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Kinder und Computer: Sind Computer eine geeignete Erziehungshilfe?

Lesezeit: 2 Minuten Die Kinder sitzen im Stuhlkreis, da berichtet Jan von seinem Geburtstagsgeschenk, einem Computer. Voll Freude erzählt er, dass er mit dem Computer bereits seinen Namen schreiben kann. Sie sehen Jans leuchtende Augen und denken an die vielen Möglichkeiten, die ein Computer für die Kindererziehung eröffnet, doch gleichzeitig haben Sie auch viele Befürchtungen.

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Kinder und Computer: Sind Computer eine geeignete Erziehungshilfe?

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Sicher beobachten auch Sie, dass die meisten Kinder Schwierigkeiten haben, einer normalen Geschichte zuzuhören oder einer Bilderbuchbetrachtung zu folgen. Statt zu toben, klettern, mit Puppen zu spielen und Buden zu bauen, sitzen schon die Kleinsten viel lieber vor dem Fernsehgerät oder sammeln mit dem Game-Boy ihre neue Höchst-Punktzahl. Dass dieses Verhalten negative Auswirkungen hat, ist klar.

Bewegungsarmut, Fettleibigkeit, Konzentrationsstörungen und Wahrnehmungsschwierigkeiten sind keine Seltenheit mehr und stehen im engen Zusammenhang zu der neuen elektronischen Welt. Doch gleichzeitig integrieren immer mehr Kindergärten den Computer in die Kindererziehung. Ist dies wirklich ein nachahmenswertes Verhalten? Soll der Kindergarten angesichts der vielen Nachteile den Computer als Spiel- und Lernmaterial in den Kindergarten holen? Ganz abgesehen von der Tatsache, dass häufig Gelder für eine Finanzierung anderer wichtiger Projekte fehlen.                                                           

Computer Inhalt der Kindererziehung? Viele Einrichtungen sehen den Einsatz des Computers als einen wichtigen Erziehungs- und Bildungsinhalt. Denn von Kindern wird immer früher ein souveräner Umgang mit dem Computer verlangt. Bereits jetzt diskutieren Grundschulen, ob Schüler den Computer für die Erstellung der Hausaufgaben einsetzen sollen! Nicht ohne Grund. Der Computer eröffnet viele neue Möglichkeiten: Wissen zu erlangen, Informationen abzuspeichern, sich zu verständigen.

Je früher die Kinder lernen, mit ihm sinnvoll umzugehen, desto eher werden sie alle seine Möglichkeiten ausschöpfen können. Das größte Problem ist, dass viele Kinder zwar Kontakt zum Computer haben, aber nicht an seine kreativen Nutzungsmöglichkeiten herangeführt werden. Angesichts der derzeitigen Personalkürzungen mangelt es an kompetenten Kräften, die Kinder in die Computerbedienung einführen!

Angemessener Umgang mit dem Computer Wenn Ihre Einrichtung den Schritt wagt und Computer in den Kindergartenalltag einbindet, dann sollten Sie in jedem Fall einen Eltern-Kind-Nachmittag anbieten. Es gibt bestimmt einen Vater oder eine Mutter, die Hard- und Software kindgerecht erklären können. Das ist nicht nur spannend für die Kinder, sondern auch für die Eltern, die teilweise selber große Berührungsängste mit dem Computer haben. Vermitteln Sie den Kindern einen kritischen Umgang mit dem Computer. Bieten Sie ihnen aber auch alternative Freizeitbeschäftigungen an. Kinder sollten nicht vergessen, wie schön es ist, im Matsch zu wühlen, Fußball zu spielen und mit dem Freund zu malen.

Die Frage ist nicht, ob, sondern wie Sie den Computer in die Kindererziehung integrieren!

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