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Konzentrationsübungen: So leisten Sie mehr im Beruf

Lesezeit: 4 Minuten Wer sich möglichst immer gut konzentrieren kann, der hat auch im Beruf keine Schwierigkeiten und läuft immer wieder zu Bestleistungen auf. Mit ein paar Übungen kann die Konzentration deutlich verbessert werden.

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Konzentrationsübungen: So leisten Sie mehr im Beruf

Konzentrationsübungen: So leisten Sie mehr im Beruf

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Wer sich immer richtig konzentrieren kann, der kann auch mehr leisten. Möchten Sie auch mehr leisten? Dann brauchen Sie sich doch „nur“ besser konzentrieren. Schade, dass es nicht so einfach ist wie es sich anhört. Für die wirklich perfekte Konzentration bedarf es leider noch etwas mehr.

Was dazu genau nötig ist, wurde immer wieder untersucht. In einer der letzten Studien aus Amerika wurden sogar zwar wesentliche Annahmen gegenübergestellt: Die Meditation und die gesunder Ernährung. Eine Reihe Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die eine Gruppe erlernte und praktizierte gesunde Ernährung bis in jedes Detail, die andere Gruppe hingegen übte sich in Meditation und versuchte verschiedene Konzentrationsübungen. Das Ergebnis war absolut klar: Die Gruppe mit der gesunden Ernährung zeigte keinerlei Veränderung in ihrem Konzentrationsvermögen. Die Gruppe, die auf Meditation und Übungen vertraut hatte, konnte ihre Konzentrationsfähigkeit deutlich verbessern. Schon nach nur zwei Wochen war hier ein deutliches Plus zu verzeichnen.

Einfache Mittel für bessere Konzentration

Bis Konzentrationsübungen überhaupt eine Wirkung zeigen können, bedarf es einiger Übungszeit. Bis dahin können Sie schon einmal ein paar alte Hausmittel versuchen, die ebenfalls nachweisbar für bessere Konzentration sorgen.

Ein alter Trick aus Schule und Studium ist das Kauen von Kaugummi. Es hilft tatsächlich, die Konzentration deutlich zu steigern, allerdings nur für eine begrenzte Zeit. Idealerweise beginnen Sie etwa fünf Minuten vor einer Prüfung mit dem Kauen. Die fördernde Wirkung flaut jedoch schon nach 15-20 Minuten wieder ab.

Die Basis für eine gute Konzentration liegt generell in einem guten Schlaf. Wenn es mit dem Schlaf klappt, dann steht auch der guten Konzentration nichts im Wege. Dabei kommt es jedoch auch auf die Art der gefragten Konzentration an. Je Ziel sollte anders rund um die Schlafenszeit verfahren werden. Wenn Sie etwa am nächsten Tag viele Daten und Fakten im Kopf haben müssen, dann sollten Sie sich Ihre Unterlagen kurz vor dem Schlafengehen noch einmal ansehen.

Denn bereits nach etwa 15 Minuten ab dem Einschlafmoment gelangen Sie in eine Schlafphase (die Deltaphase), in der frische Eindrücke in das Langzeitgedächtnis verschoben werden. Je frischer die Informationen, desto besser prägen sie sich jetzt ein. Ideal, wenn es um Zahlen, Vokabeln oder geschichtliche Zusammenhänge geht.

Wenn Sie musisch oder sportlich sind, dann schlafen Sie möglichst aus. Denn in den Morgenstunden häufen sich die REM-Schlafphasen (REM = Rapid Eye Movement), in denen ablaufende Fertigkeiten gespeichert werden. Das sind etwa sportliche Aktivitäten oder das Bedienen von Musikinstrumenten. Aber auch alle anderen Fertigkeiten, die auf motorische Fähigkeiten zielen, fallen hierunter.

Konzentrationsübungen für Jedermann und für jede Gelegenheit

Stimmt die Basis, so geht es an das Training der Konzentration selbst. Sie kann letztlich der wirkliche Schlüssel zum Erfolg sein, wenn die Vorbereitungen noch keinen Erfolg gebracht haben. Wenn Sie Ihre Konzentration trainieren wollen, dann setzen Sie sich nie unter Zwang oder Druck, da Sie dann keinen Erfolg haben werden. Alles soll Freude machen, genau wie der sich dann allmählich einstellende Erfolg.

  • Suchen Sie Buchstaben: Dazu nehmen Sie sich beispielsweise einen Zeitungsartikel und markieren in diesem beispielsweise alle „d“ durch unterstreichen. In schwierigerer Form können Sie das auch am Bildschirm tun, dann allerdings ohne Stift, nur mit dem Auge.
  • Rückwärts schreiben: Das haben sie vielleicht früher in der Schule auch schon einmal versucht, heute sollten Sie es unbedingt noch einmal probieren. Rückwärts schreiben meint natürlich das Schreiben mit der Hand und nicht mit der Tastatur. Schreiben Sie die Wörter von hinten nach vorne, also auch von rechts nach links. Die Buchstaben sind dabei verdreht. Sie können davon ausgehen, dass das nicht auf Anhieb gelingen wird!
  • Ihr ganz persönliches Bingo: Dieses Bingo ist eigentlich gar keines, wird aber so genannt. Vor allem ist es als „Bullshit-Bingo“ bekannt. Es geht darum, etwa bei Vorträgen oder Zusammenkünften mit Geschäftspartnern, Freunden oder sonstigen Personen bestimmte Wörter oder Wortphrasen, die sich wiederholen, zu zählen. Also wie oft jemand „Ich habe“, „quasi“ oder sonst etwas sagt. Notieren Sie sich die Ergebnisse und staunen Sie anschließend.
  • Der starre Blick: einfach und besonders effektiv! Suchen Sie sich einen Punkt an der Wand, auf Ihrem Computerbildschirm, im Raum oder in der Landschaft und fixieren Sie ihn. Starren Sie ihn regelrecht an und tun Sie ganz bewusst nichts anderes, als zu starren und natürlich zu atmen. Bleiben Sie einige Zeit in diesem Zustand und lassen Sie dann wieder los. Sie dürften sich merklich erleichtert fühlen.

Das Beste zum Schluss

Es wird Sie sicher überraschen, aber die besten Ergebnisse beim richtigen Konzentrieren erzielen Sie nicht, wenn Sie extrem fokussiert mit Ihrem Projekt umgehen. Sie erreichen deutlich mehr, wenn Sie sich einfach einmal ablenken lassen. Das klingt jetzt natürlich völlig paradox, der positive Effekt durch die Ablenkung konnte jedoch ebenfalls im Rahmen einer Studie nachgewiesen werden.

Der Effekt beruht auf einer ganz natürlichen Eigenschaft des Menschen: Er kann seine Konzentration nicht allzu lange auf hohem Niveau halten. Sie ist immer nur zu Beginn sehr hoch, lässt aber dann schnell nach. Eine Stunde konzentriert arbeiten ist den meisten Menschen gar nicht möglich.

Tritt nun eine kleine Pause in Form einer Ablenkung ein, dann wird auch die Anspannung, die das konzentrierte Arbeiten erzeugt, gelöst. Geht man anschließend direkt wieder zurück an die Arbeit, dann kann man die Konzentration wieder auf höchstem Niveau einsetzen und somit effektiver arbeiten. Die regelmäßige Minipause hat also durchaus Sinn und Berechtigung und gehört mit zu den kleinen Geheimnissen erfolgreicher und konzentrierter Arbeit.

Sollten Sie es einmal anders gelernt haben und die Ablenkung daher als störenden Faktor einordnen, so sollten Sie mit diesen alten und überholten Weisheiten gründlich aufräumen. Lassen Sie sich doch zu Gunsten Ihrer Konzentration selbst einmal stören.

Bildnachweis: stokkete / stock.adobe.com

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