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Kopfläuse: Müssen Eltern einen Kopflausbefall ihrer Kinder melden?

Lesezeit: < 1 Minute Wenn Eltern bei ihrem Kindergarten- oder Schulkind Kopfläuse feststellen, sind sie oftmals verunsichert, ob sie dies der Kindergarten- oder Schulleitung oder sogar dem Gesundheitsamt melden müssen. Manche Eltern schämen sich, dass ihr Kind Kopfläuse hat und versuchen, den Läusebefall ihres Kindes geheim zu halten. Wie ist die rechtliche Lage bei einem Befall mit Kopfläusen?

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Kopfläuse: Müssen Eltern einen Kopflausbefall ihrer Kinder melden?

Kopfläuse: Müssen Eltern einen Kopflausbefall ihrer Kinder melden?

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Der Befall mit Kopfläusen ist im Sinne des Infektionsschutzgesetzes keine meldepflichtige Erkrankung

Trotzdem sind die Eltern verpflichtet, einen Läusebefall ihrer Kinder der Leitung des Kindergartens oder der Schule mitzuteilen. Auch wenn das Kind in eine andere öffentliche Einrichtung – zum Beispiel in einen Sportverein – geht, sind die Eltern verpflichtet, den Kopflausbefall ihres Kindes zu melden.

Die Leiterinnen oder Leiter von öffentlichen Einrichtungen haben die Pflicht, das zuständige Gesundheitsamt über den Kopfläusebefall in ihrer Einrichtung zu informieren

Laut Paragraph 34 Abs. 6lfSG haben die Leiterinnen und Leiter von Schulen und Kindergärten gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt eine Unterrichtungspflicht, der sie nachkommen müssen. Sie müssen alle Fälle von Pedikulose – dies ist der medizinische Fachbegriff für Läusebefall – dem zuständigen Gesundheitsamt melden.

Die Behandlung der Kopfläuse muss mit einem Mittel durchgeführt werden, das nach § 18 des Infektionsschutzgesetzes zugelassen wurde

Die Gesundheitsämter dürfen ausschließlich diese Mittel für die Bekämpfung der Kopfläuse empfehlen. Diese speziellen Läusemittel wurden vom Umweltbundesamt getestet. Eine Wirkung gegen Kopfläuse wurde nachgewiesen und konnte offiziell bestätigt werden.

Eltern sollten auch nur diese nach §18 gelisteten Produkte kaufen und bei ihren Kindern anwenden

Wird ein Kind mit solch einem getesteten Kopflausmittel nach Vorschrift behandelt, müsste es von Kopfläusen und Nissen befreit sein. Das Kind darf nach der Behandlung mit einem Läusemittel nach §18 des Infektionsschutzgesetzes einen Tag später wieder in den Kindergarten oder in die Schule gehen.

Tritt ein erneuter Befall mit Kopfläusen innerhalb von vier Wochen auf, wird es notwendig, dass die Eltern der Kindergarten- oder Schulleitung ein ärztliches Attest vorlegen.

Bildnachweis: RFBSIP / stock.adobe.com

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