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Kindererziehung leicht gemacht: Erziehungstipps zum richtigen Umgang mit Kindern

Lesezeit: 2 Minuten Erziehungstipps gibt es viele. Doch welche lassen sich im Erziehungsalltag wirklich umsetzen? Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Kind optimal erziehen und ihm dabei helfen, sich optimal zu entwickeln.

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Kindererziehung leicht gemacht: Erziehungstipps zum richtigen Umgang mit Kindern

Kindererziehung leicht gemacht: Erziehungstipps zum richtigen Umgang mit Kindern

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„Kindererziehung leicht gemacht“ – geht das überhaupt? Trotz einschlägiger Erziehungsratgeber, die den Buchmarkt Jahr für Jahr regelrecht zu überschwemmen scheinen, ist die Kindererziehung immer noch ein sehr sensibles und oftmals auch schwieriges Thema. Kinder werden heute wie damals so individuell erzogen, wie jede erziehende Person ihre eigene Individualität besitzt.

Ein Patentrezept für die richtige Kindererziehung, die dem Sprössling eine optimale Persönlichkeitsentwicklung garantiert, scheint es nicht zu geben. Der Erziehende bringt stets seine eigenen Erfahrungen mit in die Kindererziehung ein – seien es nun gute oder schlechte.

Während die eine Personengruppe mit einer fast diktatorischen Strenge erzogen wurde, blickt die andere auf einen geradezu antiautoritären Erziehungsstil zurück. Welche der beiden Erziehungsstile „erfolgsversprechender“ ist – eine heikle und kaum zu beantwortende Frage. Selbst Experten sind sich bei dieser Frage uneins und schlagen sich mit ihren Publikationen regelrecht gegenseitig die Köpfe ein.

Der interessierte Leser findet zum Thema Kindererziehung alles: Ratschläge, deren Hauptaugenmerk auf der autoritären Erziehung liegt; Erziehungstipps, die sich bestenfalls in der Theorie als wirksam erweisen; und Erziehungsstile, die mit der eigentlichen Erziehung kaum oder gar nichts mehr zu tun haben.

Auch wenn die Ratgeber widersprüchlicher nicht sein könnten, in einem scheinen die Experten sich einig zu sein. Wie überall im Leben gilt es auch in Sachen Kinderziehung, das gesunde Mittelmaß zu finden. Weder die unangebrachte Strenge noch die allzu gut gemeinte Nachgiebigkeit erweisen sich auf Dauer als bewährte Erziehungsmethode. Aber was ist das „richtige“ Mittelmaß und welche Erziehungstipps lassen sich tatsächlich im Erziehungsalltag umsetzen?

Erziehungstipps der Experten

Kinder brauchen klare Regeln – und die sollten auch eingehalten werden: Ihr Kind ist Spezialist darin, vorgegebene Regeln zu brechen? Gut, dann werden Sie Spezialist darin, die logischen Konsequenten eines Regelbruches mit Ihrem Kind gemeinsam zu ziehen – und zwar konsequent.

Das kann in etwa so aussehen: Wenn Ihr Kind trotz Aufforderung das Zimmer nicht aufgeräumt hat, dann bleibt der Fernseher an diesem Tag auch dann aus, wenn es das Aufräumen nachholt. Das Fernsehen soll schließlich keine Belohnung für die erbrachte Aufräumaktion darstellen. Aufräumen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es am nächsten Tag wieder fernsehen darf, aber nur, wenn es im Vorfeld bereits aufgeräumt hat und nicht erst dann, wenn ihm ein erneutes Fernsehverbot blüht. So lernt Ihr Kind schnell, dass Regeln eingehalten werden müssen.

Ein Nein bleibt ein Nein: Ein ausgesprochenes Nein sollte in fast allen Fällen immer ein Nein bleiben. Hat Ihr Kind erkannt, dass „Ihr“ Nein nach spätestens dreimaligem Betteln zu einem Ja wird, dann wird es „Ihr“ Nein vermutlich nie akzeptieren. Kinder sollten ein Nein als nein akzeptieren können. Nur so lernen sie, sich in der Gesellschaft auch einmal unterzuordnen und eigene Wünsche zurückzustellen.

Ihr Kind konnte Sie mit schlagkräftigen Argumenten wie einem entzückenden Augenaufschlag überzeugen? Ausnahmen bestätigen die Regeln. Ein Nein, das zwischendurch zu einem Ja wird, gehört zu den Erfolgserlebnissen, die Ihrem Kind in der Entwicklung zugutekommen. Also keine Sorge!

Belohnen, aber richtig: Ihr Kind hat sich vorbildlich verhalten? Super. Nun sollte dieses Verhalten auch belohnt werden – aber bitte richtig. Wenn Ihr Kind Ihren Gästen die Hand gegeben hat, dann ist das kein Grund dafür, ihm gleich ein neues Fahrrad zu kaufen. Diese Belohnung wäre mehr als unangebracht. Ein anerkennendes Lächeln reicht hier völlig aus. Das Fahrrad können Sie auch dann noch kaufen, wenn Ihr Sprössling geradezu zum König des Gehorsams zu avancieren scheint. Und denken Sie immer daran: Belohnungen sind wichtig, sollten aber immer im Verhältnis stehen.

Wenn Sie diese drei Grundregeln einhalten, dann klappt es zwar nicht mit dem Nachbarn, aber hoffentlich mit Ihrem Kind. Einen Versuch ist es wert!

Bildnachweis: Martinan / stock.adobe.com

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