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Lymphödeme – was Sie im Alltag beachten sollten

Lesezeit: 2 Minuten Unter einem Lymphödem versteht man eine vermehrte Wasseransammlung in bestimmten Körperarealen aufgrund einer Insuffizienz des körpereigenen Lymphsystems. Solche meist lang bestehenden Schwellungen werden sehr erfolgreich mit manueller Lymphdrainage behandelt. Doch ergänzend zu den Therapieeinheiten der manuellen Lymphdrainage sollten einige Maßnahmen zusätzlich durchgeführt und beachtet werden.

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Lymphödeme – was Sie im Alltag beachten sollten

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Bandagierung für den Langzeiteffekt

Der Effekt einer manuellen Lymphdrainage-Behandlung ist meist direkt nach der Behandlung sicht- und spürbar. Um diesen Effekt bei chronischen Lymphödemen langfristig zu sichern, ist eine geeignete Kompressionstherapie unerlässlich.  Diese kann entweder in Form von Bandagierung, also Umwicklung mit elastischen Bandagen verschiedener Art durch den Therapeuten oder durch speziell angepasste Bestrumpfung geschehen.

Eine angepasste Bestrumpfung wird nach einem speziellen Messverfahren individuell angefertigt. Welche Art der Kompression gewählt wird, hängt von der Ödemerkrankung ab und wird vom behandelnden Arzt bestimmt. Die Kompressionsbehandlung sollte in jedem Fall regelmäßig erfolgen.

Hautpflege als Schutz vor Infektionen

Bei einem bestehenden Lymphödem wird die Haut in dem betroffenen Areal sehr gedehnt. Daher kann der schützende Säuremantel der Haut gestört werden. Hierdurch und durch den gesteigerten Gewebedruck ist die Infektionsgefahr der Haut deutlich erhöht.

Typische Infektionen bei einem Lymphödem sind zum Beispiel Lymphfisteln oder Lymphbläschen. Grundsätzlich ist die Haut eines Lymphödems eher trocken und schuppig. Gegen diese Austrocknung und vor möglichen Infektionen hilft das regelmäßige Eincremen der Haut mit einer fetthaltigen, pH-neutralen Creme.

Wichtig ist, dass diese weder Alkohol, noch Parfums enthält. Optimal kann das Eincremen der Haut nach der Körperreinigung vorgenommen werden. Die abgetrocknete Haut sollte dabei immer von den Extremitäten, hin zum Oberkörper als Streichrichtung behandelt werden. Solch eine Behandlung sollte immer vorbeugend vor Infektionen erfolgen. Bei bestehenden Hautinfektionen ist der Rat eines Arztes notwendig.

Bewegung aktiviert das Lymphsystem

Regelmäßige Bewegung ist bei einer umfassenden Ödemtherapie unumgänglich. Durch die Muskel- und Gelenkbewegungen wird der Lymphtransport im Körper positiv beeinflusst. Die tiefliegenden Lymphgefäße werden durch die gesteigerte Arterienpulsation bei der Bewegung aktiviert.

Die Art der Bewegung sollte allerdings nicht schmerzhaft sein. Besonders geeignet für Lymphpatienten sind Sportarten wie Nordic Walking, Fahrrad fahren oder Aerobic. Schwimmen oder Aqua-Gymnastik sollte nur bei Lymphödemen ohne Infektionsgefahr durchgeführt werden.

Atemtherapiemethoden

Durch einen veränderten Atemrythmus verändern sich die Drucke im Brustkorb. Der Lympheinstrom wird  im rechten und linken Venenwinkel im oberen Brustkorb dadurch deutlich begünstigt. Konzentrationsübungen auf gezielte Bauchatmung im Rahmen von Entspannungsübungen können bei der bewussten Atemlenkung sehr effektiv sein. Auch meditative Übungen sind geeignet.

Bildnachweis: Photographee.eu / stock.adobe.com

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