Gesundheit Praxistipps

Komplikationen mit künstlichen Hüftgelenken vermeiden

Lesezeit: < 1 Minute Künstliche Hüftgelenke führen immer wieder zu Problemen. Immer wieder wird ein neuer Hüft-Skandal aufgedeckt und oft leiden Betroffene nach einer Hüftoperation unter starken Schmerzen und Beschwerden. Doch wie können sich Patienten vor solchen Problemen mit Hüftprothesen schützen?

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Komplikationen mit künstlichen Hüftgelenken vermeiden

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Hüftenprothesen bereiten immer wieder Probleme
Ein Beispiel: 878 Patienten wurde ein sogenanntes Durom-Hüftgelenk eingesetzt. Bei zahlreichen dieser Patienten traten erhebliche Schmerzen nach der Operation auf, so dass weitere Operationen nötig wurden.

Diese Hüftprothesen wurden z. B. im Lorettokrankenhaus in Freiburg eingesetzt. Der dort operierende Arzt Professor Marcel Rütschi vertritt den Standpunkt, dass die vom Hersteller gelieferten Hüften mangelhaft gewesen seien, weswegen allein dieser für die Schäden aufkommen müsse.

Die Patienten werden in diesem Skandal im Regen stehen gelassen, denn Ärzte und Herstellerfirma schieben sich die Verantwortung gegenseitig zu.

Die Firma behauptet, die gelieferten Prothesen seien einwandfrei – die Verantwortung für die aufgetretenen Probleme liege allein beim jeweiligen Operateur oder bei den Patienten. Die Patienten seien ganz einfach zu dick, so dass das Übergewicht einen erhöhten Abrieb ausgelöst habe.

Machen Sie vor einer Operation eine Due Diligence
Nun streiten sich auch noch die Ärzte und die Herstellerfirma über die vom Hersteller herausgegebene Anleitung zum Einbau der Hüftprothesen. Der Hersteller moniert, die Ärzte hielten sich nicht an die Anleitung – die Ärzte kontern, die Anleitung tauge eh nichts.

Wenn auch Sie ein künstliches Hüftgelenk erhalten haben, das nun zu Dauerschmerzen führt, dann könnte sich der Gang zu einem auf Arzthaftungsrecht spezialisierten Anwalt lohnen: Der Journalist Hanspeter Hauke ist Vorsitzender einer Selbsthilfegruppe für die betroffenen Patienten.

Hauke nimmt an, dass Betroffene ein Schmerzensgeld zwischen 50.000 und 100.000 Euro geltend machen könnten. Ich selbst hatte in meiner anwaltlichen Praxis einen Mann, der schon als Kind unter Hüftproblemen litt. Doch von Anfang an gab es Probleme mit den eingesetzten Prothesen. Der Mandant nimmt an, dass schon bei der ersten Operation gepfuscht wurde und musste immer wieder operiert werden.

Heute hat er auch als Erwachsener ständig höllische Schmerzen und ist berufsunfähig – er lebt von einer bescheidenen EU-Rente, die ihm kaum zum Überleben reicht. 

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