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Masern nehmen zu – sind Masernpartys sinnvoll?

Lesezeit: 2 Minuten Eigentlich war geplant, dass die Masern durch eine weltweite Durchimpfungsrate ausgerottet werden sollten. Doch die Masernimpfung steht in der Kritik von Fachleuten und besorgten Eltern. Damit Kinder frühzeitig die Masern bekommen, werden von Eltern so genannte Masernpartys veranstaltet. Sind solche Partys sinnvoll oder sollte man sein Kind gegen Masern impfen lassen?

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Masern nehmen zu – sind Masernpartys sinnvoll?

Masern nehmen zu – sind Masernpartys sinnvoll?

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Was versteht man unter dem Begriff Masernparty?

Manche Eltern, die es ablehnen, ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen, versprechen sich durch die Teilnahme an Masernpartys, dass ihre Kinder durch den Kontakt mit Infizierten mit Masern angesteckt werden. Sie sind davon überzeugt, dass es sinnvoller ist, wenn ihre Kinder in jungen Jahren diese Kinderkrankheit bekommen und dadurch eine lebenslange Immunität gegen Masern entwickeln.

Masernimpfung oder Masernparty – was ist sinnvoller?

Eine Masernerkrankung verläuft nicht immer harmlos. In etwa 80 Prozent aller Krankheitsfälle verlaufen die Masern ohne Komplikationen, jedoch können bis zu etwa 20 Prozent aller Erkrankungen schwer bis sehr schwer verlaufen. Durch die Teilnahme an Masernpartys wird von den Eltern in Kauf genommen, dass ihre Kinder an Masern erkranken. Viele Wissenschaftler sind jedoch davon überzeugt, dass die Masernimpfung für Kinder weniger riskant ist, als die Masernerkrankung.

Impfgegner halten jedoch dagegen, dass es auch durch die Masernimpfung zu schweren Impfreaktionen – wie zum Beispiel der Encephalopathie, dies ist eine Gehirnerkrankung – kommen kann. Auch sollen Kinder, die gegen Masern geimpft wurden, überdurchschnittlich häufig an allergischen Krankheiten leiden.

Welche Komplikationen können durch eine Masernerkrankung auftreten?

Masern sind sehr ansteckend. Wenn Komplikationen auftreten, können dies vor allem Mittelohrentzündung oder Masernpneumonie – dies ist eine Lungenentzündung – sein. Bleibende Schäden können durch die gefürchtete Masernencephalitis auftreten. In schlimmen Fällen kann diese Erkrankung zur Behinderung oder sogar zum Tod der Betroffenen führen.

Eine Masernerkrankung im Jugend- oder Erwachsenenalter kann schwer verlaufen

Aus diesem Grund setzen Eltern ihre kleinen Kinder auf den Masernpartys bewusst der Ansteckungsgefahr aus. Sie wollen damit verhindern, dass ihre ungeimpften Kinder im Jugend- oder Erwachsenenalter an einer schweren Form der Masern erkranken. Zudem soll eine Masernerkrankung einen lebenslangen Schutz vor Masern aufbauen. Im Gegensatz dazu hat die Masernimpfung nur eine begrenzte Schutzwirkung.

Weniger geimpfte Kinder bedeutet eine Zunahme der Masernerkrankungen

Je weniger Kinder gegen Masern geimpft sind, desto mehr erkranken auch daran. Eine Patentlösung für alle gibt es leider nicht. Bei Masernerkrankungen sowie bei Masernimpfungen können Komplikationen auftreten. Die letzte Entscheidung, ob ein Kind geimpft werden soll, liegt immer bei den Eltern.

Urheber : Parinya Binsuk/123rf.com

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