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Klimawandel wird deutlich an Eisbär und Robbe

Lesezeit: 2 Minuten Zwei erbitterte Feinde - Eisbär und Robbe - geraten mit der globalen Erderwärmung in eine neue Schicksalsgemeinschaft. Hinzu kommt, dass das Eis viel schneller schmilzt, als es das laut Simulationsmodell der Wetterforscher dürfte. Dem Klimawandel ist es geschuldet, dass die natürliche Spezialisierung von Eisbär und Robbe, ihre einzigartige Lebensweise, immer öfter nicht mehr funktioniert und damit die gesamte jeweilige Art schon jetzt bedroht ist.

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Klimawandel wird deutlich an Eisbär und Robbe

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Tierfilmer finden bedrohte Natur an den Polregionen
Sie haben die Belege der abschmelzenden Pole schon drastisch vor Augen: "Und es wird weitergehen", sagen sie. Wie sie dokumentieren, engt sich die Lebensgrundlage der bedrohten Arten zunehmend ein, was für Eisbär wie Robbe gilt.

Dem Eisbär verschwindet förmlich die Basis unter den Füßen. Sein eisiges Territorium ist im Umbruch begriffen. Und auch die Robbe – seine Hauptnahrungsquelle – hat drastische Nachwuchsprobleme, weil sie beim Bau der Iglus behindert wird.

Das Eis schmilzt eher und dramatischer
Dies bringt zweierlei mit sich: Der Eisbär muss schneller sein Eisterritorium verlassen, weil es bricht und zurückgeht. Um dorthin zu gelangen, wo er noch Robben und Eis findet, hat er große Anstrengungen zu unternehmen und sich immer weiter weg zu bewegen. Zweitens geht ihm die Nahrungsgrundlage für sich und seine Nachkommen zunehmend verloren. 

Der Eisbär schafft es oft nicht mal mehr bis dahin, wo es früher garantiert Robben zu jagen gab. Auch seine Jungen sind bedroht, weil sie zu schwach sind und nicht genug zu fressen bekommen. Die Eisbärfamilie verliert dadurch schnell ihre schwächsten Mitglieder. Damit dezimieren sich die Familien rascher, als gedacht.

Lebengrundlage der Robbe schwindet
Ein kleines flauschiges Wesen – ein Robbenbaby – taumelt völlig allein auf dem Eis herum. Der Naturforscher fühlt sich selbst hilflos, angesichts dieses jammervollen Bildes. Man möchte am liebsten helfend eingreifen, aber die Natur hat ihre eigenen Regeln und Bedingungen.

Dieses Robbenjunge ist gleich zwei Widrigkeiten ausgesetzt, die ihre Art mit sich bringt: Ein Robbenbaby ist ein Säugetier, das die Milch seiner Mutter benötigt und es kann noch nicht selbst ins Wasser, um für sich zu sorgen. Die Mutter kann ihre Nahrungsgrundlage nur im Wasser finden. Und weil die Mama deshalb nicht ständig bei ihrem Baby bleiben kann, denn sie muss sich ernähren, um zu überleben bzw. Milch zu produzieren, bleibt ihr Junges allein zurück.

Nichtmehrfunktionieren von Spezialisierungen durch Klimawandel                                                                                                        Das Zurückbleiben des Baby ist normalerweise kein Problem, denn die Art hat sich mit dem Bau kleiner Eishöhlen perfekt spezialisiert und für das Junge einen genialen Schutzmechanismus ersonnen. Dieser funktioniert immer öfter nicht mehr: Das Junge hat keinen Robben-Iglu mehr. Die Robbenmama konnte an ihrem Eisloch keine Eishöhle bauen, weil die Schneedecke über dem Eis so dünn geworden ist, dass es nicht mehr zum Bau der kleinen Eishöhle für den Nachwuchs reicht.

Damit gerät die gesamte Art ins Schlingern, denn nun ist der Nachwuchs in Gefahr. Das Junge liegt schutzlos auf dem Eis und ist jedem Feind völlig wehrlos ausgeliefert, da es selbst noch nichts für sich tun kann. Solange die Alte im Wasser schwimmt, ist das Junge allergrößter Gefahr ausgesetzt und kann bereits Opfer einer Schneehündin oder eines Eisbären geworden sein, ehe die Mutter ans Eisloch zurückgekehrt ist.

Doppelte Tragik und aufkommende Fragen                                                          Der Verlust der Eishöhle zeigt die ganze Tragödie der Robbe, die nun ihren Bestand nicht mehr sichern kann. So sind unter den neuen Bedingungen beide Arten bedroht: die Robbe und der Eisbär, dessen doppelte Tragik darin besteht, dass in der Robbendezimierung auch die Nahrungsgrundlage des Eisbären betroffen ist – neben dem Zurückgehen des Eisterritoriums.

Unter diesen neuen Bedingungen sind beide Arten massiv bedroht und ihre natürliche Feindschaft ist längst zur neuen Schicksalsgemeinschaft geworden, die beide Arten zum verschärften Daseinskampf verdammt, den sie immer weniger bestehen können.

Fragen werden deshalb laut, was mit unserer Erde passiert sei und was man tun könne, warum sich Pole und sonstige Regionen des Globus in den Eigenheiten der Klimaveränderung unterscheiden (auf den Polen nur Erwärmung, während es z. B. in unseren Breiten Extreme auf beiden Seiten der Medaille gibt – wärmer und trockener, aber auch kälter und schneereicher). Dies und mehr beschreiben die Folge-Artikel der Serie.

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