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Köln: Karneval mit Tradition

Lesezeit: 2 Minuten In Köln hat Karneval eine lange Tradition. Die Vorformen des heutigen Karnevals lassen sich in Köln mehr als 1.500 Jahre zurückverfolgen.

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Köln: Karneval mit Tradition

Köln: Karneval mit Tradition

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Köln: Karneval wird seit Jahrhunderten gefeiert

Bereits in der römischen Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium wurde sich einmal im Jahr verkleidet, närrisch gefeiert und die gesellschaftliche Ordnung vorübergehnd auf den Kopf gestellt: Nämlich im Dezember, an den Saturnalien. Einen Zug mit einem geschmückten Karren und verkleideten Menschen, die mit Flöten, Rasseln, Zimbeln und anderem Musik machten, gab es auch schon. Die Feiern zu Ehren des Gottes Saturn fanden bis ins 4. Jahrhundert statt.

In den keltisch-germanischen Bräuche aus dieser lange vergangenen Zeit wurde mit Feuer und Lärm im Frühjahr der Winter vertrieben. Die christliche Kirche ordnete den Karneval dann vor dem Beginn der Fastenzeit ein und feierte Fastnacht. Das war der Abend vor dem Beginn der Fastenzeit, den die Menschen des Mittelalters zum zünftigen Feiern nutzten.

Prozessionen und Masken, Fastnachtsspiel und Verkleidung: Vieles kam im Laufe der Zeit zum Karneval in Köln hinzu. Die Gesellenbanden der Zünfte sorgten im 17. Jahrhundert auf den Straßen für Unterhaltung, im 18. Jahrhundert feierte der Adel Kostümbälle mit Maskenzwang. 1794 verboten die französischen Herrscher den Karneval in Köln erst einmal; 1812 beteiligten sich die Besatzungen dann schon an den Zügen.

Die Preußen hätten 1815 gern Ordnung in den Kölner Karneval gebracht, ein erneutes Verbot drohte. Daraufhin wurde das Festordnende Comité gegründet, das dem wilden Treiben des Kölner Karnevals einen ordnenden Rahmen geben und dem Fest seinen alten Glanz zurückgeben wollte. Das Protokollbuch des Comités aus dem Jahr 1827 ist eines der wichtigsten schriftlichen Exponate des Kölner Karnevalsmuseums.

Köln: Karneval wird eine Woche lang „richtig“ gefeiert

Donnerstag ist Weiberfastnacht

Um 11 Uhr 11 beginnt der offizielle Straßenkarneval – Zeit, sich zu verkleiden und an den Feiern teilzunehmen, die jetzt überall beginnen und auf Straßen und in Kneipen über Tage hinweg stattfinden. Karnevalssitzungen statt Arbeit heißt es für die meisten der Kölner an diesem Tag. Geschäfte und Behörden sind teilweise geschlossen, es wird bereits am Vormittag kräftig gefeiert, besonders in der Altstadt und Südstadt.

Freitag: Eine Atempause für die Feiernden

Zahlreiche Karnevalssitzungen und ein Umzug aus Gruppen der Kölner Veedelszöch (Karnevalszüge der Stadtviertel) in die Innenstadt bestimmen diesen Tag im Kölner Karneval.

Karnevalssamstag: Viele kleine Karnevalsumzüge

Samstagnachmittag finden die Veedelszöch statt, das sind die Karnevalsumzüge der einzelnen Stadtviertel. Ansonsten gibt es in Köln zahlreiche Saalveranstaltungen und Kostümbälle.

Karnevalssonntag: Schull- und Veedelszöch

Mehr Karnevalsumzüge und viele Karnevalssitzungen. Am Abend findet die letzte Karnevalssitzung, die „Große Sonntagssitzung“ statt.

Rosenmontag: Der Höhepunkt des Feierns

Der Kölner Rosenmontagszug ist berühmt, und das zu Recht. Mehr als eine Million Menschen säumen die Straßen, um die Festwagen zu bewundern. Die meisten Geschäfte in Köln sind Rosenmontag geschlossen, nur die wenigsten Kölner müssen arbeiten.

Veilchendienstag: Der Ausklang

In den Stadtteilen wird noch gefeiert, die Karnevalszüge beispielsweise in Köln- Mülheim und Köln-Nippes finden statt, die auch noch an die 200.000 Zuschauer anlocken. Am Abend werden einer Strohpuppe, dem Nubbel, die Sünden der Karnevalstage aufgeladen, und dann – meist um Mitternacht – kommt es zur feierlichen Nubbelverbrennung.

Aschermittwoch: Karneval ist vorbei

Auch in Köln währt der Karneval nicht ewig – an Aschermittwoch ist es mit dem Feiern vorbei, denn dann folgt die Fastenzeit.

Bildnachweis: karepa / stock.adobe.com

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