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Kinderwunsch: Warum Stressreduktion so wichtig ist

Lesezeit: 2 Minuten In der natürlichen oder alternativen Kinderwunschbehandlung betrachten wir den weiblichen oder männlichen Körper nicht wie eine Fortpflanzungsmaschine. Wir versuchen immer, den ganzen Menschen zu sehen - mit allen seinen Facetten und Besonderheiten. Die Stressreduktion nimmt dabei eine besondere Stellung ein. Denn das Stress-Hormon Cortisol schadet nachweislich der Fruchtbarkeit.

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Kinderwunsch: Warum Stressreduktion so wichtig ist

Kinderwunsch: Warum Stressreduktion so wichtig ist

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Stressreduktion ist einfacher gesagt als getan. Wie soll man es denn schaffen, dass kein Stress aufkommt bei einem Leben zwischen Kalendersex, Hoffen und Bangen, ob es dieses Mal endlich geklappt hat und der Verzweiflung, wenn der Schwangerschaftstest wieder negativ war? Und daneben hat man ja auch noch einen Beruf.

Die Kinderwunschzeit gestaltet sich für manche Paare äußerst stressreich. Manche Gynäkologen oder Kinderwunsch-Praxen erschweren das zusätzlich, indem Sie ihre PatientInnen unter Druck setzen: „Ihr AMH ist sehr niedrig, jetzt müssen Sie aber wirklich sehen, dass Sie schwanger werden, sonst ist es bald zu spät!“, bekommen einige zu hören.

Doch wie kann man im Alltag und im Ringen um die Fruchtbarkeit für Entspannung sorgen? Und was bedeutet Stress für die Fruchtbarkeit?

Stresshormon Cortisol schadet der Fruchtbarkeit

Cortisol ist eines der wichtigsten Hormone, die bei physischem und psychischem Stress ausgeschüttet werden. Cortisol hemmst das Immunsystem und stellt mehr Zucker bereit. Zudem kann ein erhöhter Cortisol-Spiegel den Eisprung unterdrücken und die Qualität der Spermien verschlechtern. Das macht Sinn, denn für unsere Vorfahren war es ungünstig, gerade dann Kinder zu zeugen, wenn sie in Phasen von großem Stress wie Hungersnöten oder Dürren waren.

Cortisol und Kaffee – zwei ungute Partner

Cortisol wird also immer dann ausgeschüttet, wenn wir Zeitdruck haben, wenn wir hohe Ansprüche an unsere Leistung haben und perfektionistisch sind und wenn wir unter psychischen Belastungen stehen. Zusätzlich kurbelt natürlich Kaffee die Ausschüttung von Cortisol an: Denn Cortisol macht auch leistungsfähig. Einen großen Anteil an der weit verbreiteten Kinderwunschproblematik dürfte also unsere Leistungsgesellschaft haben.

Entspannung im Alltag und im Beruf

Für Paare mit Kinderwunsch geht es also in großem Maße darum, den täglichen Stress zu reduzieren. Das können oft schon so einfache Tipps helfen wie: „Innehalten, die Augen schließen, dreimal tief Durchatmen, dann wieder in Ruhe weitermachen“. Doch nicht bei allen Menschen reicht das aus.

Wer einen sehr stressigen Job hat und am Abend noch von Termin zu Termin hetzt, sollte sich grundlegende Gedanken über eine Veränderung im Leben machen. Wie wichtig ist mir mein Job oder sind meine Hobbys und welchen Platz soll das Kind später einnehmen? Wenn ich fünfmal die Woche abends mit Aktivitäten verplant habe, wie würde ich das machen, wenn ich dann ein Kind hätte?

Platz schaffen für ein Kind

In der Kinderwunschzeit geht es nicht nur darum, den Körper zu stärken und seine Funktionen zu optimieren. Es geht auch darum, seelisch und ganz real im Alltag „Platz für ein Kind“ zu schaffen. Bei manchen Paaren kann es helfen, sich ganz konkret darüber Gedanken zu machen, welchen Platz, das Kind in ihrem Leben später einnehmen soll.

Ein Kind benötigt viel Platz, Zeit und vor allem Aufmerksamkeit. Das kann sich auf den Job, die Karriere und vor allem auch auf die Freizeit auswirken.

  • Wie möchte ich mein Kind erziehen?
  • Wie möchte ich mit einem Baby umgehen?
  •  Ab wann soll es in die Krippe gehen und wie lange?
  • Wie organisiere ich mein Leben, so dass ich den Bedürfnissen des Kindes gerecht werden kann?

Zeitmanagement ist subjektiv

In meinem Leben habe ich ganz grundsätzlich die Wahl: Renne ich morgens gehetzt zur Arbeit und schlürfe auf dem Weg zur U-Bahn noch schnell einen Kaffee? Oder gehe ich eine Stunde früher ins Bett, stehe eine Stunde früher auf, mache in Ruhe Yoga, genieße einen Tee und mache auf dem Weg zur Arbeit noch einen kleinen Spaziergang durch den Park? Es ist meine Entscheidung – meistens zumindest.

Weitere Informationen zur Stressreduktion bei Kinderwunsch:

Bildnachweis: Erdmännchen / stock.adobe.com

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