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Macht Macht sexy?

Lesezeit: 2 Minuten Macht treibt seit jeher die Menschen an. Doch hin und wieder drängt sich die Überlegung auf, wie nützlich die Macht des Einzelnen für die Allgemeinheit ist. In Krisenzeiten zeigt sich, ob Macht von Gier oder Verantwortung begleitet wird.

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Macht Macht sexy?

Macht Macht sexy?

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Macht übt ja auf viele Menschen eine enorme Anziehungskraft aus. Und obwohl Macht weithin keinen guten Ruf genießt, möchten die meisten Menschen gerne welche haben. Gerade Männer werden auch heute noch von klein auf darauf gepolt, dass Macht ein männliches Markenzeichen ist und Macht sexy macht.

Frauen und die Macht

Aber auch Frauen sind inzwischen auf den Geschmack gekommen. Denn mit nichts lässt sich so autark agieren wie mit der Macht über das eigene Leben und wenn möglich noch über das Anderer. Dennoch wissen Frauen ganz genau, dass die Macht auch eine andere Seite hat. Mächtige Frauen kennen das Problem der privaten Einsamkeit weit mehr als Männer. Denn im Gegensatz zu männlicher Macht wird die weibliche Macht selten als sexy empfunden. Machtvolle Frauen gelten als kalt und herrschsüchtig.

Macht und Verantwortung

Was aber von Frauen und Männern in gleicher Weise übernommen werden will, ist die Verantwortung, die mit der Macht einhergeht. Denn Macht als Soloprogramm wird es niemals geben. Und dieser Verantwortung will sich dann der eine oder andere plötzlich nicht stellen. Und das erleben wir in privaten Tragödien im Alltag ebenso, wie in der Wirtschaftlichen, die derzeit unsere Medien und ganz Europa in Atem halten.

Macht-Gier

Genau genommen dürfte Macht nur als zusätzliches Instrument zur Wahrnehmung der   Verantwortung dienen. Doch wir erleben in der Realität anderes: Mag auch der Euro Schuld an der Griechenlandkrise tragen, muss man sich doch gleich die Frage stellen, wie eine Währung „Schuld“ sein kann. Eher müssten die Verantwortlichen, die die Macht hatten, für oder gegen einen Euro zu entscheiden, die Verantwortung übernehmen. Aber da spielte in der Vergangenheit offenbar noch ein weiterer Faktor eine große Rolle: Die Gier. Ob nun nach materiellen Werten oder nach einem unsterblichen Ruf sei dahin gestellt.

Ausstrahlung und Macht

Und mag die Macht tatsächlich noch sexy machen, tut dies die Gier sicherlich nicht. Das, was ein Mensch an Ausstrahlung durch Macht gewonnen haben mag, verkehrt sich durch Machtgier in ein unangenehmes Gegenteil. Gierige Menschen sind unsympathisch und wirken nicht vertrauenerweckend. Weil wir instinktiv fühlen, dass sie ihre Verantwortung niemals wahrnehmen werden, wenn es drauf ankommt. Weil wir spüren, dass sie uns als Mittel zum (Selbst-)Zweck nutzen möchten.

Macht-volle Ausstrahlung auch im Scheitern

Allerdings gewinnt derjenige, der sich mutig der Verantwortung stellt, enorm an Ausstrahlung. Und zwar selbst dann, wenn er in seinem ehrlichen Vorhaben scheitert. Denn Verantwortung zu übernehmen verleiht Größe. Und diese menschliche Größe gleicht einer inneren Macht, die sich nicht durch Scheitern oder Niederlagen geschlagen gibt. Sie ist alleine vom persönlichen Reifeprozess des Menschen abhängig.

Bildnachweis: GVS / stock.adobe.com

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