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Marketing im Verein: Die ersten Schritte

Lesezeit: 3 Minuten Im zweiten Teil dieser Serie finden Sie die ersten praktischen Schritte, die Sie für den Aufbau eines guten Marketings im Verein ausführen müssen.

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Marketing im Verein: Die ersten Schritte

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Als ersten benötigen Sie natürlich Menschen, die sich für Marketing im Verein begeistern. Da Marketing nicht einfach irgendein Bereich ist, sondern sehr wichtig, benötigen Sie dort auch eine gewisse Kompetenz. Ich möchte Ihnen gerne meinen Einstieg ins Vereinsmarketing erzählen. Ich denke, so kann es auch in anderen Vereinen funktionieren.

Marketing im Verein: So fing alles an
Als Student habe ich mich bei einem Verein, dem ich heute noch angehöre einfach als "Praktikant" vorgestellt. Mein erster Termin war in einer Vorstandssitzung, in der ich mich allen Mitgliedern des Vorstandes vorgestellt habe. Mir wurde damals gesagt, dass ich mit meinem Anliegen, im Marketing für den Verein tätig zu werden, offene Türen einrenne. Dies ist bei Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnlich.

Ich wurde überhaupt nicht als Praktikant sondern als Mitarbeiter im Vorstand implementiert. Letztendlich auch deshalb, weil ich eigenständig Konzepte erarbeitet und neue innovative Vorschläge gemacht habe. Ich möchte hier keine Werbung für mich machen. Ich möchte Ihnen nur aus eigener Erfahrung zeigen, dass sich ein wenig Mut, in wichtigen Bereichen externe motivierte Leute zu engagieren, durchaus auszahlen kann.

Jedoch ist es dringend notwendig, dass eine gewisse Motivation vorhanden sein muss. Anfänglich habe ich meine Aktivitäten stets abgesprochen. Irgendwann war der Moment gekommen wo es eine stille Vereinbarung gab und ich eigenständig werkeln durfte. Mittlerweile bin ich fester Bestandteil des Systems im Verein.

Task-Force Marketing 
Gute Leute müssen für Vereine nicht teuer sein. Sie müssen jedoch erfinderisch sein. Nutzen Sie Plattformen wie Xing, Facebook oder StudiVZ um an Studenten in Ihrer  Nähe heranzukommen. Wenn Sie eine Universität oder Fachhochschule in der Region haben: Bitte, sofort hin und eine Stelle ausschreiben. Fachhochschüler müssen meistens Pflichtpraktika absolvieren. Wieso nicht bei Ihnen?

Achten Sie aber auf die Motivation. Sie als Vorstand sollen und dürfen nicht aus dieser Task-Force ausgeschlossen werden. Es ist nur wichtig, eine spezielle Arbeitsgruppe zu haben, die sich mit dem Thema auseinandersetzt. Oft sind die Personen Mitglied, die für die Sponsorenakquise zuständig sind. Unser Team besteht aus 4 Personen. 2 davon gehören direkt dem Vorstand an, einer der die EDV macht und ein Praktiker, der Ahnung von der Materie hat.

Zweiter Schritt beim Marketing im Verein: Positive Reputation schaffen
Die Task-Force ist bereit zu arbeiten. Alle sind motiviert. Alle möchten ihr Bestes geben. Als erstes gilt es, sich einen Überblick zu machen, welche Aktivitäten in Richtung Marketing laufen. Events, Jugendarbeit, Erfolge, Alleinstellungsmerkmale des Vereins oder auch soziales Engagement können dazu zählen.

Wir wollen in erster Linie die öffentliche Meinung durch unser Marketing positiv beeinflussen. Das heißt, wir müssen alles dafür geben, um eine gute Reputation zu erlangen. Dies können wir eben durch die oben erwähnten Dinge tun. Was am meisten zieht ist jedoch die soziale Komponente.

CSR und CER
Was zum Geier soll das bloß heißen? Jetzt geht es richtig los. Dies sind zwei Fachbegriffe im Marketing, die immer mehr Bedeutung in der Wirtschaft bekommen, aber für unsere Vereine schon immer wichtig waren. Corporate Social Responsibility ist gleichzusetzen mit sozialem Engagement. Hört sich wichtig an und ist es auch in der Tat. Reputation bekommt man am besten durch CSR-Maßnahmen.

Dies können Betreuung von Kindern sein, Integrationsmaßnahmen etc. Auch Ihre Jugendarbeit gehört dazu. Das ist Ihr wichtigstes Zugpferd für Ihre Marketing-Aktivitäten. In einem der letzten Newsletter habe ich Ihnen von meinen Erfahrungen bei der Sponsorenakquise erzählt. Das Thema Jugend zog einfach am meisten.

CER geht in die ähnliche Richtung: Corporate Environmental Responsibility bedeutet das Engagement im Bereich Umwelt. Das kann beim Nutzen von Pappbechern anstatt Plastikbecher anfangen und beim Engagement zur Erhaltung eines Waldes aufhören. CER ist ein Bereich, der noch nicht ganz auf Augenhöhe von CSR ist, aber immer wichtiger wird.

Wir wollen hier doch auch Trends erkennen, Sie erinnern sich bestimmt an die Definition aus dem ersten Artikel dieser Serie, und CER ist ein ganz klarer Trend. Es gibt mittlerweile auch schon Studiengänge, die sich nur mit "Green Business" beschäftigen.

Zu all den wichtigen CSR- und CER-Maßnahmen kann ich Ihnen nur ein paar Vorschläge machen. Ihr Verein ist aber viel zu lebendig, um für alle pauschal eine konkrete Aussage zu treffen, was in Ihrer jeweiligen Situation am richtigsten ist. Das muss ich auch nicht. Das ist ja gerade das schöne beim Marketing. Richtig ist das, was erfolgreich ist! Und das kann von Region zu Region unterschiedlich sein.

Haben Sie gute Ideen, die Sie gerne der Öffentlichkeit präsentieren möchten. Dann schreiben Sie mir einfach und wir sprechen darüber. Wenn Sie möchten Finden wir einen schönen Platz dafür hier auf VNR.de.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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