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Kopfläuse: Wie sollten Eltern reagieren, wenn eine Ansteckung droht?

Lesezeit: 2 Minuten Ihr Kind kommt mit der Information nach Hause, dass im Kindergarten oder in der Schule andere Kinder Kopfläuse haben. Sie sind höchst alarmiert. Was können Sie tun, um Ihr Kind und damit auch Ihre ganze Familie vor den lästigen Kopfläusen zu schützen? Welche Maßnahmen sollten Sie ergreifen, worauf sollten Sie achten?

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Kopfläuse: Wie sollten Eltern reagieren, wenn eine Ansteckung droht?

Kopfläuse: Wie sollten Eltern reagieren, wenn eine Ansteckung droht?

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Untersuchen Sie die Haare Ihres Kindes gründlich nach Kopfläusen

Auch wenn Ihr Kind noch keine Beschwerden hat, sollten Sie die Kopfhaut und die Haare umgehend nach Kopfläusen absuchen. Benutzen Sie dazu am besten eine Lupe und eine hell ausgeleuchtete Lampe. Eine ausgewachsene Kopflaus ist bis zu 3,5 Millimeter lang, Kopfläuse im Entwicklungsstadium sind kaum sichtbar.

Direkt an der Kopfhaut herrschen die höchsten Temperaturen, deshalb kleben die Eier der Kopfläuse, diese werden Nissen genannt, meist direkt am Haaransatz. Die Nissen sind weißlich und nur etwa 0,8 Millimeter groß. Ob es sich um Schuppen oder Nissen handelt, erkennen Sie daran, dass die Schuppen sich leicht vom Haar lösen, die Nissen jedoch fest daran haften.

Kopfläuse lieben es warm und feucht

Der menschliche Kopf bietet den Kopfläusen alles, was sie zum Leben brauchen. Dies sind vor allem Nahrung aus den Haaren und dem Blut, Luft und eine angenehme Temperatur von etwa 30 Grad. Die idealen Lebensbedingungen finden die Kopfläuse vor allem an Stellen auf dem Kopf, die verdeckt sind. Aus diesem Grund sollten Sie im Nacken, hinter den Ohren und an den Schläfen Ihres Kindes besonders auf Kopfläuse und Nissen achten.

Ein Nissenkamm zieht die Kopfläuse aus dem Haar

Eine gute Methode, um fest zu stellen, ob Ihr Kind Kopfläuse hat, ist das Kämmen mit einem Nissenkamm. Dabei sollten die nassen Haare des Kindes Strähne für Strähne gekämmt werden und der Nissenkamm immer wieder auf einem weißen Papiertuch abgestreift werden.

Hat Ihr Kind Läuse oder Nissen, werden sie auf dem Papiertuch sichtbar. Verwenden Sie dabei einen guten Nissenkamm, denn Billigprodukte reißen unnötig an den Haaren der Kinder. Bei lockigem Haar ist das Durchkämmen mit dem feinen Nissenkamm oft schwierig durchzuführen.

Ein Nissenkamm eignet sich auch gut zum Entfernen der Kopfläuse und Nissen, wenn die Haare mit einem Kopflausmittel behandelt werden.

Wenn Sie keine Kopfläuse oder Nissen bei Ihrem Kind festgestellt haben

In diesem Fall sollten Sie Ihr Kind rechtzeitig vor dem Läusebefall schützen, denn die Ansteckungsgefahr ist groß. Benutzen Sie zum Schutz vor Kopfläusen am besten ein so genanntes Läuseabwehrmittel, das natürliche Zutaten enthält.

Ein Mittel mit dem Öl des Zitroneneukalyptus hat sich als Abwehrmittel gegen Kopfläuse besonders bewährt. Es ist mild und gut verträglich. Es kann bis zu zwölf Stunden Kopfläuse fernhalten. Am wirksamsten ist die Anwendung vor dem Schul- oder Kindergartenbesuch. Zitroneneukalyptusöl fettet die Haare nicht und es verströmt einen angenehmen Duft.

Auch einige Tropfen Teebaumöl oder Neemöl, die man dem normalen Shampoo beimischt oder ein Weidenrindenshampoo können Kopfläuse fernhalten.
Wichtig ist, dass man den Kindern erklärt, dass sie bei einer Kopflausgefahr, ihren Kopf von den Köpfen anderer Kinder fernhalten sollen, um sich nicht mit Kopfläusen anzustecken. Auch sollten Kinder ihre Kopfbedeckungen nicht untereinander tauschen.

Wenn Sie Kopfläuse bei Ihrem Kind feststellen

In diesem Fall sollten Sie unverzüglich mit der Behandlung gegen die Kopfläuse beginnen. Benutzen Sie dazu ein vom zuständigen Gesundheitsamt empfohlenes Kopflausmittel. Informieren Sie den Kindergarten oder die Schule über den Kopflausbefall Ihres Kindes, damit Kontaktpersonen rechtzeitig mit der Vorbeugung oder den Gegenmaßnahmen beginnen können.

Bildnachweis: Andrey Popov / stock.adobe.com

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