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Kohle, Gas oder Elektro? Drei Grillarten im Vergleich

Lesezeit: 4 Minuten Grillen ist gesellig und bringt leckere Mahlzeiten hervor. Der rauchige Geschmack von Steaks, Würstchen und gegrilltem Gemüse begeistert in jeglicher Hinsicht. Steht der Kauf eines Grills an, stellt sich oft die Frage, ob mit Gas, Strom oder Holzkohle zubereitet werden soll. Lesen Sie hier, welche Besonderheiten mit den drei Grillarten einhergehen.

4 min Lesezeit
Kohle, Gas oder Elektro? Drei Grillarten im Vergleich

Kohle, Gas oder Elektro? Drei Grillarten im Vergleich

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Gasgrills: Eine saubere Sache und kulinarische Vielfalt

Gasgrills werden immer beliebter. Das ist vorwiegend auf den hohen Komfort zurückzuführen, den diese Grillgeräte mit sich bringen. Statt Holzkohle beziehungsweise Briketts mühsam zum Glühen bringen zu müssen, was selbst mit einem Anzündkamin mindestens 15 bis 20 Minuten dauert, sind moderne Gasgrills auf Knopfdruck einsatzbereit. Innerhalb weniger Minuten herrscht unter der Haube klassischer Gasgrillstationen die nötige Hitze, um das Grillgut aufzulegen. Zudem entfällt die lästige Asche, die bei Holzkohlegrills entsorgt werden muss. Auch das ständige Schleppen von Brennmaterial ist kein Thema mehr, weil große Gasflaschen deutlich länger halten. Ebenfalls von Vorteil ist die Temperaturregulierung. Viele Stationen sind mit Deckelthermometer ausgerüstet und verwandeln die Kontrolle der Hitze mit stufenlos einstellbaren Brennern in ein Kinderspiel. Auch hinsichtlich des typischen Raucharomas müssen beim Gasgrillen keine Abstriche mehr gemacht werden. Mit Hilfe von Räucherchips, die in einer Räucherbox aufbewahrt werden und so innerhalb des Grills Rauch verströmen, wird Grillgut bequem aromatisiert.

Kohle, Gas oder Elektro? Drei Grillarten im Vergleich
Auch Fisch lässt sich schonend zubereiten

Die Zubereitungsmöglichkeiten mit Gasgrills sind enorm. Je nach Ausstattung und Zubehör lässt sich von der obligatorischen Bratwurst über Gemüsespieße und Steaks bis hin zu Spanferkel, Pizza und Suppen alles kreieren. Während ein Seitenbrenner zum Köcheln von Saucen verwendet und das Baguette auf dem Warmhalterost erwärmt werden kann, gibt es Grills mit Turbozonen, die besonders heiß werden und perfekte Röstaromen am Steak bescheren. Der Fantasie sind mit einem hochwertigen Gasgrill somit keine Grenzen gesetzt. Mehr Informationen rund um Gasgrills wurden im Rahmen eines Produktvergleichs des Testportals von Bild arrangiert. Unter anderem wird auf die sogenannten Backburner hingewiesen: „So wird ein zusätzlicher Brenner bezeichnet, der sich an der Rückwand der Grillkammer befindet und beispielsweise für die Zubereitung von Spießbraten vorgesehen ist.“

Holzkohlegrills: Die Klassiker mit Charme

Es gibt aber auch Faktoren, die gegen Gasgrills und für Holzkohlegrills sprechen. Das betrifft beispielsweise den Umgang mit Gas. Vielen Grillfans ist der Brennstoff nicht geheuer. Sie entscheiden sich deshalb für Holzkohlegrills. An dieser Stelle muss jedoch betont werden, dass das offene Feuer nicht weniger riskant ist. Beide Brennstoffe erfordern Sicherheitsmaßnahmen, um Unfällen vorzubeugen. Werden alle nötigen Vorkehrungen getroffen, ist die Handhabung von Gasflaschen und Gaskartuschen ebenso sicher.

Kohle, Gas oder Elektro? Drei Grillarten im Vergleich
Es gibt verschiedene Arten von Holzkohle

Viele Liebhaber des rustikalen Barbecues bevorzugen Holzkohlegrills außerdem, weil sie charakteristischer sind. Sie genießen den Prozess der Vorbereitung und haben Freude daran die perfekte Glut zu erzeugen. Holzkohlegrills strahlen mit glühenden Kohlen, dem Knistern und dem Rauch einen besonderen Charme aus, auf den viele nicht verzichten möchten. Hochwertige Holzkohlegrills gehen längst über die einfachen Modelle mit beschränkten Möglichkeiten hinaus. Um einen Einblick in die große Auswahl an Modellen zu gewähren, finden Sie nachfolgend einige Beispiele:

  • Kaminzuggrills: Die durchdachte Konstruktion beschleunigt das Anheizen von Brennmaterial ungemein. Wie in einem Kamin wird Sauerstoff von unten nach oben durch den Korpus geleitet. Derartige Grills sind bereits für unter 100 Euro erhältlich.
  • Kugelgrills: Markenhersteller wie Weber, Outdoorchef oder Landmann haben den Markt maßgeblich geprägt. Ihre Holzkohle-Kugelgrills erlauben direktes und indirektes Grillen. Mit der richtigen Methode lässt sich die Entwicklung krebserregender Substanzen konsequent verhindern, die ansonsten beim Abtropfen von Fett und Marinade in heiße Glut zustande kommen. Einige Modelle bieten eine nahezu identische Vielfalt, wie sie Gasgrills vorzuweisen haben. Das ist nicht nur dem Deckel zu verdanken, sondern auch umfangreichem Grillzubehör. Pizzasteine, Drehspieße, Woks
Kohle, Gas oder Elektro? Drei Grillarten im Vergleich
Auf dem Kugelgrill lassen sich Speisen für jeden Geschmack zubereiten
  • Smoker: Hiermit wird Grillgut sehr schonend zubereitet. Statt Grillgut direkt über einer Hitzequelle zu platzieren, erfolgt dies im Smoker getrennt voneinander. Sowohl Grillgut als auch Brennmaterial sind in separaten Kammern untergebracht. Die Feuerkammer ist etwas tiefer angeordnet, die Garkammer verfügt über einen Kamin. Der aufsteigende heiße Rauch wird durch die Garkammer geführt, wo er Fleisch, Fisch und Co. erhitzt und zieht dann nach oben durch den Kamin ab. Allerdings sind die Garzeiten deutlich höher, weshalb diese Grills nicht für Eilige in Frage kommen.

Tipp: Handelsübliche Holzkohle besteht oft aus Tropenholz. Der Kauf derartiger Produkte schadet der Umwelt erheblich. Marktcheck gibt Tipps zum Kauf von Holzkohle aus alternativen Rohstoffen.

Elektrogrills: Praktisch, kompakt und bequem

Strombetriebene Grills sind immer dann eine Option, wenn weder Holzkohle noch Gas zum Grillen erlaubt sind oder sich Hobbygriller eine möglichst einfache Art der Zubereitung wünschen. Zum Anheizen eines Elektrogrill braucht es nur eines: Eine Steckdose. Befindet sich diese in Reichweite, kann es unmittelbar losgehen. Wichtig ist aber, dass ein solcher Grill genügend Leistung hat. Schwache Geräte benötigen relativ lang, bis sie heiß sind und die maximale Temperatur lässt zu wünschen übrig. Mindestens 200 °C sollten machbar sein. 2.000 Watt sind eine gute Orientierung. Um von einer gleichmäßigen Temperaturverteilung zu profitieren, ist von Modellen mit freiliegenden Heizröhren abzuraten. Oft ist die Hitze direkt über den Heizstäben gut, aber alle anderen Flächen werden nicht heiß genug für optimalen Grillgenuss. Elektrogrills mit durchgehender Grillplatte sind dahingehend vorteilhaft und erleichtern die Reinigung. Grillprofi Klaus Winter zeigt in seiner Grillsendung, warum sich ein Abstecher in die Abteilung der Plancha-Grills lohnt:

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Grillen mit Elektrogrill ist sehr sicher, qualmfrei, schnell und spontan. Es braucht kein besonderes Know-how wie bei Gas oder Holzkohle und auch die Anschaffung von Brennmaterial entfällt. Allerdings ist mit Elektrogrills eine gewisse Abhängigkeit verbunden. Ohne Strom geht nichts. Tragbare Holzkohle- und Gasgrills können hingegen unterwegs in Parks oder in der Wildnis zum Einsatz kommen. Wenn Sie indirekt grillen möchten, entscheiden Sie sich für einen Elektrogrill mit Deckel, der zwei getrennt voneinander regulierbare Heizzonen aufweist.

Um die Kaufentscheidung zu erleichtern, die zentralen Vor- und Nachteile auf einen Blick:

 HolzkohlegrillsGasgrillsElektrogrills
Vorteile-Atmosphäre

-rauchiger Geschmack

-preiswert erhältlich

-unabhängig von Stromquelle

-komfortabel

-präzise Temperatureinstellung

-sauber

-kein Rauch

-unabhängig von Stromquelle

-bequem

-kein Rauch

-günstig zu haben

-kompakt

-spontanes Grillen

Nachteile-lange Aufheizzeit

-Rauchentwicklung

-Ascheabfälle

-Temperaturregulierung vergleichsweise schwierig

-vergleichsweise teuer

-Umgang mit Gas bringt Risiken mit sich

 

-von Stromquelle abhängig

-Kabel

-mangelnder Charme

-oft zu geringe Leistung

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Bildnachweis: kaboompics / pixabay.com

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