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Klinker, Putz, Holz, oder? Welche Fassade ist die beste?

Die Anzahl an Einfamilienhäusern mit ein oder zwei Wohnungen nimmt jährlich zu. Bis zum Jahr 2021 waren es etwa 16,02 Millionen Gebäude in den letzten 20 Jahren. Den Bauherren steht in puncto Fassadengestaltung eine große Auswahl an Materialien und auch verschiedene Arten der Konstruktion zur Verfügung. Da stellt sich für viele die Frage: Klinker, Holz oder Putz? Welche Fassade ist die beste Lösung?

Klinker, Putz, Holz, oder? Welche Fassade ist die beste?

Klinker, Putz, Holz, oder? Welche Fassade ist die beste?

Eine verputze Fassade hat eine sehr lange Lebensdauer und ist günstig 

Die verputzte Fassade ist in Deutschland sehr weit verbreitet und in jedem Bundesland der klassische Allrounder. Der oft als Sackware angebotene Putz enthält Baukalk, Zement oder Gips und wird je nach Aufbau und Art mit Sand, Kunststoffpartikeln oder Marmorkies stabilisiert. Zusätzlich sind Inhaltsstoffe enthalten, die Einfluss auf die Fließ- und Haftungseigenschaften nehmen und die Trocknung beschleunigen. Für die Fassaden werden verschiedene Putzarten verwendet. Dies sind:

– Kratzputz

– Reibeputz

– Feinputz

– Rauputz

Anders als eine Fassadenverkleidung mit Platten müssen verputzte Fassaden nach etwa 20 bis 30 Jahren neu gestrichen werden. Dies liegt an Verschmutzungen durch die Umwelt oder bei Feuchtigkeit auch durch Algenbewuchs. Je nach Art des Materials und des Putzsystems können die Kosten stark variieren und liegen bei 35 bis 70 Euro pro Quadratmeter.

Holzfassaden sind auch mit unbehandeltem Holz sehr langlebig und widerstandsfähig 

Nicht nur Holzhäuser können eine Holzfassade haben. Moderne Montagemöglichkeiten ermöglichen den Einsatz von Holz auf nahezu allen Fassaden. Auch Mischformen mit Putz und Holz sind möglich. Unterschieden wird bei den Montagemöglichkeiten mit Holz die Stülpschalung oder die Bodendeckelschalung. Eine weitere und viel verbreitete Art ist die Nut-und-Feder-Montage. Nut- und Federfassaden sind bei sogenannten Schwedenhäusern sehr beliebt. Die Annahme von Bauherren, dass Holzfassaden nur eine begrenzte Lebensdauer haben, ist unbegründet. Ist die Fassade fachgerecht montiert und wird die Fassade angemessen gepflegt, ist selbst unbehandeltes Holz sehr widerstandsfähig. Bei der Konstruktion muss nur dafür gesorgt werden, dass Wasser immer gut ablaufen kann. Da der Rohstoff Holz mittlerweile sehr teuer geworden ist, sind auch Holzfassaden nicht besonders günstig. Quadratmeterpreise von bis zu 100 Euro sind je nach Art des Aufbaus und der verwendeten Holzart möglich.

Die Klinkerfassaden sind aufwendig und oftmals sehr teuer

Klinkerfassaden sind sehr beliebt und verleihen einem Haus einen ganz persönlichen Charakter. Sie wirken klassisch gemauert und können mit Putz oder Holz variabel kombiniert werden. Bei der Montage von Klinkern wird die eigentliche Gebäudehaut mit einer vorgehängten und hinterlüfteten Fassade verkleidet. Dies bedeutet, dass die tragende Wand und die Fassade nicht miteinander verbunden sind. Durch die gute Belüftung wird eingedrungene Feuchtigkeit abtransportiert und die Bildung von Schimmel vermieden. Bei älteren Gebäuden wird der Zwischenraum sehr oft mit Dämmmaterial gefüllt, um eine bessere Wärmebilanz zu erzielen. Die Klinkerfassade gehört je nach Hersteller zu den etwas teureren Fassadenvarianten. Auch die Pflege und die Reparatur sind sehr aufwendig. Bei fachgerechter Ausführung ist eine Lebensdauer von bis zu 100 Jahre möglich.

Bildnachweis: bildlove / stock.adobe.com

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