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Laufen: Hoher Puls bei Kälte?

Lesezeit: 1 Minute Wer regelmäßig mit Pulsuhr läuft, wird sich vielleicht schon gefragt haben, warum die Werte im Display bei großer Kälte hoch sind, obwohl man nicht sonderlich schnell unterwegs ist. Schuld an dem hohen Puls ist die Thermoregulation.

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Laufen: Hoher Puls bei Kälte?

Laufen: Hoher Puls bei Kälte?

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Unser Körper verfügt über viele ausgeklügelte Systeme. Eines davon ist die Thermoregulation. Sie ist dafür verantwortlich, dass wir unsere optimale „Betriebstemperatur“ von rund 36 Grad unter den verschiedensten Bedingungen so lange aufrechterhalten können.

Thermoregulation beim Laufen in der Kälte

Bei Kälte reduziert der Körper die Wärmeabgabe, indem er verstärkt den Körperkern – dort sitzen die lebenswichtigen Organe – und weniger die Haut und die Extremitäten durchblutet.

Muss der Körper jedoch verstärkt einschreiten, um die Körpertemperatur zu regulieren, erhöhen sich auch Herzschlag und Blutdruck. Das wiederum kurbelt den Stoffwechsel an und kostet Energie. Für einen Läufer heißt dies, dass die Herzfrequenz bei extrem niedrigen Temperaturen bei gleichem Tempo deutlich über dem Normalwert liegt.

Wer mit einer Pulsuhr trainiert ist, sollte seinen angezeigten Puls im Display also relativieren und ihm nicht zu viel Bedeutung beimessen. Gegebenenfalls sollten Sie Ihren Zielpuls bei Kälte ein wenig nach unten korrigieren. Ansonsten hilft es immer noch, auf seinen Atemrhythmus und sein Gefühl zu vertrauen.

Laufen bei Kälte: Langsam laufen, Grundlagen schaffen

Laufen Sie auch bei leichten Minusgraden weiter – natürlich entsprechend angezogen (Stichwort: Zwiebelprinzip). Grundlagenläufe kann man auch bei Schnee und Eis häufig noch gut absolvieren. So trainieren Sie auch im Winter die konditionellen Grundlagen und sammeln wertvolle Trainingskilometer. Dadurch müssen Sie im Frühjahr nicht bei null starten. Außerdem stärkt die Herz-Kreislauf-Belastung Ihr Immunsystem.

Lösen Sie sich jedoch von dem Gedanken, mindestens einmal in der Woche einen Intervall- oder Tempodauerlauf machen zu müssen. Bei großer Kälte, Schnee und Eis ist das Verletzungsrisiko einfach zu groß. Wer darauf trotzdem nicht verzichten möchte, sollte sich ausgiebig warmlaufen oder aber sein Pensum auf dem Laufband oder in der Halle abspulen.

Bildnachweis: skumer / stock.adobe.com

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