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Lastschrift, PayPal und dann? Wie sich das Bezahlen im Internet verändert

Lesezeit: 3 Minuten Wie wurde früher gezahlt? Das Geld wurde – da es keine Onlineshops gab – in Bar übergeben. Alternativ standen Überweisungsträger zur Verfügung, die mit Glück vorgedruckt waren, ansonsten mussten sie ausgefüllt und bei der Bank abgegeben werden. Es gab Lastschriften, allerdings nur für einige wenige. Und vor allem: Der Zahlungsverkehr außerhalb der Barzahlung dauerte. Drei bis vier Tage waren innerdeutsch die Regel, gerade dann, wenn außerhalb des eigenen Bankenverbunds gezahlt werden musste. Das Internet brachte auch hier eine große Wende und das markanteste Merkmal nutzen heute die meisten Bürger täglich: Onlinebanking. Es beschleunigte und es erlaubte auch das Bezahlen in einer ganz neuen einfachen Form. Dieser Artikel schaut sich einmal an, was sich eigentlich getan hat.

3 min Lesezeit
Lastschrift, PayPal und dann? Wie sich das Bezahlen im Internet verändert

Lastschrift, PayPal und dann? Wie sich das Bezahlen im Internet verändert

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Die Klassiker: Überweisung und Lastschrift

Trotz Onlineshops und diverser Möglichkeiten rund um den Zahlungsverkehr gibt es diese beiden Klassiker weiterhin. Doch auch sie werden in einer beschleunigten Form geboten:

  • Lastschrift – das Lastschriftverfahren ist einfach und die meisten Bürger nutzen es für fortlaufende Abbuchungen. Streamingdienste werden fast immer so bezahlt, wer ein fester Käufer in einem Onlineshop ist, der wählt ebenso das Lastschriftverfahren: Bankverbindung eingeben, mit der Bestellung den Haken zum Einverständnis setzen, fertig.
  • Überweisungen – im eigenen Onlinebanking sind sie weiterhin in der üblichen Form vorhanden, wobei es nun die Option gibt, Überweisungsvorlagen einzurichten. Auch geht die gewöhnliche Überweisung in dieser Variante wesentlich schneller, zumal nun die Echtzeitüberweisung verfügbar ist. Zugleich kann heute jeder eine Terminüberweisung selbst erstellen. Doch gibt es eine weitere Form:
  • Sofortüberweisung – auch sie ist eine gewöhnliche Überweisung, setzt jedoch auf die virtuelle Ausgabe eines vorausgefüllten Überweisungsträgers. Wird per Sofortüberweisung bezahlt, wird der Kunde zum Dienstleister geleitet: Dort kann die eigene Bank ausgewählt werden, es wird sich mit den Zugangsdaten angemeldet und die Überweisung mitsamt TAN generiert werden. Die Empfängerdaten wurden im Hintergrund übermittelt.

Beide Zahlungsmittel haben auch trotz des Internets eine weite Verbreitung, wobei die Banken selbst Kunden in die Richtung des Onlinegeschäfts drücken. Wer zu Hause keinen Computer hat, der kann eine abgeschwächte Variante des Onlinebankings am Terminal in der Geschäftsstelle nutzen.

Die Verbreitung der Klassiker ist besonders hoch und von Online-Casinos bis hin zu Konzertveranstaltern werden beide Zahlungsmöglichkeiten immer angeboten. Wer sich für ein entsprechendes Online-Casino interessiert, findet unter www.nachgefragt.net eine entsprechende Übersicht.

PayPal und Co.: Zahlungsanbieter beschleunigen die Zahlung

Dieser Abschnitt baut auf dem vorherigen auf, denn ohne das Onlinebanking würden die Anbieter nicht funktionieren. Ein Überblick:

  • PayPal – der Anbieter revolutionierte das Zahlungswesen. PayPal, einst als sichere Zahlungsoption für eBay bekannt geworden, erlaubte es, virtuell nur mit einem Account Geld zu überweisen und zu erhalten. Damit Überweisungen funktionieren, muss allerdings eine Kreditkarte oder ein Bankkonto hinterlegt und verifiziert werden. PayPal ist der Zahlungsanbieter, der den meisten Menschen heute ein Begriff ist und den viele Bürger gerade dann nutzen, wenn sie im Ausland einkaufen.
  • Klarna/Sofortüberweisung – der Sonderpunkt der Überweisung muss natürlich auch an dieser Stelle stehen. Bekannt wurde das Modell tatsächlich durch den Anbieter Sofortüberweisung, der heute zu Klara geworden ist. Das Prinzip wurde bereits oben erklärt. Diese Zahlweise ist für Kunden und Verkäufer sicher, da der Verkäufer die bestätigte Zahlung sogleich erhält. Für den Kunden bedeutet das, dass die Bestellung früher abgeschlossen wird, da die Zahlung sogleich als empfangen gebucht werden kann. Klarna hat sein Angebot mittlerweile auf weitere Bereiche ausgeweitet, so können auch Ratenzahlungen über den Anbieter abgeschlossen werden, sogar zu sehr günstigen Konditionen.
  • Online-Anbieter – hinzu kommen die Anbieter, die wahlweise Wallets darstellen, aber auch PaySafe-Cards oder Klarna-ähnliche Dienste. Sie funktionieren auf verschiedenen Wegen, bei einigen von ihnen ist ein vorheriger Account und die Verknüpfung mit dem Bankkonto notwendig. Manche dieser Anbieter erlauben es auch, Zahlungen zu empfangen. Andere erfordern keine vorherige Anmeldung, sondern führen eine Sofortüberweisung unter Berücksichtigung des Bankkontos durch, bei dem sich während des Prozesses angemeldet wird.

All die Optionen haben jedoch eines gemein: Sie erlauben die Bezahlung in Echtzeit. Selbst, wenn das Geld noch nicht direkt beim Empfänger gutgeschrieben ist, so erhält dieser sogleich eine Zahlungsbestätigung. Da zudem der Käuferschutz gerne integriert wird und Kunden somit geschützt werden, wird ein weiterer Pluspunkt erfüllt.

Wie könnte das Bezahlen der Zukunft aussehen?

Beim Bezahlen der Zukunft sollte das Internet vom Offline-Leben getrennt werden. Sicher, es gibt immer Überschneidungen. Generell gilt, dass das Bezahlen noch einfacher wird:

  • Direkte Buchung – dieses Prinzip kann man an den Amazon-Teststores, aber auch in anderen Testgeschäften beobachten. Während des realen Einkaufs werden die Waren im Einkaufswagen automatisch gescannt, andere werden via Smartphone gescannt. Beim Verlassen des Ladens wird jetzt virtuell kassiert und der Betrag automatisch vom hinterlegten Konto abgebucht.
  • Geschwindigkeit – die NFC-Technologie wird sich so weit ausweiten, dass das Zahlen tatsächlich im Vorbeigehen funktioniert. Die Banken weichen die Grenzen längst auf, denn wer einige virtuelle EC-Karten nutzt, der muss heute schon selten eine PIN eingeben.
  • Online – aktuell kommen immer weitere Zahlungsdienstleister auf den Markt, die Google- und Apple-Pay beinahe in den Schatten stellen. Schätzungsweise wird sich dies noch einige Zeit fortsetzen, bis die Topprodukte herausgefiltert werden können. Einfach, sicher, schnell, überall und für Zahlungsein- und Ausgänge dürften die Stichworte der Zukunft sein.

Auch die Verschmelzung der On- und Offlinezahlung ist wahrscheinlich. In Schweden zeigt sich, was möglich ist. Ein Großteil zahlt über die App Swish, die längst nicht nur online verfügbar ist, sondern das Zahlen an jedem Ort in Schweden ermöglicht. Selbst in der Kirche kann die Spende per App ausgegeben werden.

Fazit – neue Möglichkeiten und Zusammenfassungen

Momentan haben gerade Casinonutzer das Problem, dass sie für Ein- und Auszahlung häufig unterschiedliche Anbieter benötigen. Dies ist eines der Beispiele, das beweist, dass die Zahlungsanbieter im Internet noch längst nicht perfekt sind. Doch auch im Offlineleben gibt es Luft nach oben. Das Internet wird hier ebenfalls voranschreiten, sodass Kunden basierend auf Apps wesentlich leichter zahlen können. Es ist gut möglich, dass sich Anbieter zusammenschließen, um Kunden ein echtes Rundumprodukt bieten zu können.

Bildnachweis: kite_rin / stock.adobe.com

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