Haus & Garten Praxistipps

Krokus – verlängerte Blüte durch richtige Zwiebelwahl

Krokus – verlängerte Blüte durch richtige Zwiebelwahl
geschrieben von Christian Goldmann

Durch die richtige Zwiebelwahl lässt sich die Zeit der Krokusblüte von Ende Februar bis in den April hinein verlängern. Richtige Pflege verlängert die Lebensdauer der Zwiebeln. Hier kommen ein paar Tipps rund um den frühen Blüher.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken Krokusse aus der Erde. Innerhalb weniger Tage verwandeln sich wintergraue Flächen in farbenfrohe Matten. Ein schönes Beispiel für das lila Frühlingsspektakel lässt sich im Schlosspark von Husum bewundern (das Krokusblütenfest findet im Jahr 2013 am 24. und 25. März statt).

Schon Ende Februar schieben sich erste Triebe durch das Erdreich. Die tulpenförmigen Knospen öffnen sich in warmer Mittagssonne zu strahlenden Sternen, um sich am Abend wieder zu schließen. An regnerischen Tagen fällt die ersehnte Blütenpracht sparsamer aus.

Wildkrokusse

Krokusse gehören zu den beliebtesten Frühlingsboten. Je nach Sorte blühen sie von Ende Februar bis in den April hinein. Wildkrokusse oder auch botanische Krokusse (crocus spec.) genannt, sind die ersten, die sich im Februar zeigen. Botanische Krokusse sind niedrig, oft nur fünf Zentimeter hoch und von zarter Gestalt. Um ins Auge zu fallen, sollten größere Partien (etwa 150 Zwiebeln pro Quadratmeter) im Herbst gepflanzt werden.

Eine der dank- barsten Sorten ist der lavendelblaue Elfenkrokus (Crocus tommasinianus). Diese Art gehört zu den früh- und langblühendsten der Wildkrokusse, ist wüchsig und robust. Durch Tochterknollen und durch Selbstaussaat vermehren sie sich reichlich und werden von Jahr zu Jahr mehr. Zu den frühesten gehören außerdem die Sorten Crocus imperati und Crocus sieberii. Botanische Krokusse sind für eine Pflanzung im Rasen am besten geeignet. Sie haben genügend Zeit, in Ruhe einzuziehen, bevor der erste Rasenschnitt erfolgt.

Gartenkrokusse

Etwas später erfolgt die Blütenphase der Gartenkrokusse, welche durch züchterische Arbeit aus dem Goldkrokus (Crocus chrysanthus) entstanden sind. Sie sind größer als Wildkrokusse. Ihre Farbskala reicht von Weiß über viele Gelbnuancen bis Orange. An sonnigen Plätzen vor Gehölzen in nahrhafter Erde vermehren sie sich gut über Tochterzwiebeln.

Ende März/Anfang April haben die Hybriden von Crocus vernus ihren Auftritt. Die bis zu zehn Zentimeter hohen üppigen Blüten erscheinen in Violett, Weiß oder zweifarbig.

Herkunft

Krokusse gehören in die Gattung der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und stammen aus dem Mittelmeerraum, dem Iran und Südrussland. Der Crocus vernus wächst in den Alpen und Pyrenäen wild.

Standort

Krokusse werden im Herbst in nahrhafter Erde an sonnigen Plätzen gepflanzt. Währen der Blüte sollte der Boden feucht gehalten werden, Staunässe führt zu Fäulnis der Knollen. Das Laub darf erst entfernt werden, wenn es gänzlich vertrocknet ist. Gute Begleiter sind Nieswurz, Lenzrosen, Schneeglöckchen und Winterlinge.

Safran

Eine Ausnahme in der Familie der Frühlingsblüher ist der Crocus sativus, der im Herbst blüht. Seine violetten, langen gelben Stempelfäden sind als Safran bekannt, das teuerste Gewürz der Welt.

Bildnachweis: Irina Volkova / stock.adobe.com

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