Lebensberatung Praxistipps

Körpersprache: Ihr Hauptkommunikationsmittel

Lesezeit: 2 Minuten Natürlich sind unsere Worte wichtig. Und es lohnt sich immer, sie gezielt zu wählen. Aber wie oft machen Sie sich Gedanken über Ihre Körpersprache? Wie häufig schon ist irgendwo ein Missverständnis in der Kommunikation aufgetaucht und Sie haben sich die Frage gestellt, woran es gelegen haben mag? Der Körper hat eine unmissverständliche Sprache. Wir alle interpretieren sie ständig, sie verrät mehr, als uns lieb ist.

2 min Lesezeit

Körpersprache: Ihr Hauptkommunikationsmittel

Lesezeit: 2 Minuten

Sie kommen morgens in die Küche des Büros, um sich einen Kaffee zu holen. Die Kollegin steht bereits dort, um das gleiche zu tun. Als Sie den Raum betreten, entsenden Sie einen Guten-Morgen-Gruß. Die Kollegin grüßt zurück, wendet Ihnen dabei aber den Rücken zu. Die Kollegin verlässt dann mit Kaffee die Küche.

Sie ärgern sich. Warum? Die Kollegin hat doch zurückgegrüßt? Ja, aber Sie ärgern sich über die unmissverständliche Körpersprache. Und dadurch, dass die Dame Ihren Gruß erwiderte, können Sie nicht mal wirklich über das unverschämte Verhalten kommunizieren. Denn Körpersprache wird nach wie vor zu wenig ernst genommen.

Körpersprache: Sprache der Missverständnisse?
"Der Körper lügt nicht", heißt es so schön, dennoch scheint diese Sprache immer wieder zu Missverständnissen zu führen. Genau betrachtet ist dies auch kein Wunder: Denn wer macht sich schon wirklich Gedanken über die eigene Körpersprache? Wer macht sich schon die Mühe, beim Gesprächspartner genau hinzusehen und zu hinterfragen?

Nötig wäre es. Denn gerade weil der Körper nicht lügt, vermittelt er natürlich auch alle möglichen Informationen, die mitunter so gar nicht zu unseren Worten passen wollen.

Körpersprache in beruflichen Situationen
Sie sind auf einer wichtigen beruflichen Veranstaltung. Ihr Gesprächspartner ist ein Entscheider, wenn es um Ihr neuestes Projekt geht. Sie finden ihn eigentlich schrecklich unsympathisch, wissen aber, dass es Ihrem Projekt gut tut, mit ihm ein paar lockere Worte zu plaudern.

Jetzt sollten Sie besonders auf Ihre Körpersprache achten: Wie stehen Sie zu Ihrem Gesprächspartner – im wahrsten Sinne des Wortes? Ist Ihre Hüfte frontal zu ihm gekehrt? Stehen Ihre Fußspitzen in seine Richtung? Oder ist Ihr Körper leicht weggedreht und signalisiert damit "eigentlich möchte ich gehen"?

Körpersprache in Harmonie
Um sich selber besser kontrollieren zu können, sollten Sie damit beginnen, sich selber gründlich zu beobachten. Wie fühlen Sie sich körperlich in welchen Situationen? Wann sind Sie aufgerichtet, wann hängt Ihr Körper durch? Wann drehen Sie sich jemandem zu, wann wenden Sie sich ab?

Nicht immer lässt sich Körpersprache 1:1 übersetzen, wie etwa Vokabeln. Wenn Sie andere interpretieren, gehen Sie vorsichtig zu Werk und hinterfragen Sie Ihr Urteil. Zu rasch landet man sonst in der Interpretationsfalle und sieht Probleme, wo keine sind, nur weil jemand die Arme verschränkt hat (weil er friert?).

Mehr Ausstrahlung durch Körpersprache
Durch bewusste Führung der Körpersprache lassen sich Ausstrahlung und Charisma um ein Vielfaches steigern. Alleine das bewusste Bewegen hilft schon, die Präsenz zu erhöhen. Drehen Sie sich bewusst Menschen zu, wenn Sie mit ihnen kommunizieren.

Öffnen Sie sich. Lächeln Sie, denn auch die Mimik gehört zur Körpersprache und ist am schwierigsten zu kontrollieren. Natürlich sollten Sie echtes Interesse am Gegenüber entwickeln, denn auch kleine Lügen werden über die Körpersprache (besonders die Augen!) vermittelt.

Körpersprache und Territorien
Und vergessen Sie nicht: Menschen haben um sich herum eine persönliche Intimzone. Nähern Sie sich nur bis auf 50-70 cm maximal. Den meisten Menschen ist es unangenehm, wenn ihnen jemand zu nahe kommt. Ebenso mögen es viele Menschen nicht, wenn man unversehens hinter ihnen steht, sich auf ihren Schreibtisch setzt, oder ihnen über die Schulter blickt.

Berühren Sie Ihr Gegenüber nur, wenn Sie sich die Erlaubnis eingeholt haben. Wenn Sie aus Platzgründen genötigt sind, eng zu stehen (Fahrstuhl, öffentliche Verkehrsmittel) vermeiden Sie den Blickkontakt.

Aber nichts hilft so sehr, wie das persönliche Beobachten, der geschulte Blick. Und dieser Prozess macht auch jede Menge Spaß!

Ihre
Julia Sobainsky

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: