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Laufen: Was bringen Kompressionsstrümpfe?

Lesezeit: 2 Minuten Weltklasse-Hochspringer setzen mittlerweile ebenso auf Kompressionsstrümpfe wie Triathleten oder Marathon-Läufer. Was ist dran an den Kompressionsstrümpfen? Studien könnten Aufschluss geben.

2 min Lesezeit
Laufen: Was bringen Kompressionsstrümpfe?

Laufen: Was bringen Kompressionsstrümpfe?

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In der Medizin werden Kompressionstrümpfe bereits seit Längerem zur Behandlung von Gefäßkrankheiten eingesetzt. Die neuerdings im Sport eingesetzte Variante dieser Strümpfe funktioniert nach demselben Prinzip: Die Wade wird einem leichten, gleich bleibenden Druck ausgesetzt. Dies soll die Muskulatur stützen und den Rückstrom des sauerstoffarmen venösen Blutes verbessern – behaupten zumindest die Hersteller. Doch was sagt die Wissenschaft dazu?

Kompressionsstrümpfe: Studien bescheinigen positive Wirkung

Die großen Hersteller, wie etwa cep oder 2XU, versprechen viel, unter anderem eine Leistungssteigerung um bis zu 5 Prozent und eine deutlich beschleunigte Regeneration. Wird da etwa zu viel versprochen? Eher nein; an diesen Verheißungen scheint   wirklich etwas dran zu sein, wie das Ergebnis einer Studie der Universität Erlangen-Nürnberg (2002) belegt.

Bei dieser Studie absolvierten 21 Hobbyläufer, vom Gelegenheitsläufer bis zum ambitionierten Jogger, im Abstand von knapp 48 Stunden zwei Stufentests auf einem Laufband. Beim ersten Mal trugen sie Kompressionsstrümpfe, beim zweiten Mal normale Laufsocken. Gradmesser waren der subjektive Erschöpfungsgrad, eine Spiroergometrie und eine Laktatmessung. Das Resultat: Mit den Kompressionsstrümpfen an den Beinen konnten die Testpersonen im Schnitt fünf Minuten länger durchhalten. Außerdem waren sie in der Lage, ihre maximale Sauerstoffaufnahmekapazität (VO2max) um 3 Prozent zu steigern.

Kompressionsstrümpfe: Zweite Studie belegt bessere Durchblutung

Eine zweite Studie der TU Dresden aus dem Jahr 2005 nahm sich ebenfalls dem Thema Kompressionsstrümpfe im Sport an. Die Sachsen legten jedoch den Schwerpunkt auf die Durchblutung in der kompressierten Körperregion. Ihr Ergebnis: Wer Kompressionsstrümpfe trägt, verbessert die Durchblutung in seinen Waden bei Ruhe um 30 Prozent und bei Belastung sogar um 40 Prozent. Damit ist zumindest der indirekte Beweis erbracht, dass Kompressionsstrümpfe die Regeneration beschleunigen.

Ob Kompressionsstrümpfe jedoch auch für jedermann zu empfehlen sind, ist eine schwierige Frage. Die guten Stücke gibt es je nach Anbieter für 35 Euro aufwärts. Wer nur sehr unregelmäßig läuft und keine Wettkampfambitionen hegt, ist sicherlich mit normalen (Lauf-)Socken auch gut bedient. Am Ende ist es wohl eine Frage des Geldbeutels und des Glaubens an die Technik.

Bildnachweis: glisic_albina / stock.adobe.com

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