Familie Praxistipps

Kinder im Haushalt: Teenager könnten mehr (Teil 1)

Lesezeit: 2 Minuten Kinder brauchen die Einbeziehung in die familiären Pflichten, um für Ihr Leben gewappnet zu sein. Das gilt erst recht für Jugendliche, die von ihren Fähigkeiten her alle Arbeiten im Haushalt leisten könnten, wenn man sie wie in der Schule durch Anleitung hineinführen würde. Das große Hindernis dabei: Die Nullbock-Mentalität der Teenager selbst. Das Diskutieren und Maulen empfinden viele Eltern so belastend, dass sie lieber alles allein erledigen. Tipps, wie dies zu ändern ist.

2 min Lesezeit

Kinder im Haushalt: Teenager könnten mehr (Teil 1)

Lesezeit: 2 Minuten

Wie besiegt man die Nullbock-Mentalität? Anreize zur Mithilfe bei der Hausarbeit
Geld?- nein, weil es der schlechteste Anreiz wäre.

Geld würde das Ziel umkehren und sinnentleerend wirken. Nicht mehr der gereinigte Teppich oder das aufgeräumte Zimmer würden im Kopfe verankert, sondern die neue Verdienstmöglichkeit von Geld. Das Kind will dann diese Arbeiten mit möglichst wenig Aufwand und großem Effekt erreichen, arbeitet lustlos und oberflächlich. Es wird mitunter sogar erfinderisch im Vertuschen oder Vortäuschen von Arbeitsergebnissen. Das fördert den Egoisten, nicht den Teamworker der Familie.

Teenager im Haushalt: Verpasste Chance
Seit Sie obiges Geldangebot ausgesprochen haben, wird Ihr Kind seine Chance verpasst haben, selbstloses Handeln im Gemeininteresse zu erlernen. Es wird kaum noch von allein und selbstlos helfen wollen und ist schon jetzt und viel zu früh auf die "Und was springt raus?"-Mentalität eingeschworen.

Auch Teamarbeit in der Familie klappt dann nur noch schwer. Am meisten aber schadet diese Denkart dem Jugendlichen selbst, wenn seine Mitmenschen erkennen, dass er nur zu nehmen, nicht aber zu geben weiß, womit er schnell auf Ablehnung stößt. Deshalb sollte der Teenager lieber etwas mehr Taschengeld erhalten, dafür aber keinerlei Hausarbeitsgeld.

Teenager im Haushalt: Loben ist immer gut
Und hebt auch noch das Selbstbewusstsein großer Kinder sowie deren Bereitschaft zur Teamarbeit in der Familie. Allerdings will Loben ebenfalls gelernt sein: Dem kleineren Kind kann noch jedes weit hergeholte Lob gespendet werden, damit es nicht aufgibt oder ängstlich wird oder Negatives wieder vergisst. Es vertraut Ihnen blind und jedes Wort gilt.

Beim Teenager allerdings ist Lob nur glaubhaft, wenn es grundehrlich und gerechtfertigt ist. Ein falsches Lob könnte nicht nur abgelehnt werden, sondern sogar Vertrauen und Glaubwürdigkeit beschädigen. Deshalb muss ein Lob Ihren "Großen" gegenüber wirklich handfest sein und stimmen. So eingesetzt, kann es dann sehr viel bewirken und einen Menschen regelrecht aufbauen.  

Teenager im Haushalt: Nutzen Sie die nachhaltige Wirkung des Schriftlichen
Auch beim Abarbeiten der häuslichen Pflichten hilft es, wenn man sich einen Plan aufstellt. Gerade Jugendliche streiten gern alles ab, wollen von nichts gewusst haben. Dann ist es gut, wenn man sich auf ein Papier berufen kann. Und wenn alles fixiert ist, kann niemand mehr das Gegenteil behaupten.  

Teenager im Haushalt: Streit der Generationen umschiffen – "Prinzip Frieden"
Dieser psychologische Aspekt wird unter Teil 2 des Artikels fortgesetzt.

In weiteren Artikeln zur Serie wird die Hausarbeit mit Kleinkindern, Schulkindern und Jugendlichen beschrieben.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: