Computer Praxistipps

Kostenlose Android-Apps für Notizen, Memos und Freihandzeichnungen

Lesezeit: 4 Minuten Ein Android-Smartphone entwickelt sich schnell zum ständigen Begleiter in allen Lebenslagen. Ob Meetings, Messen oder Mitarbeiteraudits, das Smartphone dient inzwischen vielen als "ausgelagertes Gedächtnis". Lesen Sie hier, welche kostenlosen Apps Ihr Smartphone zum perfekten Notizblock mit vielen nützlichen Zusatzfunktionen machen.

4 min Lesezeit

Autor:

Kostenlose Android-Apps für Notizen, Memos und Freihandzeichnungen

Lesezeit: 4 Minuten

Notizen und Freihandzeichnungen erstellen, teilen und perfekt organisieren per Android-Smartphone

Textschnipsel erfassen, Skizzen machen, Grafikelemente entwickeln, all das sind typische Tätigkeiten an einem Notizbuch. Wer allerdings ein Android-Smartphone einsetzt, kann durchaus auch ohne die Ressource Papier auskommen und mit dem Smartphone, noch idealer mit einem Tablet, vergleichbare Aktionen ausführen und dabei noch viel an zeitsparender Funktionalität hinzugewinnen. Beachten Sie für die perfekte Nutzung entsprechender Android-App die folgenden Punkte:

  • Android-Referenzsysteme enthalten herstellerseitig keine echte Notiz-App. Doch je nach Android-Hersteller und Gerät sind die Systemoberflächen teils trotzdem schon „ab Werk“ mit einer Skizzenfunktion ausgestattet, die beispielsweise bei LG als „QuickMemo“ direkt in der Statuszeile am oberen Rand des Homescreen immer erreichbar ist. Bevor Sie also zusätzliche Apps installieren, kontrollieren Sie zuerst, ob der Gerätehersteller bereits eine entsprechende Installation vorgenommen hat.
  • Überaus hilfreich für Notizen und feine Zeichnungen ist generell das Verwenden eines Touchpens. In der Praxis ist der eigene Finger meist viel zu grob, um gut lesbare Notizen zu machen. Preiswerte Touchscreen-Eingabestifte für zielsicheres Tippen, Zeichnen und hohen Bedien-Komfort mit allen kapazitiven Touchscreen-Displays finden Sie bei www.pearl.de.
  • Einige Apps wie das nachfolgend vorgestellt Papyrus unterstützen auch bestimmte aktive Eingabestifte. Diese Stifte unterscheiden sich von den passiven Stiften durch eine Erkennung und Auswertung des Drucks beim Schreiben mit dem Stift, sodass eine natürliche Schrifteingabe möglich wird. Hinweise auf die entsprechenden Stifte finden Sie bei der Beschreibung der Apps oder auf der Homepage der Anbieter.

1. Papyrus – Natural Note Taking: Handschriften-App mit Stiftunterstützung

Die englischsprachige App Papyrus überzeugt durch viele praktische Funktionen bei intuitiver Bedienung und erfrischender Schlichtheit. Das Prinzip hinter Papyrus ist sehr einfach: Man macht – am einfachsten mit einem Touchpen – handschriftliche Notizen wie auf einem normalen Blatt Papier. Diese Notizen werden nicht umgewandelt, sondern bleiben in Ihrer eigenen Handschrift erhalten.

Eine Reihe von Zusatzfunktionen macht das Organisieren, Teilen und Bearbeiten der Notizen einfach und effizient. Nebst den Selbstverständlichkeiten wie verschieden dicken und farbigen Stiften und Radiergummis, können die Notizen in verschiedenen Notizbüchern organisiert und auch als Bild (.png oder .jpg) oder PDF exportiert werden. Die Notizen können via E-Mail, Bluetooth, Evernote und über andere Dienste geteilt werden.

Auch gezeichnete Bilder können Ihre Notizen ergänzen. Das Besondere hierbei ist die Vector Graphics Engine, die es ermöglicht, Bilder zu vergrößern und zu verkleinern, ohne dass es Qualitätsverluste gibt. Zoomen geht hierbei wie üblich über die Zwei-Finger-Geste.

Teile von Notizen können problemlos und schnell ausgeschnitten oder kopiert werden und in andere Notizen eingefügt und dort dank Vector Graphics Engine auf die gewünschte Größe gebracht werden. Mit zukaufbaren Premiumfunktionen können die Notizen zudem in eine Cloud (beispielsweise per Dropbox) geladen werden und sind so von überall abrufbar.

Die kostenlose App lohnt sich vor allem für Besitzer eines Tablets oder größeren Smartphones, auf dem genug Platz ist, in normaler Handschrift Notizen zu machen. Klarer Vorteil ist, dass die App auch mit ihr unbekannten Sprachen oder Zeichen klarkommt, da keine Schriftumwandlung stattfindet. Weitere Infos, ein Demo-Video und die Installation erreichen Sie im Google Play Store an diesem Direktlink.

2. OneNote – Ihr digitales Notizbuch für Beruf und Privatleben


OneNote ist vielen durch Windows bekannt. Inzwischen gibt es das Programm auch als App für Android. Der erste Vorteil liegt daher auf der Hand: Wer ein Microsoft-Konto und Office 365 oder SharePoint hat, kann die Cloud-Dienste nutzen und so seine Notizen von überall einsehen. Zusätzlich können Sie Notizen über E-Mail, Bluetooth und andere Dienste teilen.

Praktisch ist das Startbildschirm-Widget, das es einem ermöglicht, schnell eine (Sprach-)Notiz oder ein Foto zu machen. Auch bei dieser App können Notizen immer wieder neu sortiert werden. Ebenfalls nützlich ist die Möglichkeit, To-Do-Listen anzulegen und sie nach und nach abzuhaken.

Da die App viele Funktionen bietet und sich mit verschiedenen Geräten verknüpfen lässt, ist sie allerdings auch fehleranfällig. Es gibt immer wieder Updates, die Fehler beheben, es bleiben jedoch teils Probleme mit der Anmeldung mit dem Office 365-Account oder der Nutzung externer Tastaturen. Auch das Fehlen der Möglichkeit von Freihandskizzen wird bemängelt.

Gerade für Firmen oder größere Arbeitsgruppen ist diese App jedoch sehr gut geeignet, da die Verknüpfungsmöglichkeiten z.B. über die Cloud gegeben sind und somit wie bei einem echten Collaboration-Tool gemeinsames Arbeiten erleichtert wird. Weitere Infos und die Installation erreichen Sie im Google Play Store an diesem Direktlink.

3. Springpad – der Social-Network-Spezialist unter den Notiz-Apps

Springpad ist eine englischsprachige, kostenlose Android-App, die eine Fülle an Funktionen bietet. Die App geht im Grunde weit über eine Notiz-App hinaus und bietet noch stärker als OneNote das Gefühl eines persönliches Coaches, der alle Informationen aus allen Lebensbereichen zusammenfasst und es ermöglicht, diese problemlos über Social Media zu teilen.

Springpad bietet nebst individuell einstellbaren Homescreen-Widgets und einer automatischen Synchronisierung auf diversen Endgeräten die Möglichkeit, Internetseiten zu markieren und über die App abzurufen, To-Do-Listen mit Alarmfunktion anzulegen und seine Notizen nach verschiedenen Kriterien zu filtern und zu sortieren und Bilder, Textausschnitte, Sprachmemos, Webseiten oder Orte zu den Notizen hinzuzufügen.

Hinzu kommen noch spezielle Funktionen wie das Anlegen einer Liste von Filmen, die man gerne sehen würde. Sobald diese Filme bei Netflix verfügbar sind, wird man automatisch informiert. Springpad legt zudem viel Wert auf die Verknüpfung über Facebook und andere Social-Media-Seiten, sowie ihre eigene Community.

Dank der umfangreichen Funktionen kann die App – richtig genutzt – enorm hilfreich sein. Damit einher geht jedoch eine gewisse Unübersichtlichkeit. Zwar ist die App intuitiv zu bedienen, der Funktionsumfang ist aber für die meisten Nutzer zu groß und damit unnütz.

Ein weiterer Kritikpunkt besteht darin, dass man ein Nutzerkonto anlegen muss, um die App überhaupt nutzen zu können. Wer sich nicht für den gefühlt hundertsten Service registrieren möchte, wird also mit dieser App nicht glücklich. Weitere Infos, ein Demo-Video und die Installation erreichen Sie im Google Play Store an diesem Direktlink.

4. Evernote – Ihr mobiles Elefantengedächtnis

Für die New York Times gehört "Evernote" zu den "Top 10 Anwendungen", ganz bestimmt aber ist die App eine der bekanntesten im Bereich Organisation und Verwaltung. Die deutschsprachige App ist kostenlos, bietet jedoch auch zukaufbare Premiumfunktionen.

Auch diese App bietet eine Synchronisationsfunktion, sodass die Notizen auf verschiedenen Geräten abrufbar sind, ebenso wie Möglichkeiten, Notizen via E-Mail, Twitter oder Facebook zu teilen. Dazu ist auch hier ein Konto notwendig, das jedoch ermöglicht, das entsprechende Programm auch auf dem PC zu nutzen.

Schön und sehr nützlich ist die Funktion, in Bildern nach Text zu suchen. Evernote ermöglicht es einem damit, Bilder von Dokumenten zu machen und diese schnell nach Stichworten zu durchsuchen. Auch To-Do-Listen kann Evernote anlegen, ebenso wie auf dem Computer markierte Websites über die App sofort anzuzeigen. Auch alle wichtigen Basisfunktionen wie (Sprach-)Notizen, die dann mit Hilfe von Notizbüchern und Schlagwörtern sortiert werden können, beherrscht diese App.

Evernote wird von seinen Nutzern vor allem für die Übersichtlichkeit und die einfache, mit vielen Geräten (Windows, iOS, Android) kompatible Bedienung gelobt. Ebenfalls positiv fällt die Stabilität des App auf, die flüssig und problemlos läuft.

Damit erzeugt Evernote für sich das Alleinstellungsmerkmal, dass die App tatsächlich exakt das tut, was man erwartet: Intuitiv und einfach bedienbar einen analogen Notizblock zu ersetzen. Weitere Infos, ein Demo-Video und die Installation erreichen Sie im Google Play Store an diesem Direktlink.

Empfehlung: Tipps zu vielen weiteren praktischen Android-Apps finden Sie im Android-Portal auf experto.de.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von rcm-eu.amazon-adsystem.com zu laden.

Inhalt laden

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: