Gesundheit Praxistipps

Kopflausbefall? So sollten Sie behandeln!

Lesezeit: 2 Minuten Auch ein gepflegter Kopf und saubere Haare können von Kopfläusen befallen sein. Besonders häufig kommt der Kopflausbefall bei Kindern, insbesondere bei Mädchen vor. Wie können Sie Kopfläuse, Kopflauseier und Nissen erkennen? Was können Sie gegen Kopfläuse tun? Was sollten Sie bei der Behandlung beachten?

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Kopflausbefall? So sollten Sie behandeln!

Kopflausbefall? So sollten Sie behandeln!

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Kopfläuse werden nur von Mensch zu Mensch übertragen. Sie können sich auch nur auf Menschenköpfen vermehren.

Wenn ein Kopflausei sich auf einer Kopfhaut festsetzt, dauert es etwa 17 bis 21 Tage, bis die aus dem Ei entstandene Kopflaus selbst wieder fortpflanzungsfähig ist. Auf den von Kopfläusen befallenen Köpfen befinden sich Läuse, die unterschiedlich groß und unterschiedlich alt sind. Kopflausweibchen können in ihrer Lebensphase etwa 300 Eier produzieren. Die Lebensdauer einer Kopflaus beträgt bis zu etwa 4 Wochen.

Welche ersten Krankheitszeichen zeigen sich beim Kopflausbefall?

Ein ernst zu nehmender Warnhinweis ist das Kopfhautjucken. Dieses Symptom kann bereits einen Tag nach dem Befall mit Kopfläusen auftreten. Charakteristisch hierfür ist, dass sich die Betroffenen
kratzen. Das Kratzen kann allerdings zur Folge haben, dass die natürliche Hautbarriere zerstört wird und Krankheitserreger in die Kopfhaut eindringen können.

Es kann in schlimmen Fällen ein „Läuseekzem“ entstehen. Da das permanente Kratzen auch in der Nacht die Betroffenen stark beeinträchtigt, kann es auch zu Schlafstörungen kommen.

Tipp: Wenn Ihre Kinder diese Symptome aufweisen, sollten Sie unbedingt gründlich die Kopfhaut der Betroffenen untersuchen.

Wie sollten Sie bei einem Verdacht auf Kopflausbefall vorgehen?

  • Kaufen Sie sich einen guten Läusekamm, nur so können Sie Läuse, Eier und Nissen auf der Kopfhaut und in den Haaren gut erkennen. Feuchten Sie die Haare an, verwenden Sie zudem eine Haarspülung, damit Sie mit dem Kamm leichter durch die Haare kommen.
  • Entwirren Sie nun das Haar mit einem normalen Kamm. Achtung: Den Kamm anschließend gut ausspülen!
  • Kämmen Sie anschließend die Haare mit dem Läusekamm. Achten Sie darauf, dass alle Haare systematisch durchgekämmt werden. Sie können im Läusekamm Eier, Läuse und Nissen finden.
  • Streifen Sie den Kamm an einem weißen Einmaltuch, zum Beispiel Küchenkrepp, ab.
  • Die entwicklungsfähigen Eier der Kopflaus sind graubraun und besonders schlecht auf dunklen Haaren zu erkennen. Auf dem weißen Tuch sind sie gut sichtbar.
  • Läuse unterscheiden sich je nach Alter in ihrer Farbe. Die jungen Kopfläuse nennt man Nymphen. Sie sehen aus wie kleine Sandkörnchen (mit winzigen Beinen). Die älteren Kopfläuse sind etwa 2 bis 4 Millimeter groß. Sie können transparent, bräunlich oder rot sein (je nach erfolgter Blutaufnahme).
  • Nissen (das sind leere Eihüllen, aus denen bereits die jungen Läuse geschlüpft sind) erkennen Sie an der weißlichen fast transparenten Farbe.
  • Wenn Sie Läuse, Nissen und Eier im Läusekamm entdecken, müssen Sie Haare und Kopfhaut mit einem Kopflausmittel behandeln.
  • Finden Sie nur Nissen (dies kann zum Beispiel nach erfolgter Kopflausbehandlung der Fall sein), genügt es, wenn Sie mit dem Läusekamm die Nissen gründlich entfernen und Haare und Kopfhaut waschen.
  • Damit Sie Nissen nicht mit Schuppen verwechseln: Nissen sind oval und kleben im spitzen Winkel an den Haaren. Sie lassen sich mit dem Läusekamm nur schlecht
    entfernen. Schuppen dagegen können leicht entfernt werden und sind in der Form unregelmäßig.
  • Sie müssen die Behandlung so lange fortsetzen, bis Sie keine Eier, Läuse oder Nissen mehr im Läusekamm vorfinden.
  • Achten Sie nach jeder Behandlung mit dem Läusekamm darauf, dass Sie das Küchenkrepp sorgfältig entsorgen, damit die Läuse darin keinen neuen Wirt finden.

Bildnachweis: pridannikov / stock.adobe.com

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