatoren die Möglichkeit, den beteiligten Kindern fortlaufende Gespräche anzubieten. An manchen Schulen werden auch Anti-Aggressionstrainings oder soziales Kompetenztraining für die Kinder angeboten. Da häufig der Auslöser für einen Konflikt in der falschen Einschätzung einer Situation begründet ist oder in der fehlenden Einfühlung der beteiligten Kinder in den jeweils anderen, können soziale Kompetenztrainings sehr hilfreich sein.

Was unterscheidet einen Streitschlichter vom einem Mediator?

An vielen Grundschulen werden inzwischen ältere Schüler als Streitschlichter eingesetzt. Diese sind meist in den Hofpausen auf dem Schulhof postiert und werden aufgesucht, wenn zwei Kinder einen Konflikt nicht alleine lösen können. Die Regeln für das Streitschlichten sind denkbar einfach. Ausreden lassen, respektvoller Umgang mit dem anderen, gemeinsam nach einer Lösung suchen.

Erst wenn die Streitschlichter mit dem Konflikt überfordert sind, werden die Kinder zu einer Mediation geschickt. Mediator sind im Gegensatz zu den Streitschlichtern Lehrer oder Pädagogen. Sie haben in der Regel eine Mediatorausbildung durchlaufen und haben die Möglichkeit auch andere Maßnahmen einzuleiten, wenn die Konfliktparteien mit einer einfachen Konfliktberatung nicht weiter kommen.

Wie funktioniert Mediation an der Grundschule?

Mediation läuft nach bestimmten festgelegten Regeln und unter bestimmten Bedingungen ab. Drei Regeln gelten für jede Mediation. Die Konfliktparteien lassen sich gegenseitig ausreden und begegnen sich mit Respekt. Der Mediator ist unparteiisch und begegnet beiden Konfliktpartnern vorurteilsfrei. Das, was in der Mediation besprochen wird, bleibt geheim und wird von keinem der Beteiligten nach außen getragen.

Meist reicht es schon aus, wenn die Kinder beide die Möglichkeit bekommen, ihre Sicht der Dinge darzustellen und dem anderen zuzuhören. Manchmal sind auch spezielle Interventionen erforderlich, um den beteiligten Schülern die Möglichkeit zu eröffnen, den entstandenen Konflikt zu lösen.

Bildnachweis: highwaystarz / stock.adobe.com

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