Praxistipps Verein

Marktforschung im Verein – bloß nicht die Zeit verschlafen!

Lesezeit: 2 Minuten Auch Ihr Verein ist auf den verschiedensten Märkten aktiv: Mitglieder, SportlerInnen für Leistungssport usw. Will man nun diese Märkte systematisch angehen, ist es erforderlich, sich darüber zu informieren. Viele Vereine lassen dieses aber auf sich zukommen – nach dem Zufallsprinzip wird geschaut, wen man für den Verein ansprechen kann. Diese Methode kann ganz schnell zum Eigentor führen. Hier finden Sie Tipps für die Marktforschung in Ihrem Verein.

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Marktforschung im Verein – bloß nicht die Zeit verschlafen!

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Dabei sind wir im Verein alle quasi täglich mit Marktforschung befasst. Angebote für den neuen PC, die Suche nach einem günstigen Gerätelieferanten, um nur zwei Beispiele aus dem Beschaffungsmarkt zu nennen. Der Absatzmarkt beschäftigt sich mehr mit dem, wie unsere Vereinsangebote bei den Mitgliedern ankommen, wer in Zukunft unseren Sport treiben wird.

Die Frage nach den zukünftigen Mitgliederkreisen sollte jeden Verein interessieren. Meldungen in der Vergangenheit sollten schon länger nachdenklich gestimmt haben. Statistiken des Bundes, der Länder und Kommunen stellen für die Recherche die jeweiligen Zahlen zur Verfügung. Diese Daten geben Aufschluss darüber, wie viele Menschen in den nächsten Jahren im Umfeld der Vereine leben werden, wie die Altersstruktur sein wird, welche Anforderungen auf den Verein zukommen werden und worauf sich der Verein einstellen muss. 

Ziel und Aufgabe der Marktforschung ist es, möglichst viel über den Marktbereich des Vereins in Erfahrung zu bringen, in dem eine Maßnahme geplant ist. Ein klassisches Thema ist natürlich die Gewinnung von Kindern und Jugendlichen oder die Gewinnung von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Wie kann eine Marktforschung aussehen?

Erste Maßnahmen sollten das Studium von z. B. der Shellstudie sein. Überhaupt gibt das Internet hier vielerlei grundsätzliche Informationen und warum soll gerade Ihr Verein das Rad zum zweiten Mal erfinden. Vielfach sind die regionalen Probleme schon analysiert und teilweise auch in Angriff genommen worden. Ein Erfahrungsaustausch ist hier sehr effektiv und zeitsparend. Danach wird es dann schon spezieller und für den eigenen Verein zugeschnittener. 

Anschließend stellen sich Fragen, wie der Zulauf beispielsweise für Angebote wie Kinderturnen, Seniorenturnen oder andere Vereinsangebote ist. Dabei interessiert weniger die Frage, ob die Jugendlichen mit unserem Angebot "glücklich" sind, sondern es gilt Angebotsformen zu erkennen, mit denen der Verein mehr Zulauf, z. B. von Kindern, erwarten könnte.

Erwartungen von Kind und Jugend vs. Vereinsvorstellung

Aus der Beantwortung von Fragen zu diesem Thema können natürlich Brennpunkte erwachsen. Sollte z. B. vom Trainer und der Vereinsführung eine leistungsorientierte Perspektive vertreten werden, die Rückmeldungen der Kinder aber eher einen moderaten Leistungsstil fordern, muss überlegt werden, wie reagiert werden soll.

Praktische Methoden der Marktforschung

Marktforschung bedeutet in erster Linie "Fragen stellen". Suchen Sie das Gespräch. Dabei handelt es sich zwar nicht um systematische Forschung, das ist aber sehr werbewirksam. Sie können sich so einen ersten Eindruck machen, wie z. B. die Jugend Ihren Verein sieht.

Klassisch ist der Fragebogen, in dem das (potentielle) Mitglied befragt wird. Diese Aktion ist zwar ungleich aufwändiger, garantiert aber – bei gründlicher Vor- und Nachbereitung – ein sehr aussagekräftiges Ergebnis. Dabei kann das Stadtfest, die Heimspiele oder ähnliche Anlässe als Verteilungsmedium dienen. Ein Preisausschreiben für ausgefüllte Fragebögen kann die Teilnahme und Rückgabe positiv anregen.

WICHTIGER TIP: Jede Erhebung durch Fragebögen macht nur Sinn, wenn diese sorgfältig ausgearbeitet und nach statistischen Anforderungen entspricht.

Eine dritte Methode ist die "Turn-Werkstatt". Hier wird mit Hilfe eines kundigen Moderators für Kindergruppen mit Kindern aus dem Verein und deren Freunden an einem Nachmittag eine Zukunftsvision von Turn- und Sportverein erarbeitet. Wichtig dabei ist eine kindgerechte aber systematische Vorgehensweise.

So macht die "Zukunft Verein" sehr viel Spaß und Ihr Verein kommt gar nicht erst in Gefahr, die Zeit zu Verschlafen.

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