Lebensberatung Praxistipps

Können Schwächen auch Stärken sein? (Teil 1/4)

Lesezeit: 2 Minuten Vielleicht ärgern Sie sich auch oft über Ihre vermeintlichen Schwächen wie zum Beispiel Schüchternheit, Direktheit, Taktlosigkeit, Ungeduld, Naivität, Nicht-Nein-Sagen können, Lästern und Tratschen, Neid, chaotisch und unordentlich sein, sich nicht entscheiden können oder Launenhaftigkeit. Das muss nicht länger so bleiben! Ja, Schwächen können Stärken sein. Ein Zitat von Richard Bach lautet: "Es gibt kein Problem, was nicht auch ein Geschenk für dich in den Händen trüge. Du suchst Probleme, weil Du ihre Geschenke brauchst."

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Können Schwächen auch Stärken sein? (Teil 1/4)

Können Schwächen auch Stärken sein? (Teil 1/4)

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Schwächen sind Pole von Eigenschaften

Die Schwächen sind wie die Stärken Persönlichkeitseigenschaften, welche jeweils einen Pol auf der Eigenschaftsdimension darstellen.

Beispieldimension:
Schüchternheit – extreme Offenheit
Taktlosigkeit – zu viel Taktgefühl

Jeder Pol stellt eine extreme Ausprägung der Eigenschaft dar und hat somit immer Vor- und Nachteile. Der Vorteil von Schüchternheit ist, sich zurücknehmen zu können und anderen den Raum zur Verfügung zu stellen, der Nachteil von extremer Offenheit ist, grenzenlos zu sein, zu viel von sich preisgeben oder den anderen zu nahe zu treten.

Die drei Seiten einer Medaille

Jede Eigenschaft hat Vor- und Nachteile, zumeist hat man die Nachteile im Blick und definiert sie als Schwäche. Die dritte Seite der Medaille ist der Kontext, in dem das Verhalten auftritt. So ist denkbar, dass Schüchternheit in verschiedenen Situationen unterschiedliche Wirkung nach sich zieht. Ein schüchterner Mann hat bessere Chancen bei einer Frau, die auf schüchterne Typen steht. In manchen Situationen kann man sich die Erlaubnis geben, diese Eigenschaft zu zeigen „in einer Menge von fremden Menschen darf ich schüchtern sein“.

Geben Sie Ihren Schwächen eine neue Bedeutung

Ihren vermeintlichen Schwächen können Sie durch positives Umdeuten eine neue Bedeutung geben. Verhaltensweisen sind an sich vollkommen wertfrei, entscheidend ist die Bedeutungszuschreibung und in welchem Kontext sie auftreten. Einerseits können Sie den Rahmen der Verhaltensweise betrachten. So kann für den mangelnden Informationsfluss in Arbeitssystemen das Tratschen sehr gut sein.

In Familiensystemen, in denen Gefühle nicht offen gezeigt werden, ist Launenhaftigkeit ein Ausdruck von gutem Kontakt zu den Gefühlen. Launenhafte Personen besitzen die Fähigkeit, ihren Gefühlen Raum einzuräumen.

Versuchen Sie die Kompetenz Ihrer Schwäche herauszufinden, indem sie sagen „ich bin fähig neidisch zu sein“. Die Fähigkeit neidisch zu sein, kann zu Persönlichkeitswachstum führen, denn aus den Neidobjekten schauen Ihre Wünsche. Auf was genau ist man neidisch? „Was hat sie/er was ich nicht hab?“ Welche Träume haben Sie und was können Sie davon realisieren?

Lesen Sie hier in den nächsten Tagen mehr über Stärken und Schwächen!

Bildnachweis: Peter Bernik / stock.adobe.com

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