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Kinderwunsch – zur In-Vitro-Fertilisation gehören IVF und ICSI

Lesezeit: 2 Minuten Wenn sich über Jahre hinweg der Kinderwunsch eines Paares nicht erfüllt, bleibt meist nur der Weg über die künstliche Befruchtung. Zur In-Vitro-Fertilisation – dies sind Methoden zur Befruchtung im Reagenzglas - gehören die beiden Behandlungsmethoden IVF und ICSI. Was versteht man darunter? Wie werden die Behandlungen durchgeführt? Welche Erfolgschancen und Risiken haben sie?

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Kinderwunsch – zur In-Vitro-Fertilisation gehören IVF und ICSI

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1978 kam das erste im Reagenzglas gezeugte Baby zur Welt
Am 25. Juli 1978 kam das erste Retortenbaby zur Welt. Die Meinung der Weltbevölkerung war und ist bis heute geteilt. Die einen sehen darin einen Segen für unfruchtbare Paare, deren Kinderwunsch sonst immer unerfüllt bliebe. Für die anderen ist es ein Skandal und sie lehnen den Weg der künstlichen Befruchtung strikt ab. Robert Edwards ist einer der Erzeuger des Retortenbabys Louise. Er bekam im Jahr 2010 den Nobelpreis für seine bahnbrechenden Erfolge in der Reproduktionsmedizin.

Was ist eine In-Vitro-Fertilisation?
Die korrekte Übersetzung aus dem Lateinischen für In-Vitro-Fertilisation lautet: „Befruchtung im Glas“. Die Befruchtung gewonnener Eizellen findet dabei nicht im Körper der Frau statt, sondern im Reagenzglas. Der Unterschied zwischen IVF und ICSI besteht darin, dass beim IVF-Verfahren die Spermien im Reagenzglas den Weg zur Eizelle selbst finden. Im Gegensatz dazu müssen bei der ICSI-Methode Spermien, die sich nur langsam bewegen können oder die nur in geringer Zahl vorhanden sind, im Reagenzglas in die Eizelle injiziert werden.

Was versteht man unter IVF?
Als IVF bezeichnet man die In-Vitro-Fertilisation. Sie wird meist angewendet, wenn das Problem der Unfruchtbarkeit bei der Frau liegt. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn keine Eileiter vorhanden sind. Die Eizellen werden bei dieser Methode im Reagenzglas mit dem aufbereiteten Sperma zusammen gebracht. Die normal beweglichen Spermien finden ihren Weg direkt zur Eizelle, wo nun eine Befruchtung stattfinden kann. Die befruchteten Eizellen werden dann in die Gebärmutter eingepflanzt.

Was bezeichnet man als ICSI?
ICSI ist die Abkürzung für „Intracytoplasmatische Spermieninjektion“. Diese Methode wird angewendet, wenn die Unfruchtbarkeit beim Mann liegt. Die Gründe für die Unfruchtbarkeit des Mannes können zum Beispiel sein, dass der Samen zu wenig beweglich ist oder dass die Spermienanzahl zu niedrig ist. Bei der ICSI-Methode werden einzelne Samenzellen, die für eine natürliche Befruchtung viel zu unbeweglich wären, mit einer Mikrospritze in die Eizelle injiziert. Danach werden die befruchteten Eizellen in die Gebärmutter eingepflanzt.

Wie hoch sind die Aussichten auf Erfolg?
Bei unerfülltem Kinderwunsch klammern sich die Ehe- oder Lebenspartner an jeden Strohhalm. Die Aussichten, auf dem Weg über das Reagenzglas, doch noch ein eigenes Kind zu bekommen, sind gar nicht so schlecht. Die Erfolgschancen liegen im Monat bei etwa 20 bis 40 Prozent.

Welche Risiken gibt es bei IVF und ICSI?
Bei diesen Behandlungsmethoden kann es zu einer Überstimulierung der Eierstöcke kommen. Durch die Eizellentnahme kann ein Blutgefäß verletzt werden. Es besteht das Risiko von Mehrlingsgeburten oder ein leicht erhöhtes Risiko, dass das Kind missgebildet sein könnte.

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