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Kinderlebensmittel – nichtig oder richtig

Lesezeit: 2 Minuten Kinderwurst, Nimm 2, Fruchtzwerge & Co. sind Lebensmittel speziell für Kinder und versprechen höhere Gesundheit und eine extra Portion Milch wie auch Vitamine und Mineralstoffe. Sie propagieren, gut und wertvoll zu sein – sinnig oder unsinnig?

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Kinderlebensmittel - nichtig oder richtig

Kinderlebensmittel – nichtig oder richtig

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Fruchtzwerge, Bärenwurst, „Winni – Wurst“, Kindercornflakes und Co. sind gesund, voller wichtiger Vitamine und Mineralstoffe und sorgen für eine gute Gesundheit, behauptet die Werbung. Sie sorgt dafür, das Kinder „ihre“ Lebensmittel auf Anhieb erkennen und auch darauf bestehen. Die Werbung gibt pro Jahr Unmengen an Werbeetat aus, um ihre neue Kundschaft professionell „heran zu ziehen“.

Kinderlebensmittel sind für Kinder ab 3 Jahren und unterliegen den normalen Lebensmittelbestimmungen. Nahrungsmittel für Kinder unter 3 Jahren unterliegen stattdessen der „Diätverordnung“. Diese Lebensmittel unterliegen, im Gegensatz zu den Kinderlebensmittel strengen Richtlinien.

Den Eltern wird suggeriert, dass die Kinderlebensmittel ihren Kindern gut tun und sie gesund halten. Dennoch weißen diese Lebensmittel gravierende Nachteile auf.

Sie sind viel zu süß

Kinderlebensmittel enthalten oft viel mehr Zucker, als vergleichbare andere Lebensmittel. Da Kinder in diesem Alter auf den Geschmack „süß“ „programmiert“ sind, macht die Industrie sich genau das zu nutze. Um dieser Kritik zu entgehen, werden Kinderlebensmittel mit Aufschriften wie „ohne Kristallzucker“ versehen, und stattdessen Fruchtzucker oder Traubenfruchtzucker wie auch Sirup verwendet.

Leider sind auch diese Zutaten eine Zuckerform die genauso kalorienreich und ungesund sind. Gerade die Zugabe von Fruktose steigert nachweislich die Blutfettwerte bei Kindern. Die Verwendung von Süßstoffen ist ebenfalls problematisch, da sie zwar kalorienärmer sind, aber die Präferenz des
Geschmackes „süß“ fördern und die Kinder genau auf diesen Geschmack
weiterhin „programmiert“ werden.

Wenn man bedenkt, dass in einem „Paula –Pudding“ schlappe 6 Würfelzucker enthalten sind und das pro Becher, kann man sich den gesamten Zuckergehalt pro Tag leicht ausrechnen.

Zu viele und ungünstige Fette

Zu viele gesättigte und zu wenig ungesättigte Fettsäuren befinden sich in Kinderlebensmitteln. Diese Zusammensetzung der Fette und ungünstig für den Organismus und das Herz – Kreislauf – System. Außerdem enthält ein beworbenes „Pausenfrühstück“ meist bis zu einem Drittel der empfohlenen Tagesration an Fett – da bleibt für den Rest des Tages nicht mehr viel Spielraum.

Überflüssige Vitamine und Mineralstoffe

Viele Kinderlebensmittel werden mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert, weil die während der Produktion verloren gegangen seien. Auf diese Weise werden die Empfohlenen Tagesdosen meist überschritten: fettlösliche Vitamine können gespeichert werden und zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Kopfschmerzen und Übelkeit sind nur einige Symptome. Eine normale und ausgewogene Ernährung macht die Versorgung mit angereicherten Lebensmittel unnötig – und gesünder.

Bedenkliche Zusatzstoffe

In Kinderlebensmitteln finden sich leider immer noch viele bedenkliche Zusatzstoffe, die im Verdacht stehen (und teilweise klar bewiesen werden konnten) Nahrungsmittelunverträglichkeiten, sowie Verhaltensprobleme zu verursachen. Dazu zählen Hyperaktivität, ADHS,Unruhe, Schlafstörungen und Lernstörungen wie Ängstlichkeit.

Bildnachweis: spass / stock.adobe.com

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