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Kinderwunsch und das Alter – ist es zu spät?

Lesezeit: 2 Minuten Die Frage nach dem Maximalalter beim Kinderwunsch ist schwierig zu beantworten. Wichtiger als das Alter ist bei Frauen die Menge der verbleibenden Eizellen. Doch ist diese wirklich unveränderlich? Und was bedeuten FSH, AMH und Follikelcount?

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Kinderwunsch und das Alter - ist es zu spät?

Kinderwunsch und das Alter – ist es zu spät?

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Wir werden mit einer gewissen Menge an Eizellen geboren, die sich bei jedem Eisprung, also eigentlich jeden Mondmonat über die Jahre verbrauchen. Jahrelang ging man davon aus, dass eine Frau keine zusätzlichen Eizellen produzieren kann, wie der Mann, der Millionen von Spermien produziert.

Allerdings haben Forscher Stammzellen aus dem menschlichen Eierstock isolieren können, die in der Lage waren, neue Eizellen zu produzieren. Dies bedeutet, dass es grundsätzlich auf organischer Ebene doch die Möglichkeit gibt, neue Eizellen zu produzieren.

Aussagekraft von FSH, AMH und Follikelcount

Wie groß ist also die Aussagekraft der Parameter, mit denen die Kinderwunschzentren und Gynäkologen Hinweise auf die Fruchtbarkeit der Frauen bekommen? FSH ist das Follikel stimulierende Hormon, das am Anfang des Zyklus gemessen wird. Wenn der FSH Level im Blut zu gering ist, geht man allgemein davon aus, dass die Frau unfruchtbar ist und kein Eibläschen mehr zur Reifung gelangt. AMH, das Anti-Müller-Hormon soll eine Aussage über die im Eierstock verbleibenden Eizellen geben. Denn selbst wenn das FSH hoch genug ist, nützt das nichts, wenn keine Eizellen mehr da sind. Ebenso soll der Follikelcount, das Zählen der an der Oberfläche befindlichen Eibläschen die Fruchtbarkeit der Frau bestimmen.

Doch alle diese Werte können starken Schwankungen unterliegen, wie wir das nicht nur in der Homöopathie erleben. Auch Gynäkologen können bestätigen, dass der AMH von einem zum nächsten Monat angestiegen ist, obwohl ein niedriger Wert ja aussagen soll, dass die Frau nahezu unfruchtbar geworden ist.

So heißt es bei den Kinderwunschzentren häufig wortwörtlich: „Eine eingeschränkte Reservefunktion der Eierstöcke geht mit einer geringeren Erfolgsaussicht einer Kinderwunschbehandlung einher“. Dies bedeutet, dass die reproduktionsmedizinische Behandlung weniger Erfolgsaussichten hat. Warum?

Stimulation der Eizellreifung

In der medizinischen Kinderwunschbehandlung wird in aller Regel mit der Stimulation von Eizellen gearbeitet. Durch das Spritzen von Gonadotropinen werden möglichst viele Eizellen auf einmal zur Reifung gebracht. Der ideale Wert der gereiften Eizellen liegt dabei zwischen 5 und 15! Diese werden dann entnommen und im Labor mit dem Samen befruchtet. Nach der Befruchtung suchen sich die Ärzte die „schönsten“ heraus und transferieren bis zu drei befruchtete Eizellen in die Gebärmutter.

Der natürliche Ablauf und die natürliche Kinderwunschbehandlung kommen aber auch mit einer einzigen Eizelle klar. Warum das so ist, und welche Chancen sich dadurch ergeben erfahren Sie im nächsten Artikel: Chancen der natürlichen Kinderwunschbehandlung.

Bildnachweis: Werner Fellner / stock.adobe.com

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