Familie Praxistipps

Kindererziehung: So bekommen Sie das Streitthema Aufräumen fröhlich in den Griff

Lesezeit: 2 Minuten Kinderzimmer sind berüchtigt für ihr Durcheinander. "Räum endlich dein Zimmer auf!" ist ein permanenter Stressfaktor für alle Eltern. Das simplify-Rezept für dessen Beendigung lautet: Lernen Sie von den Profis! Im Kindergarten hat jedes Ding seinen Platz und der Raum ist aufgeteilt in verschiedene thematische Bereiche. Das geht auch in einem kleinen Kinderzimmer:

2 min Lesezeit
Kindererziehung: So bekommen Sie das Streitthema Aufräumen fröhlich in den Griff

Kindererziehung: So bekommen Sie das Streitthema Aufräumen fröhlich in den Griff

Lesezeit: 2 Minuten

Lese- und Kuschelecke

Platzieren Sie das Bücherregal in der Nähe des Bettes oder eines gemütlichen Sessels, so dass sich für das Kind die wohlige Kombination „kuscheln und lesen“ ergibt. Präsentieren Sie wie ein Buchhändler wechselnde Bücher frontal, so dass sie Ihrem Kind ins Auge fallen und es zum Anschauen motiviert wird. Hier ist auch der beste Ort für ein Regalbrett mit allen Kuscheltieren.

Musikecke

Der Kassetten- und CD-Player samt den zugehörigen Tonträgern sind ebenfalls gut aufgehoben in der Nähe des Kuschelbereichs. Wenn Ihr Kind ein Instrument lernt, stellen Sie ihm dafür am besten einen besonderen Platz innerhalb der Wohnung zur Verfügung. Es fördert die Konzentration, wenn das Flöteüben nicht inmitten der Spielsachen stattfindet.

Anziehbereich

Ein Sitzwürfel, ein weicher Teppich und ein Spiegel vor dem Kleiderschrank, außerdem ausreichend Haken an der Wand, um dort Klamotten gut erreichbar aufzuhängen – fertig ist der Anziehbereich. Es gelten die Kindergartenregeln: Klamotten dürfen nur hier abgelegt werden und zwar an die Haken. Wild herumliegende Bekleidung wird nicht geduldet. Bringen Sie Ihrem Kind auch möglichst frühzeitig bei, dass es schmutzige Wäsche im Badezimmer in den Wäschekorb wirft.

Spielecke

Hier installieren Sie ein Regal für die ganzen Spielekartons. Kaufen Sie außerdem stabile Kisten aus Holz oder Kunststoff, für jede Art von Spielzeug eine (Bausteine, Holztiere, Spielzeugautos). Verglichen mit den Aufbewahrungskisten von Erwachsenen sollten Kinderkisten etwa doppelt so groß ausfallen wie der vorgesehene Inhalt. Mit anderen Worten: Eine Box ist dann voll, wenn sie zur Hälfte gefüllt ist. Nur dann macht es Spaß, darin etwas zu suchen. Die Kindergartenregel lautet: Nur ein Spiel gleichzeitig.

Ausstellung

Wenn Kinder etwas Schönes gebastelt oder aufgebaut haben, wäre es grausam, wenn sie es jeden Abend immer wieder zerstören müssten. Schaffen Sie eine Ausstellungsfläche für Kunstwerke wie „Barbies Klorollenschloss“ oder „Angriff der Lego-UFOs“, etwa ein freies Regalbrett oder die obere Fläche einer Kommode.

Bastelecke

Natürlich können Sie keine eigene Fläche vorhalten zum Basteln und Malen. Aber Sie sollten einen Regalbereich reservieren, in dem alle Stifte, Farben, Bastelwerkzeuge und -materialien aufgehoben werden. Halten Sie dort auch eine große Unterlage für den Fußboden oder den Tisch bereit, auf der Ihr Kind arbeiten kann.

Brotzeit

In jedem Kindergarten wird die Nahrungsaufnahme streng getrennt von der Spielzone, sonst klebt bald die Apfelschorle zwischen den Legosteinen und die Kekskrümel knirschen in den Spielzeugkisten. Vereinbaren Sie: Wenn Ihr Kind etwas essen möchte, soll es dazu in die Küche oder an den Essplatz kommen. Gegessen und getrunken wird grundsätzlich nur im Sitzen – das reduziert den Anteil vollgekleckerter Textilien erheblich.

Aufräumen mit Kindern

Erwarten Sie von Ihrem Kind keine Wunder. Verwenden Sie das Thema Aufräumen nie als Strafe. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind immer mithilft, wenn Sie aufräumen.

Entsorgen Sie kaputte Bilderbücher, zerrissene Zeitschriften, ausgetrocknete Filzschreiber und abgebrochene Stifte sofort. Bringen Sie auch Ihrem Kind den Sinn einer Krimskramskiste bei: Spielzeug ohne Spielwert (Figuren aus Überraschungseiern, Müslipackungen usw.) kommt in so eine Kiste. Wenn Sie nach etwa 3 Monaten die Kiste dem Kind zeigen, wird es mit einigen der vergessenen Sachen begeistert spielen und andere zum Wegwerfen freigeben.

Praktizieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das simplify-Gebot: Wenn etwas neu angeschafft wird, muss etwas Altes dafür raus. Kinder sind oft ganz stolz, wenn bestimmtes „Babyspielzeug“ aus ihrem Zimmer verschwindet und sie stattdessen etwas „für Große“ bekommen. Finden Sie gemeinsam mit dem Kind einen guten Platz für die Neuerwerbung. So lernt es, eigenverantwortlich Ordnung zu halten.

Bildnachweis: detailblick-foto / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: